Montag, 11. August 2014

Day 2: Narrandera - Burra (798 km)



Dank der coolen, unten sogar mit Druckknöpfen zu befestigenden Vorhänge war unsere erste Nacht dann um 7 beendet und nicht schon mit dem ersten Sonnenstrahl. Um die Innentemperatur etwas zu erhöhen, haben dann mal drinnen unseren Kaffee gekocht, und ein kleines bisschen hat's wohl auch gebracht. Nach dem Frühstück, einer kleinen Rundfahrt durch Narrandera zum kurzen Einkauf beim Coles ging es dann weiter auf dem Sturt Highway in Richtung Adelaide. Die hügelige Landschaft, die wir direkt hinter Sydney durchfahren haben, hat sich mittlerweile in eine ziemlich flache Ebene mit ein paar trockenen Sträuchern, und hin und wieder vereinzelten Bäumen verwandelt. Unterwegs haben wir auch schon ein paar Emus getroffen, von wirklich nah dran wollten sie sich aber leider nicht fotografieren lassen. Unterbrochen wird unsere Fahrt ca. alle 300km von Tankstops. Hier in New South Wales gibt es zwar noch relativ regelmäßig Tankstellen, aber wir müssen's ja nicht herausfordern. ;-) Mittlerweile haben wir gerade Mildura durchquert, die erste (und vermutlich auch einzige) Stadt im Bundesstaat Victoria auf unserem Weg nach South Australia. Kurz dahinter folgt ein etwa 100km gerades Stück Straße, nicht einmal kleine Biegungen gibt es hier. Das ist aber bei weitem nicht nicht die längste gerade Straße Australiens, die befindet sich nämlich mit 478km in der Nullarbor Plain zwischen Adelaide und Perth (wohin wir aus Zeitgründen aber nicht fahren werden). Kurz vor der Grenze von Victoria nach South Australia standen dann schon Schilder am Fahrbahnrand, dass man, um die Fruchtfliege aus South Australia fernzuhalten, sein mitgebrachtes Obst und Gemüse vorher entsorgen müsste. Dasselbe hatten wir vorher heute schon einmal gesehen, mitten in NSW, neben einer großen gelben Tonne. Dort hatten wir noch beschlossen, das mal zu ignorieren und sind weitergefahren. Das war hier leider nicht mehr möglich, es gab eine richtige Quaratäne Station, die ähnlich aussah, wie ein Grenzübergang. Der nette Mitarbeiter hat uns erst gefragt, was wir denn genau dabei haben, woraufhin wir ihm alle Bananen, Äpfel, Kartoffeln, Zwiebeln und Karotten gebeichtet haben. Trotzdem wollte er persönlich noch einen Blick in den Camper werfen, hat aber nichts anderes mehr gefunden. Haben wollte er allerdings dann doch nur das Obst, also konnten wir das Gemüse behalten. Da wir nur noch zwei Bananen und einen Apfel hatten, wollten wir diese noch schnell essen, aber das wurde uns mit Hinweis auf die Infotafel, auf der das genauer erläutert wurde, untersagt. Naja, wir waren jedenfalls froh, dass wir uns morgens dagegen entschieden hatten, noch weitere Bananen zu kaufen. Der erste Fruit Stall nach der Grenze ließ jedenfalls auch nicht lange auf sich warten. :-) Da wir aber noch ein Stückchen schaffen wollten heute, sind wir daran erstmal vorbeigefahren. Übernachte wollten wir dann heute im Camping und Caravan Park Burra. Das niedliche Örtchen hat ganze 978 Einwohner, so dass wir auch erstmal versehentlich daran vorbeigefahren sind. :-) Dafür ließ sich der Campingplatz schnell finden, und nach einem Anruf beim Besitzer konnten wir auch einen Schlüssel finden und uns ei Plätzchen für die Nacht suchen. Leider gab es hier keine geschlossene, sondern nur eine überdachte Küche, so dass aus dem Kochen im Warmen nichts wurde. Aber immerhin mit Licht und heißem Wasser zum Abwaschen! Nach dem Essen ging's dann erstmal gaaanz heiß duschen, das wurde auch echt Zeit! :-) Man hat sich gefühlt wie im Winter in der Therme, man steht zwar unter dem warmen Wasser, atmet aber die ganze Zeit eiskalte Luft ein. Wir haben's auf jeden Fall genossen! Die Nacht war dann natürlich aber trotzdem wieder etwas frischer. ;-)

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