Montag, 30. Juni 2014

Lane Cove Nationalpark, Walking around Taronga Zoo und ein Luxus-Wochenende!

An meinem freien Dienstag habe ich mit Justine zusammen ein wenig den Lane Cove Nationalpark erkundet. Auch dieser wunderschöne Nationalpark befindet sich mitten in Sydney! Er ist ziemlich schmal, dafür recht lang und in der Mitte fließt der Lane Cove River, bis direkt zum Hafen. Eigentlich wohne ich sogar ziemlich nah dabei, aber auf der Seite, auf der es nur einen einzigen langen Wanderweg entlang des Flusses gibt, weshalb wir uns entschlossen haben, mit dem Zug auf die andere Seite, nach North Ryde, zu fahren, da man dort etwas mehr herumlaufen kann, außer immer nur geradeaus. :-)
Lane Cove River



Nachdem ich gestern festgestellt habe, dass die Macquarie University, eine von Sydney zahlreichen Unis, dienstags und donnerstags Turnen anbietet, habe ich beschlossen, mir das heute spontan mal anzugucken. Ein Probetraining ist umsonst, danach würde das jede Woche 20$ kosten, aber ausprobieren kann man’s ja mal! Ja, leider glich die Halle einer Tiefkühltruhe, und ich war nicht die einzige, die trotz Aufwärmen und ständigem Bewegen nach 10 Minuten kein Gefühl mehr in den Füßen hatte. Ansonsten gab es eine Tumblingbahn, die auszuprobieren war wirklich cool, aber ansonsten war das Ganze trotz Trainern eher planlos. Also werde ich da vermutlich nicht noch mal hingehen.

Als ich Mittwoch von der Schule zurückkam, und vom Pacific Highway (der Hauptstraße, die hier die einzelnen Stadtteile verbindet) wieder so einen tollen Blick auf die Stadt hatte, bin ich kurzerhand in die City gefahren, und von dort mit einer Fähre zum Taronga Zoo. In Sydney sagt man auch, die Zootiere hätten von ihrem Zuhause den besten Blick auf die Stadt und die Skyline, besser als alle Einwohner, und ich kann das nur bestätigen! Im Zoo direkt war ich in der kurzen Zeit (ich hatte nur 2 Stunden) natürlich nicht, aber auch hier gab es wieder einen schönen Coastal Walk, ebenfalls mit super Ausblicken.

die Oper von der Fähre aus
Fort Denison vor der Skyline
die Seilbahnstation, von der aus man zum Zoo hochfährt
hier lässt sich schon mal ein Arbeitstag verbringen :-)



Donnerstag hab ich dann kurzfristig auf den kleinen Bruder von einem von Dougs Freunden aufgepasst, der krank war und nicht zur Schule konnte. Der war ein mega Wii-Fan, und so haben wir drei Stunden am Stück Super Mario auf der Wii gespielt. Das hat mit der Gameboy-Version leider nicht mehr viel zu tun, so dass ich mal richtig abgeloost hab. Wir mussten immer zu zweit dasselbe Level bewältigen, wer am Ende die meisten Punkte hat, hatte gewonnen. Allerdings mussten wir beide auch das Ziel erreichen, sonst hatten wir beide verloren. Das führte dann dazu, dass ich im Laufe der Zeit immer weniger zu tun hatte, denn es gab die Möglichkeit, dem zweiten Spieler in einer Art Seifenblase hinterher zu fliegen, so dass man zwar keine Punkte sammeln, aber auch nicht sterben konnte. Daher lautete die Anweisung an mich dann bald nur noch „Go in your bubble! Stay in your bubble!“ J Oder auch „Wait, I’ll pick you up!“, denn sich gegenseitig auf den Schultern durch die Gegend tragen konnte man sich auch. ;-) War aber trotzdem ein lustiger Vormittag, und ein paar Dollar extra hab ich auch noch verdient!



