An meinem freien Dienstag habe ich mit Justine zusammen ein wenig den Lane Cove Nationalpark erkundet. Auch dieser wunderschöne Nationalpark befindet sich mitten in Sydney! Er ist ziemlich schmal, dafür recht lang und in der Mitte fließt der Lane Cove River, bis direkt zum Hafen. Eigentlich wohne ich sogar ziemlich nah dabei, aber auf der Seite, auf der es nur einen einzigen langen Wanderweg entlang des Flusses gibt, weshalb wir uns entschlossen haben, mit dem Zug auf die andere Seite, nach North Ryde, zu fahren, da man dort etwas mehr herumlaufen kann, außer immer nur geradeaus. :-)
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| Lane Cove River |
Nachdem ich gestern festgestellt habe, dass die Macquarie
University, eine von Sydney zahlreichen Unis, dienstags und donnerstags Turnen
anbietet, habe ich beschlossen, mir das heute spontan mal anzugucken. Ein
Probetraining ist umsonst, danach würde das jede Woche 20$ kosten, aber
ausprobieren kann man’s ja mal! Ja, leider glich die Halle einer Tiefkühltruhe,
und ich war nicht die einzige, die trotz Aufwärmen und ständigem Bewegen nach
10 Minuten kein Gefühl mehr in den Füßen hatte. Ansonsten gab es eine Tumblingbahn,
die auszuprobieren war wirklich cool, aber ansonsten war das Ganze trotz
Trainern eher planlos. Also werde ich da vermutlich nicht noch mal hingehen.
Als ich Mittwoch von der Schule zurückkam, und vom Pacific
Highway (der Hauptstraße, die hier die einzelnen Stadtteile verbindet) wieder
so einen tollen Blick auf die Stadt hatte, bin ich kurzerhand in die City
gefahren, und von dort mit einer Fähre zum Taronga Zoo. In Sydney sagt man
auch, die Zootiere hätten von ihrem Zuhause den besten Blick auf die Stadt und
die Skyline, besser als alle Einwohner, und ich kann das nur bestätigen! Im Zoo
direkt war ich in der kurzen Zeit (ich hatte nur 2 Stunden) natürlich nicht,
aber auch hier gab es wieder einen schönen Coastal Walk, ebenfalls mit super
Ausblicken.
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| die Oper von der Fähre aus |
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| Fort Denison vor der Skyline |
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| die Seilbahnstation, von der aus man zum Zoo hochfährt |
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| hier lässt sich schon mal ein Arbeitstag verbringen :-) |



Donnerstag hab ich dann kurzfristig auf den kleinen Bruder
von einem von Dougs Freunden aufgepasst, der krank war und nicht zur Schule
konnte. Der war ein mega Wii-Fan, und so haben wir drei Stunden am Stück Super
Mario auf der Wii gespielt. Das hat mit der Gameboy-Version leider nicht mehr
viel zu tun, so dass ich mal richtig abgeloost hab. Wir mussten immer zu zweit
dasselbe Level bewältigen, wer am Ende die meisten Punkte hat, hatte gewonnen.
Allerdings mussten wir beide auch das Ziel erreichen, sonst hatten wir beide
verloren. Das führte dann dazu, dass ich im Laufe der Zeit immer weniger zu tun
hatte, denn es gab die Möglichkeit, dem zweiten Spieler in einer Art
Seifenblase hinterher zu fliegen, so dass man zwar keine Punkte sammeln, aber
auch nicht sterben konnte. Daher lautete die Anweisung an mich dann bald nur
noch „Go in your bubble! Stay
in your bubble!“ J Oder
auch „Wait, I’ll pick you up!“, denn sich gegenseitig auf den Schultern durch
die Gegend tragen konnte man sich auch. ;-) War aber trotzdem ein lustiger
Vormittag, und ein paar Dollar extra hab ich auch noch verdient!
