Montag, 11. August 2014

Starting our Roadtrip: Day 1: Sydney - Narrandera (554 km)



Unser erster Campertag begann ein bisschen später als geplant, aber um 11 waren wir dann bei Jucy angekommen und haben unser lila-quietschgrünes Gefährt in Empfang genommen. Der netten Mitarbeiterin, die uns das Auto erklärt hat, hat man jedenfalls angemerkt, dass sie den Job nicht erst seit gestern macht, ihr Tempo war kaum zu überbieten. :-) Nachdem dann ein platter Hinterreifen noch aufgepumpt worden war, ging's anschließend erstmal zum Aldi, die günstige Einkaufsmöglichkeit mussten wir schließlich noch nutzen, solange es sie gab! Der zuerst angepeilte Aldi ist es dann aber nicht geworden, da es nur ein 2,05m hohes Parkhaus ab, und wir aber schon eine Höhe von 2,50m haben. Nach dem ersten kleinen Umweg konnte es dann aber endlich losgehen! Ein erstes am Straßenrand herumhüpfendes Känguru haben wir recht schnell gesehen, die ersten toten allerdings leider auch. :-( Für den ersten Tag hatten wir uns eigentlich vorgenommen, ungefähr bis Wagga Wagga zu kommem, ca. 450 km westlich von Sydney. Nachdem wir dort aber weder einen Campingplatz noch eind geeignete Res Area (Stellplatz mit Toiletten, Tisch und in gaaanz seltenen Fällen auch Dusche) gefunden haben, und die Straße gut ausgebaut war, sind wir dann sogar noch etwas weiter gefahren, bis in das schöne Dörfchen Narrandera. Dort haben wir in der Old Brewery Road an dem ziemlich verschlammten Murrumbidgee River immerhin eine Rest Area mit einer einsamen Laterne entdeckt, vielleicht nicht ganz schlecht für den ersten Abend und die noch anstehende Umräumerei. Lichttechnisch war das dann allerdings eh ziemlich problemlos, da wir auch hinten im Camper überall kleine Lampen haben, aber das wussten vorher ja noch nicht. Der Versuch, alle Taschen auf den Vordersitzen unterzubringen gestaltete sich da schon etwas schwieriger. Die Hupe am Lenkrad lässt sich nämlich seeehr leicht bedienen, sodass wir erstmal ein kleines unabsichtliches Hupkonzert veranstaltet haben. Wir sind uns aber nach wie vor sicher, dass es reiner Zufall war, dass wir kurz darauf von einem Polizeiauto umrundet wurden. :-) Die Polizisten haben uns aber nicht mal angesprochen, so dass wir dann mit dem Kochen unseres ersten Abendessens starten konnten. Es gab, der Einfachheit halber, Nudeln mit Pesto. Da sich die Bedingungen in den nächsten Wochen wahrscheinlich nicht allzu sehr ändern werden, wird das wohl noch öfter auf dem Speiseplan stehen. Juhuuu, zumindest einer von uns freut sich sehr über diese Aussichten! :-) Ich hab in der Hinsicht aber auch was aufzuholen, da es bei meiner Gastfamilie zwar immer leckeres Essen gab, aber meist nur einmal in zwei Wochen Pasta, so dass ich meinen gewohnten Nudelkonsum leider nicht aufrecht erhalten konnte... Essen konnten wir sogar im Camper, der hat ein kleinen ausklappbaren Tisch und zwei Bänke, die später um Bett umgebaut werden können. In Anbetracht der frostigen nächtlichen Außentemperaturen waren wir auch echt froh, dass wir nicht draußen im Stehen essen mussten. Der Umbau zum Bett ist dann eigentlich ziemlich schnell erledigt, wenn man denn erstmal weiß, wie! Um die volle Länge des Bettes zubekommen (Jens kann aber trotzdem nicht ganz ausgestreckt liegen), mussten wir die Vordersitze noch ganz nach vorne fahren, was dann nochmal zu einer kleinen Hupeinlange geführt hat. ;-) Für die erste Nacht wollten wir es dann mal nur mit der Decke, die wir mit Camper bekommen haben, und ohne einen zusätzlichen Schlafsack probieren, aber bei dem einen Versuch wird es auch bleiben, bis wir den warmen tropischen Norden erreicht haben! Meine Hände und Füße haben sich schnell von Ihrer normalen Farbe und in die Gefühllosigkeit verabschiedet, das muss ich nicht jeden Abend erleben. ;-) Und auch Jens, der da ja eher kälteunempfindlich ist, fand's nicht mehr wirklich warm. Der Camper hat allerdings keinen Anschluss für Strom außen, so dass wir uns einerseits zwar die teureren powered sites auf den Campingplätzen sparen können, aber sich auch die Anschaffung eines kleinen Heizlüfters nicht rentieren würde. Davon abgesehen, ist das Ganze aber ziemlich gut durchdacht. Wir haben eine Mini-Spüle, einen 10l-Wassertank, einen kleinen Kühlschrank, zwei Gaskocher, Topf, Wasserkessel, Pfanne, Teller, Tassen, Gläser, Besteck etc... Die zweite Schlafmöglichkeit oben ist sogar komplett abgetrennt und von außen per Leiter erreichbar, so dass Jens und ich unten unser komplett "eigenes Zimmer" haben. :-)

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