Am Freitag Mittag ist meine Familie nach Cottage Point gefahren, einem winzigen Ort im Ku-Ring-Gai Chase Nationalpark. Dort hatte Janet ein „Haus“ über das lange Wochenende gemietet (am Montag darauf war Queen’s Birthday, den zwar nicht einmal die Engländer selbst feiern, hier reicht es aber zu einem Public Holiday, also einem Feiertag J ), da David am Dienstag danach 50 geworden ist, und das dann sein Geburtstagsgeschenk war. Dazu aber später mehr! Nachdem ich also das Haus für mich alleine hatte, ist Alina abends vorbeigekommen und wir haben gemeinsam gekocht, und uns danach einen Wein gegönnt und mit Jens geskypt, der gerade sein Examen bestanden hat! Oh, und ein Nutella-Cookie-Rezept musste noch ausprobiert werden, das wir spontan noch um Mini-M&M’s ergänzt haben. Das Ergebnis war sehr lecker, und hat uns den Rest des Wochenendes begleitet! J Alina hat dann hier übernachtet, und durfte sich dann am nächsten Morgen meinen Trapez-Kurs angucken. Anschließend haben wir uns in der Opera Bar noch eine leckere Iced Chocolate gegönnt. Am späten Nachmittag wurde ich dann von Janet zuhause abgeholt, und kam dann auch in den Genuss, das Luxus-Haus kennenzulernen. Nachdem ich mir das im Internet mal angeguckt hatte, und gesehen hab, dass die Miete für ein langes Wochenende bei ca. 2300$, also ca. 1600€ kostet, war ich wirklich gespannt! Auf der Website sah es auch eher aus, als wenn es sich um ein kleines Hotel mit mehreren Apartments handelt, aber es war tatsächlich nur ein einziges Haus. Insgesamt gab es drei Schlafzimmer (für insgesamt 6 Personen), zwei vollausgestattete Küchen (nicht wie übliche Ferienhaus-Küchen), zwei Wohnzimmer, zwei Bäder, zwei riesige Barbecues auf zwei Balkonen/Terrassen, einen Outdoor-Whirlpool, ein Teleskop, ein eigenes (wenn auch kleines) Boot und insgesamt 5 Fernseher! Und eine Zentralheizung, das bisher erste Haus, das ich in Australien kennengelernt habe, dass eine hat! J Abends haben wir dann noch Dinner gegessen und zusammen Scrabble gespielt, natürlich auf Englisch, was echt lustig war! Die Wettervorhersage für Sonntag klang leider nicht so gut, es sollte regnen. Umso mehr hab ich mich dann über diesen Ausblick beim Aufwachen gefreut: 


unser Boot! :-)
Fragt mich nicht, wie man sich sowas einfach so für ein Wochenende mal leisten kann, aber ich hab mich einfach mal drüber gefreut! :-) Vom Balkon aus haben wir dann ein paar Meter weiter im Garten auch noch eine Diamantpython gesehen - meine erste wildlebende Schlange in Australien! Leider hab ich die Fotos davon aber nur auf dem Handy, und kann sie daher leider nicht hochladen...
Nach einem kurzen Frühstück ging haben wir dann zusammen das Barbecue vorbereitet, zu dem mittags ca. 20 Leute kommen sollten. Abgesehen von dem Lamm (das essen die Australier leider echt gerne – ist aber überhaupt nicht mein Fall!) war es echt lecker! Anschließend durfte dann jeder der wollte mal eine Runde mit dem Boot über den Cowan Creek, den Fluss, an dem das Haus liegt, fahren. Ich hatte Glück und bin noch im Trockenen angekommen, kurz danach fing es an zu regnen. :-) Anschließend gab es noch suuuper leckeren Schokoladenkuchen, und dann hat mich Janet’s Schwester mit zurück nach Hause genommen. Von dort aus bin ich dann mit dem Zug weiter in die Stadt gefahren, um dort mit Alina noch den letzten Abend des Vivid Festivals zu genießen!
La Cucina - mit einer super Aussicht :-)


Aussicht aus dem Treppenhaus - den gleichen Blick hatte ich übrigens aus der Dusche!

Das komplette Haus vom Bootsanleger aus


Donnerstag, 26. Juni 2014

Manly again and again... and Campbelltown!

