Dank der coolen, unten sogar mit Druckknöpfen
zu befestigenden Vorhänge war unsere erste Nacht dann um 7 beendet und nicht schon
mit dem ersten Sonnenstrahl. Um die Innentemperatur etwas zu erhöhen, haben dann
mal drinnen unseren Kaffee gekocht, und ein kleines bisschen hat's wohl auch
gebracht. Nach dem Frühstück, einer kleinen Rundfahrt durch Narrandera zum kurzen
Einkauf beim Coles ging es dann weiter auf dem Sturt Highway in Richtung Adelaide.
Die hügelige Landschaft, die wir direkt hinter Sydney durchfahren haben, hat
sich mittlerweile in eine ziemlich flache Ebene mit ein paar trockenen
Sträuchern, und hin und wieder vereinzelten Bäumen verwandelt. Unterwegs haben
wir auch schon ein paar Emus getroffen, von wirklich nah dran wollten sie sich
aber leider nicht fotografieren lassen. Unterbrochen wird unsere Fahrt ca. alle
300km von Tankstops. Hier in New South Wales gibt es zwar noch relativ regelmäßig
Tankstellen, aber wir müssen's ja nicht herausfordern. ;-) Mittlerweile haben
wir gerade Mildura durchquert, die erste (und vermutlich auch einzige) Stadt im
Bundesstaat Victoria auf unserem Weg nach South Australia. Kurz dahinter folgt ein
etwa 100km gerades Stück Straße, nicht einmal kleine Biegungen gibt es hier. Das
ist aber bei weitem nicht nicht die längste gerade Straße Australiens, die
befindet sich nämlich mit 478km in der Nullarbor Plain zwischen Adelaide und
Perth (wohin wir aus Zeitgründen aber nicht fahren werden). Kurz vor der Grenze
von Victoria nach South Australia standen dann schon Schilder am Fahrbahnrand,
dass man, um die Fruchtfliege aus South Australia fernzuhalten, sein
mitgebrachtes Obst und Gemüse vorher entsorgen müsste. Dasselbe hatten wir
vorher heute schon einmal gesehen, mitten in NSW, neben einer großen gelben
Tonne. Dort hatten wir noch beschlossen, das mal zu ignorieren und sind
weitergefahren. Das war hier leider nicht mehr möglich, es gab eine richtige
Quaratäne Station, die ähnlich aussah, wie ein Grenzübergang. Der nette
Mitarbeiter hat uns erst gefragt, was wir denn genau dabei haben, woraufhin wir
ihm alle Bananen, Äpfel, Kartoffeln, Zwiebeln und Karotten gebeichtet haben.
Trotzdem wollte er persönlich noch einen Blick in den Camper werfen, hat aber
nichts anderes mehr gefunden. Haben wollte er allerdings dann doch nur das
Obst, also konnten wir das Gemüse behalten. Da wir nur noch zwei Bananen und einen
Apfel hatten, wollten wir diese noch schnell essen, aber das wurde uns mit
Hinweis auf die Infotafel, auf der das genauer erläutert wurde, untersagt. Naja,
wir waren jedenfalls froh, dass wir uns morgens dagegen entschieden hatten,
noch weitere Bananen zu kaufen. Der erste Fruit Stall nach der Grenze ließ
jedenfalls auch nicht lange auf sich warten. :-) Da wir aber noch ein Stückchen
schaffen wollten heute, sind wir daran erstmal vorbeigefahren. Übernachte
wollten wir dann heute im Camping und Caravan Park Burra. Das niedliche Örtchen
hat ganze 978 Einwohner, so dass wir auch erstmal versehentlich daran vorbeigefahren
sind. :-) Dafür ließ sich der Campingplatz schnell finden, und nach einem Anruf
beim Besitzer konnten wir auch einen Schlüssel finden und uns ei Plätzchen für
die Nacht suchen. Leider gab es hier keine geschlossene, sondern nur eine
überdachte Küche, so dass aus dem Kochen im Warmen nichts wurde. Aber immerhin
mit Licht und heißem Wasser zum Abwaschen! Nach dem Essen ging's dann erstmal
gaaanz heiß duschen, das wurde auch echt Zeit! :-) Man hat sich gefühlt wie im
Winter in der Therme, man steht zwar unter dem warmen Wasser, atmet aber die
ganze Zeit eiskalte Luft ein. Wir haben's auf jeden Fall genossen! Die Nacht
war dann natürlich aber trotzdem wieder etwas frischer. ;-)
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