Dienstag, 29. Juli 2014

Family Holiday, Whale Watching und Royal Nationalpark

Die zweite enspannte Ferienwoche! Arbeiten musste ich nur Montag und Mittwoch, da wir (Janet, die Jungs und ich) von Donnerstag auf Freitag in die Blue Mountains gefahren sind. Aber die anderen beiden Arbeitstage waren auch sehr relaxed. Am Montag hat David von zuhause gearbeitet, war aber scheinbar froh über jede Pause und Ablenkung, daher musste ich mich zum Beispiel nicht mal um Lunch kümmern. Zwischendurch hat er die Jungs dann nochmal Eis kaufen geschickt...so lässt sich das echt aushalten! :-D

Am Dienstag hab ich ein letztes Mal Alina in Campbelltown besucht, wo wir abends im Kino waren. Ich bin allerdings schon nachmittags hingefahren, da die Zugfahrt dann günstiger ist. Zur Peak-Hour, also im Berufsverkehr zwischen 6.30-9 Uhr und 16-18.30 Uhr muss man nämlich einen schönen Aufschlag bezahlen. Versehentlich hab ich die Fahrt dann allerdings gar nicht bezahlt... An dem Bahnhof bei uns in Lindfield gibt es solche Säulen, an welchen man die Opal-Card scannen muss bevor man einsteigt. Man kann es aber auch lassen... Das war zwar nicht mein Plan, aber ich hab's echt vergessen und bin erstmal schön schwarz gefahren. Unterwegs kam ich dann irgendwann auf den Gedanken, ob ich das vielleicht verdaddelt haben könnte, und war mir wirklich nicht mehr sicher... Zum Glück gab es in Macarthur (kurz hinter Campbelltown, wo das Einkaufszentrum ist) auch nur Säulen zum Scannen, an vielen Bahnhöfen sind die nämlich mit Gates verbunden durch die man gehen muss. Wäre das dort auch so gewesen, hätte ich ein Problem gehabt. Aber so hab ich einfach nur ein paar Dollar gespart! Daraufhin hab ich mir dann endlich neue Laufschuhe gekauft. :-) Geguckt hab ich ja länger schon mal, aber bisher keine gefunden. Hier gab es aber richtig coole, die außerdem gerade auf 110$ reduziert waren, von normalerweise 200$. Jihaaa! Wurde auch langsam Zeit, meine alten lösen sich so langsam auf...

Donnerstag ging es dann in die Blue Mountains, nach Blackheath. Und da war es verdammt kalt. In weiser Voraussicht hatte ich mir von Alina schon eine Winterjacke ausgeliehen, und die konnte ich auch gut gebrauchen. Wir hatten dort so zwischen 2°C - 4°C und es war super windig. Ansonsten war wir dort ein Stück wandern, eigentlich wollten wir von Govett's Leap Lookout zum Pulpit Rock laufen, mussten das Ganze dann unterwegs aufgrund von Sturmböen irgendwann abbrechen. Echt schade eigentlich, denn sogar die Jungs hatten mal Spaß und haben nicht rumgenervt, dass sie jetzt viel lieber PS4 spielen wollen. Der Weg dort war übrigens einer mit mittlerer Schwierigkeit, worunter man sich ja eigentlich vorstellt, dass es vielleicht mal etwas steiler bergauf geht, aber nicht, dass man den Weg kaum erkennt. Oder das man die Kids teilweise hochziehen muss, weil da so große Felsbrocken liegen, dass sie dort alleine gar nicht drüberklettern können. Aber ich fand's gut, so war's nicht langweilig!
In unserem Hotel wurd übrigens, wie in vielen Orten in den Blue Mountains, gerade „Christmas in July“ gefeiert. Und zwar mit allem, was dazugehört… Aber von den Temperaturen hat es ja schon an Weihnachten erinnert. Wobei es in Deutschland die letzten zwei Jahre über Weihnachten ja sogar deutlich wärmer war!  :-)
Christmas in July :-)
Anders als Janet zunächst vermutet hat, hat der Lookout seinen Namen nicht daher, dass ein Mr. Govett hier von der Kante gesprungen ist :-) 