Hm, also so richtig außergewöhnliche Dinge sind in der letzten Woche nicht passiert... Am Dienstag bin ich mit der Fähre nach Manly gefahren (muss ja ausgenutzt werden solange das noch alles umsonst ist :-) ) und hatte eigentlich vor, mich dort zum Lesen an den Strand zu legen. Normalerweise ist das ja immer noch kein Problem, aber heute war der Wind so stark, dass das nicht mehr wirklich schön war. Also bin ich stattdessen ein wenig durch die kleine Fußgängerzone dort gebummelt. Am Abend hab ich dann Alina in Campbelltown besucht, dort haben wir uns die obligatorische Dienstags-5$-Pizza geholt und wollten dann eigentlich ins Kino. Grundsätzlich darf man in Australien ins Kino immer seine eigenen Getränke, Essen, Süßigkeiten mitnehmen, so auch in Campbelltown. Und besonders dort kann man irgendwie alles mitnehmen, was einem so einfällt. Ja, außer Pizza! Nachdem wir die aber schon hatten, haben wir sie schließlich im gemütlichen Foyer gegessen, um dananch zu, Macarthur Square (ein Stadtteil weiter) zu fahren, und bei einem Frozen Yogurt unser langes Wochenende zu planen (am 9. Juni ist Queen's Birthday, ein Public Holiday, den es nicht mal bei den Engländern selbst gibt, aber wir haben hier frei ;-) ), dort wollen wir nochmal 1-2 Tage wegfahren, und wenn's klappt auch endlich mal Couchsurfing ausprobieren. Nachdem wir festgestellt haben, dass alles an der Central Coast (also nördlich von Sydney) irgendwie schwer zu erreichen ist, wird es nun wahrscheinlich nochmal in die Blue Mountains gehen. Hoffentlich ohne, dass wie dort erfrieren, denn so richtig für Kälte sind wir ja eigentlich nicht ausgerüstet. :-)

Freitag Mittag bin ich dann mit dem Zug in Richtung Stadt gefahren, und in Wollstonecraft (ca. auf der halben Strecke zwischen hier und der City) ausgestiegen, um mir dort mal den Smoothey Park und Berry Island Reserve anzugucken, was ich beides auf Google Maps entdeckt hatte. Beides war auch wirklich total schön, vor allem, wenn man (wieder einmal) bedenkt, dass das alles nur ein paar Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegt. Sobald man dort ein paar Meter gelaufen ist, hat man das Gefühl, weit ab von jeglichen Wohngebieten zu sein!
Smoothey Park
und noch einmal Smoothey Park

Im Anschluss ging's dann noch einmal in Richtung Campbelltown, um dort mit Alina ein Treffen junger Leute von der Kirche zu besuchen. Alina ist mit einer Organisation namens "Christian Au Pairs" hier, und hatte daher von Anfang an gleich relativ viel Kontakt zu der Kirche. Der Abend war wirklich lustig, und es war überhaupt nicht so, wie man sich Kirchenveranstaltungen vorstellt! Disco-Beleuchtung im Garten und Hip Hop, und ganz viele total verschiedene Leute, die eigentlich nur eine Gemeinsamkeit hatten, nämlich, dass man sie niemals mit der Kirche in Verbindung bringen würde! :-) Danach hatte ich dann noch 1,5 Stunden Heimweg mit zwei verschiedenen Zügen vor mir, von denen der erste ganz angenehm war, während im zweiten die Klimaanlage auf Hochtouren lief. Im Winter! Und Nachts! Aber wie auch immer, ich bin zwar halberfroren, aber trotzdem angekommen, gefolgt von einer kurzen Nacht, da ich am nächsten morgen ja wieder Flying Trapeze hatte! :-) Danach war ich mit Alina, sowie Lena und Lisa (zwei "ehemalige" Au Pairs, die nach der Zeit mit der jeweiligen Familie jetzt schon die Ostküste erkundet haben, und nun nochmal zurück in Sydney sind) im Outlet über dem Paddy's Market. Wirklich erfolgreich war das Ganze zwar nicht, aber trotzdem ganz schön. Abends war bei mir wieder babysitten angesagt, was wieder uuunglaublich anstrengend war - kurz nachdem ich zuhause war, kam der Pizzalieferant, ein Film war auch schon ausgeliehen, so dass mein einziger Job daraus bestand, um 21 Uhr dafür zu sorgen, dass Zähne geputzt wurden, und alle ins Bett marschiert sind!