Am Freitag Mittag ist meine Familie nach Cottage Point
gefahren, einem winzigen Ort im Ku-Ring-Gai Chase Nationalpark. Dort hatte
Janet ein „Haus“ über das lange Wochenende gemietet (am Montag darauf war
Queen’s Birthday, den zwar nicht einmal die Engländer selbst feiern, hier
reicht es aber zu einem Public Holiday, also einem Feiertag J
), da David am Dienstag danach 50 geworden ist, und das dann sein
Geburtstagsgeschenk war. Dazu aber später mehr! Nachdem ich also das Haus für
mich alleine hatte, ist Alina abends vorbeigekommen und wir haben gemeinsam
gekocht, und uns danach einen Wein gegönnt und mit Jens geskypt, der gerade
sein Examen bestanden hat! Oh, und ein Nutella-Cookie-Rezept musste noch
ausprobiert werden, das wir spontan noch um Mini-M&M’s ergänzt haben. Das
Ergebnis war sehr lecker, und hat uns den Rest des Wochenendes begleitet! J
Alina hat dann hier übernachtet, und durfte sich dann am nächsten Morgen meinen
Trapez-Kurs angucken. Anschließend haben wir uns in der Opera Bar noch eine
leckere Iced Chocolate gegönnt. Am späten Nachmittag wurde ich dann von Janet
zuhause abgeholt, und kam dann auch in den Genuss, das Luxus-Haus
kennenzulernen. Nachdem ich mir das im Internet mal angeguckt hatte, und
gesehen hab, dass die Miete für ein langes Wochenende bei ca. 2300$, also ca.
1600€ kostet, war ich wirklich gespannt! Auf der Website sah es auch eher aus,
als wenn es sich um ein kleines Hotel mit mehreren Apartments handelt, aber es
war tatsächlich nur ein einziges Haus. Insgesamt gab es drei Schlafzimmer (für
insgesamt 6 Personen), zwei vollausgestattete Küchen (nicht wie übliche
Ferienhaus-Küchen), zwei Wohnzimmer, zwei Bäder, zwei riesige Barbecues auf
zwei Balkonen/Terrassen, einen Outdoor-Whirlpool, ein Teleskop, ein eigenes
(wenn auch kleines) Boot und insgesamt 5 Fernseher! Und eine Zentralheizung,
das bisher erste Haus, das ich in Australien kennengelernt habe, dass eine hat!
J
Abends haben wir dann noch Dinner gegessen und zusammen Scrabble gespielt,
natürlich auf Englisch, was echt lustig war! Die Wettervorhersage für Sonntag
klang leider nicht so gut, es sollte regnen. Umso mehr hab ich mich dann über
diesen Ausblick beim Aufwachen gefreut:
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| unser Boot! :-) |
Fragt mich nicht, wie man sich sowas einfach so für ein Wochenende mal leisten kann, aber ich hab mich einfach mal drüber gefreut! :-) Vom Balkon aus haben wir dann ein paar Meter weiter im Garten auch noch eine Diamantpython gesehen - meine erste wildlebende Schlange in Australien! Leider hab ich die Fotos davon aber nur auf dem Handy, und kann sie daher leider nicht hochladen...
Nach einem kurzen Frühstück ging haben wir dann zusammen das
Barbecue vorbereitet, zu dem mittags ca. 20 Leute kommen sollten. Abgesehen von
dem Lamm (das essen die Australier leider echt gerne – ist aber überhaupt nicht
mein Fall!) war es echt lecker! Anschließend durfte dann jeder der wollte mal
eine Runde mit dem Boot über den Cowan Creek, den Fluss, an dem das Haus liegt,
fahren. Ich hatte Glück und bin noch im Trockenen angekommen, kurz danach fing
es an zu regnen. :-) Anschließend gab es noch suuuper leckeren
Schokoladenkuchen, und dann hat mich Janet’s Schwester mit zurück nach Hause
genommen. Von dort aus bin ich dann mit dem Zug weiter in die Stadt gefahren,
um dort mit Alina noch den letzten Abend des Vivid Festivals zu genießen!
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| La Cucina - mit einer super Aussicht :-) |
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| Aussicht aus dem Treppenhaus - den gleichen Blick hatte ich übrigens aus der Dusche! |
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| Das komplette Haus vom Bootsanleger aus |