Freitag ging es dann weiter nach Katoomba, für mich zum dritten Mal. Auf der Suche nach einem Parkplatz hat sich dann wieder mal eine komische Eigenart der Australier gezeigt, zwar für alles Mögliche einen Haufen Geld auszugeben, aber an ganz merkwürdigen Ecken zu sparen. Das Parken in der Nähe der Three Sisters sollte jedenfall 3,80$ pro Stunde kosten, was jetzt wirklich nicht ganz günstig ist, aber mit Parkgebühren bei anderen Sehenswürdigkeiten noch vergleichsweise wenig ist. Janet hat dann jedenfalls beschlossen, wir sollten doch schon mal vor zum Lookout gehen, sie sucht „noch schnell“ ein free parking und kommt dann dorthin. Naja, das hat sich dann ca. eine halbe Stunde hingezogen, so dass wir bis dahin schon ziemlich durchgefroren waren. Das hat dann besonders Ross auf die Laune geschlagen, der wirklich nuuur noch genervt und gemeckert hat, und dann einfach oben geblieben ist, als wir den Giant Stairway (mit den knapp 1000 Stufen, für mich bereits das dritte Mal) runtergelaufen sind. Unterwegs hat Janet dann aber doch beschlossen, dass sie umdreht und ihn zum Bahnhof fährt, damit er den Zug nach Hause nehmen kann. Mit der typisch australischen Spontaneität hat sich das aber kurzfristig noch mal geändert, so dass sich mich angerufen hat, um vorzuschlagen, dass Dougs und ich doch den Weg bis zum Ende laufen, und dann mit der Seilbahn wieder hochfahren sollten (um uns den Rückweg die Treppe wieder hoch zu ersparen). Sie wartet dort dann mit Ross auf uns. War auch ganz lustig, wir beide haben den Weg dann jedenfalls in Rekordzeit hinter uns gebracht, und auch Dougs hatte echt Spaß, was bei einem 9-Jährigen bei Wanderungen ja nicht unbedingt zu erwarten ist. ;-) Nachmittags waren wir schon früh zurück, so dass ich abends sogar noch eine Trapeze Class machen konnte.

Samstag war dann Whale Watching mit Alina und Justine angesagt! Eine andere Freundin hatte das neulich schon gemacht, und einige Wale von ganz nah dran gesehen, die sogar aus dem Wasser gesprungen sind. Ganz so war es bei uns leider nicht, aber wir haben trotzdem welche gesehen, meist allerdings nur den Rücken oder beim Wiederabtauchen die Schwanzflosse. Für Fotos war das allerdings eher ungeeignet! :-) Das Boot war aber echt cool, wir konnten (zumindest während der 45 Minuten, die wir aus dem Hafen rausgefahren sind) vorne auf dem Deck in der Sonne liegen. Natürlich auch ganz australische ohne großartige Sicherheitsvorrichtungen, dass niemand ins Wasser fallen kann. Das hätte es in Deutschland auch nie gegeben, aber hier ist das ja oft so, sehr cool! :-) Zurück in Sydney waren wir dann noch einmal auf dem Rocks Market, in Surry Hills (einen etwas alternativen Stadtteil mit vielen kleinen Cafes, etc.) und abends beim Feuerwerk. Das war dann auch schon mein letztes gemeinsames Wochenende mit Alina, die das Wochenende drauf schon anfängt, den Rest von Australien zu erkunden.