Auf Groupon hatten Alina und ich vor Kurzem einen Voucher für einen 2-stündigen Surfkurs in Manly entdeckt, für 35$ statt für 70, und gleich mal zugeschlagen. An diesem Sonntag sollte es also soweit sein. Uns war zwar schon kalt, als wir dorthin unterwegs waren, aber wir ließen uns von der Aussicht auf Neoprenanzüge beruhigen und begaben uns auf die Fähre. Die Fahrt dorthin war schon recht abenteuerlich, und für einige Mitfahrer wahrscheinlich auch nicht mehr lustig. Solchen Wellengang hatten wir bisher hier noch nicht erlebt! Aber wir fanden's cool! Weniger schön war dann, dass wir nach unserer Ankunft erfahren haben, dass der Strand aufgrund der Wetterbedingungen leider gesperrt war, und wir daher wannanders nochmal wiederkommen dürften. Ein wenig gewundert hat uns das schon, da so einige Handvoll Surfer dort unterwegs waren, aber machen konnten wir ja nichts. Abends hab ich dann von meiner Familie erfahren, dass ein gesperrter Strand bedeutet, dass keine Life Saver vor Ort sind, und wenn man trotzdem ins Wasser geht, dies auf eigene Gefahr tut. Das kann jeder natürlich für sich selbst entscheiden, aber eine Surfschule bekommt Probleme, wenn sie unter diesen Voraussetzungen Leute auf die Boards schickt, vor allem, wenn dann noch etwas passiert. Also sind wir noch über den an diesem Wochenende in Manly stattfindenden Food and Wine Market gelaufen, und haben den Tag dann mit einem gemütlichen Kaffee ausklingen lassen. Auch die Rückfahrt mit der Fähre war spektakulär, Geschaukel in alle Richtungen, was bei der Größe der Fähre eigentlich kaum vorstellbar war, vor allem da wir uns ja nicht auf dem offenen Meer, sondern innerhalb des Hafens befanden. Naja, den nächsten Surf-Versuch werden wir dann in zwei Wochen unternehmen, bei hoffentlich besserem Wetter! :-)

Donnerstag, 19. Juni 2014

Coogee to Maroubra und Vivid Sydney

Nachdem ich jetzt die tolle Fahrkarte von Lisa bekommen hab, hab ich die am Dienstag erst einmal dazu genutzt, mit Bahn und Bus nach Coogee zu fahren, um dort den Walk zum Maroubra Beach zu machen. Das war jetzt nicht wahnsinning weit, so 4 km vielleicht, aber sehr schön. Zum Schluss hab ich dann am Strand noch gelesen und eine halbe Stunde geschlafen. Wohlgemerkt, hier ist mittlerweile Winter! :-)
Am Donnerstag hat mich dann Janet angesprochen, ob ich nicht Freitag morgen in Gordon mal auf einem Sportplatz vorbeischauen möchte, dort fände eine Fitnessstunde für Mütter statt (Kinder können mitgebracht werden), und da würde ein französischen Au Pair als Babysitter arbeiten. Am Ende hat sich herausgestellt, dass es sich dabei tatsächlich um Justine gehandelt hat, das einzige französische Au Pair, dass ich hier bisher schon kannte. :-) Normalerweise arbeiten da wohl zwei Mädels als Babysitter, die andere war aber heute nicht da, so dass ich einspringen durfte. Im Anschluss waren wir dann noch einen Kaffee trinken, mittlerweile sind wir im "Pottery Green Bakery" fast jede Woche. Für mich gab es diesmal einen waaaahsinning leckeren Chocolate Milkshake, der noch dazu riesig war. Satt war ich danach auch erstmal. :-) Abends war dann noch Babysitting angesagt, aber das war wie immer nicht besonders anstrengend. Außerdem waren die Eltern eh schon um 21 Uhr zurück, also musste ich nicht mal mehr fürs Ins-Bett-Gehen sorgen. ;-)

Samstag begann wieder mit Flying Trapeze (was mach ich bloß ohne in Deutschland???), und danach war in mit Alina in Paddys Market. Unsere Suche nach einem Fake-Deutschlandtrikot für die WM war aber leider erfolglos... Entweder gab's die nur teuer und mit hässlichen Hosen inklusive, oder in riesigen Größen... Aber egal. :-) Abends sind wir dann zum Circular Quay gelaufen, denn heute startete das Vivid Sydney Festival! Dabei sind ab heute etwas mehr als zwei Wochen das Opernhaus, die Harbour Bridge, sowie diverse andere große Gebäude beleuchtet, mit einer echt aufwändigen Lasershow, und teilweise auch mit Musik. Auch die Fähren etc. sind alle bunt beleuchtet. Wir hatten vorher schon häufiger mal Postkarten mit dem bunten Opernhaus gesehen, und waren total happy als wir herausgefunden haben, dass das tatsächlich nochmal stattfindet, solange wir hier sind. Wenn wir schon kein Silvester- oder Australia Day-Feuerwerk mitbekommen haben... Und wir wurden nicht enttäuscht! Da wir etwas zu früh dran waren, haben wir einen Platz in der ersten Reihe gefunden, direkt gegenüber vom Opernhaus. Die Show dort dauert 10 Minuten und geht dann wieder von vorne los. Es lohnt sich aber auch, sich das Ganze häufiger als einmal anzugucken! Als wir dort dann trotzdem genug gesehen hatten, sind wir dem "Light Walk" gefolgt, bis zum Darling Harbour. Auch dort gab es eine stündliche Lichtshow, aber noch mit ganz vielen verschiedenen Wasserfontänen. Und einmal am Abend sogar mit... natürlich Feuerwerk! Das war zwar etwas unspektakulärer als sonst, das wurde aber durch den Rest auf jeden Fall wieder wettgemacht! Unter anderem wurde dort eine Art Leinwand (aus drei verschiedenen Richtungen) aus Wasser über das Hafenbecken gesprüht, und darauf Filmausschnitte oder Ausschnitte aus Musicals projiziert, die gerade in Sydney stattfinden. Wir kamen so in den Genuss von ein bisschen König der Löwen und Strictly Ballroom. :-) Diese Show wechselt sogar jedes Mal, so dass pro Abend jede nur einmal stattfindet. Das haben wir dann auch genutzt, und drei (oder waren es sogar vier?) hintereinander angeguckt, bis wir uns dann halb erfroren auf den Heimweg gemacht haben. Während der zwei Wochen Vivid kann man auch besonderere Hafenrundfahrten buchen, bei denen man das alles mal vom Wasser aus sehen kann. Das hatten wir am Anfang auch vor, sind dann aber auf die tolle Idee gekommen, dass wir ja am Sonntag, wenn wir eh alle Verkehrsmittel für nur 2,50 $ nutzen können, auch einfach mit der Fähre hin- und herfahren könnten. Das haben wir dann also auch gemacht, und verdammt Glück gehabt, um halb 6 angekommen, und um 17:50 eine Fähre erwischt. Später am Abend, und auch an den folgenden Wochendenden wäre das nur noch mit ewigem Warten möglich gewesen. Glück muss man haben!
Das ist villeicht etwas schlecht erkennbar, aber hier sieht man die jeweiligen Säle in der Oper, mit langsam ansteigendem Wasser, später schwimmen dann auch noch Fische durchs Bild :-)

Davor am Sonntag bin ich noch mit der Fähre nach Watsons Bay gefahren, und dort ein wenig durch die Gegend gelaufen. So schön, und auch von dort hat man zum Teil sogar einen Blick auf die Skyline!

 

Freitag, 13. Juni 2014

"Geschenke", Observatory Park und Sydney via ferry

Ja, nach der Maus Ostern gab es wieder einmal Geschenke für mich! Letzte Woche kam ich morgens in den Waschraum, und hab dort überall verteiltes Fell, sowie eine riesige tote Ratte gefunden, die eine der Katzen unbemerkt hereingebracht hatte.Vorgewarnt wurde ich leider nicht, dabei dachte ich eigentlich, die Eltern hätten das Vieh dort morgens finden müssen, als sie die Katzen und den Hund gefüttert hatten... Hatten sie auch, wie sich im Nachhinein herausgestellt hat. Aber in dem morgendlichen Stress vergessen, mir zu erzählen. Als ich nachgefragt hab, ob sie denn die tote Ratte auch gesehen hätten, hat der Vater mir dann erklärt, dass es sich dabei allerdings um ein Opossum gehandelt hat. Nochmal etwas größer als eine Ratte... Nun dachte ich, ich hätte es überstanden, aber das war nicht so. Diesen Montag, als ich gerade fast alles gesaugt hatte, und nur gerade noch mein Zimmer erledigt hab, konnte ich aus der Küche laute Geräusche hören. Aber da die Katzen öfter mal kämpfen, hab ich mir nicht viel dabei gedacht. Bis ich wieder in den Waschraum kam, um den Staubsauger wegzubringen, was dann allerdings hinfällig war, da der komplette Fußboden voller Federn lag. Rechts und links die Katzen, und in der Mitte ein kleiner (also für australische Verhältnisse klein, für deutsche Verhältnisse großer) toter Papagei im Raum. Ich bin dann also wieder mit einer Plastiktüte und meiner Schaufel angerückt (seit dem Opossum verzichte ich darauf, die Tüte einfach über die Viecher zu stülpen und sie dabei anfassen zu müssen), aber die Katzen hielten davon leider nicht viel. Also hat sich eine den Vogel geschnappt, und nochmal quer durch Küche und Wohnzimmer getragen (wohlgemerkt, auch schon alles soeben geputzt...), immer mal wieder irgendwo abgelegt, aber immer wieder mitgenommen, wenn ich auch nur in die Nähe kam. Das Problem hab ich dann irgendwann gelöst, in dem ich die Katzen nach draußen ausgesperrt hab, um dann in Ruhe mit der sandigen Schaufeln noch für ein bisschen mehr Dreck zu sorgen - sonst könnte mir ja im Anschluss noch langweilig werden! Für die Zukunft hoffe ich jetzt allerdings, dass mir weitere Geschenke (Kakadus würden zum Beispiel noch so einige im Garten zur Auswahl stehen) erspart bleiben!

An meinem freien Dienstag war ich dann im Observatory Park, auch auf der südlichen Seiteder Harbour Bridge, mit einem tollen Blick über den Hafen, vor allem beim Sonnenuntergang! Dort gibt es auch ein Planetarium, in welchem Mann durch ein Teleskop den Sternennhimmel über Sydney anschauen kann. Nachdem es ja aber noch früh war, hab ich nur den Park genossen! Anschließend war ich noch zum obligatorischen Dienstags-Dinner mit Lisa verabredet, diesmal im Darling Harbour. 




Freitag konnte ich spontan nochmal beim Rest des Umzuges von letzter Woche helfen und so in einem halben Tag nochmal wieder ein paar Dollar extra verdienen. Das neue City-Haus der Familie (sie haben jetzt gleichzeitig noch ein zweites auf dem Land), konnte ich dann auch gleich noch angucken. Es sollte eigentlich fertig renoviert sein (am nächsten sollten die Möbel kommen), aber danach sah es nicht wirklich aus... Der Teppich war noch nicht da, auch fertig gestrichen war auch noch nicht alles. Ansonsten war es an sich ganz schön, aber winzig, und wie so oft in den Stadtteilen dicht am Zentrum, ein langer Schlauch. Unten nur Küche und Wohnzimmer, oben zwei kleine Schlafzimmer und ein Bad. In Deutschland wäre das eher eine mittlere Dreizimmerwohnung gewesen, hier ist's gleich ein ganzes Haus. :-)

Am Samstag nach meinem Trapezkurs hab ich mich dann mit Lisa und einer anderen Alina (die übliche Alina ist gerade eine Woche in Neuseeland) in den Botanical Gardens getroffen, wo wir einen super schönen und warmen Spätsommernachmittag verbracht haben. Am frühen Nachmittag hatten wir dann tatsächlich nochmal knapp 30 Grad. Leider hält das nur um diese Jahreszeit immer nicht mehr lange an, spätestens wenn die Sonne weg ist, wird es schnell ganz schön kalt. Am Abend ging's dann mit der Familie ins Kino, die Jungs hatten Godzilla ausgesucht. Ich war mir wieder nicht so ganz sicher, ob das das richtige für einen 9-jährigen ist, aber Janet war begeister hinterher "It was very child-friendly, noone killed on purpose!" Na wenn das so ist! :-)

Sonntag bin ich dann mit Lisa mit der Fähre erst nach Watsons Bay gefahren (nachdem wir die Fähre, die wir eigentlich nehmen wollten, knapp verpasst hatten, aber bei so schönem Wetter kann man sich gern mal Sydney vom Wasser aus angucken, vor allem, wenn man eh nicht mehr als 2,50$ für den ganzen Tag zahlt :-)), und danach nach Cockatoo Island. Das ist eine Insel mitten im Hafen, auf der einige alte Industriegebäude stehen, und momentan findet dort ein Teil der Biennale (Kunstausstellung) statt, die wir uns allerdings nicht angeguckt haben. Außerdem gibt es dort einen Campingplatz, also eher gesagt, dauerhaft aufgebaute Zelte, in denen man übernachten kann. Mit einer großen Gruppe ist das bestimmt ganz lustig, aber ansonsten kann man dort nicht wirklich viel machen. Im Anschluss bin ich dann noch mit zu Lisa nach Hause gefahren, dort hat sie mir dann netterweise ihre Dauerfahrkarte für Zug, Bus, Fähre und Lightrail gegeben, da für sie morgen das Reisen beginnt, und sie sie daher die letzten drei Wochen eh nicht mehr nutzen kann. Die Zeit werde ich dann also nutzen, um möglichst viel durch die Gegend zu fahren! :-)