Sonntag war wieder Wandertag, diesmal mit Eveline im Royal Nationalpark, ca. 50 km südlich von Sydney. Die erste Hälfte unserer 11km langen Strecke war total schön, auch wenn die versprochenen Wasserfäller mehr ein kleines Rinnsal waren. Der zweite Teil war jedoch einfach ein breiter ebener Weg, den man genauso gut mit dem Auto hätte entlangfahren können. Am Bahnhof wieder angekommen, haben wir dann unser erstes australisches Buschfeuer gesehen. Warum im Winter, könnte man sich jetzt vielleicht fragen, aber es war ein geplantes, absichtliches Buschfeuer, welches direkt wieder kontrolliert gelöscht wird. Das wird hier häufig gemacht, um Brandschneisen zu schaffen, damit sich ein unkontrolliertes Buschfeuer im Sommer nicht zu weit ausbreiten kann. Es ist auch erstaunlich zu sehen, wie schnell sich die Bäume etc. von so einem Feuer erholen. Letztes Jahr im November waren ja rund um Sydney so große Feuer, dass zu Teil die ganze Stadt verraucht war. Man sieht jetzt zwar an diversen Bäumen unten am Stamm noch, dass die Rinde schwarz ist, aber abgesehen davon regeneriert sich die Natur sehr schnell.
warum auch immer das jetzt schon wieder seitenverkehrt ist... ;-)
 Die Karlo-Pools, im Sommer zwischendurch auch super zur Abkühlung geeignet!
Sogar die Skyline war unterwegs zu sehen
Australian Bushfire

Sonntag, 27. Juli 2014

Winterferien und Trapeze Show

So, am 30. Juni haben hier die zweiwöchigen Winterferien begonnen. Zumindest an den staatlichen Schulen, die privaten können das handhaben wie sie wollen. Ross, der auf einer privaten Highschool ist, hat zum Beispiel jetzt drei Wochen frei, und im Sommer statt der üblichen 8 Wochen sogar 12. Dafür geht der Unterricht jeden Tag etwas länger, wobei das niemals so viele Wochen extra Ferien ausmachen kann, denke ich, aber egal... Diese Schule, Knox Grammar, hat übrigens auch eine unglaubliche Sportausstattung: drei normale Sporthallen, eine Basketballhalle, mehrere Tennisplätze, einen Fußballplatz und Leichtathletikanlage, einen riesigen Fitnessraum, ein eigenes Schwimmbad und sogar eine Fechtbahn. Aber irgendwo muss das Geld ja bleiben, dass die Eltern dafür zahlen, 23.000$ im Jahr, also ca. 16.000€ pro Kind... Das ist übrigens auf die ehemalige Highschool von Hugh Jackman. Und Janet war (auf  der Girls Highschool) mit dessen Schwester in einer Klasse. :-) Was Schulen angeht, sind die Australier jedenfalls ziemlich krass drauf... Bei meiner Familie sind/waren beide Jungs zumindest auf einer staatlichen Grundschule, und gehen dann erst auf eine private Highschool, aber das ist schon fast eine Ausnahme, wer sich das irgendwie leisten kann, schickt seine Kinder von Anfang an auf eine private Schule. Wobei ich nicht finde, dass die öffentlichen Schulen hier schlecht sind, im Gegenteil, was die hier so alles machen, gibt es in Deutschland nicht... Hier in der Grundschule werden übrigens alle Kinder in "Häuser" verteilt, fast wie bei Harry Potter. :-) Wenn dann z.B. ein Sportfest ist, oder irgendwelche anderen Besonderheiten, können die Schüler dort Punkte sammeln, und am Ende eines Terms wird dann das Siegerhaus ermittelt, welches eine Klassenparty gewinnt. Die Häuser sind alle nach australischen Tieren benannt, da gibt es dann die Koalas, Kängurus, Echidnas (Schnabeltiere) und Opossums. Geschwister sind immer im selben Haus, damit es zuhause keinen Zoff gibt. :-) Außerdem gibt es am Ende jeder Woche eine Assembly, also eine Versammlung der ganzen Schule (Eltern dürfen auch kommen, wenn sie möchten), wo über alle wichtigen Dinge berichtet wird, die in der letzten Woche passiert sind, bzw. die demnächst anstehen. Eine Klasse führt dann immer noch irgendwas auf, eine Art kleines Theaterstück z.B. Und dann kommen noch die nicht endenden Ehrungen der Schüler für alles mögliche, was sie so geleistet haben. Find ich prinzipiell ganz gut, aber das Ausmaß ist schon ein wenig übertrieben. So sammelt man also erstmal in der Klasse 10 sogenannte Class Awards, z.B. für eine besonders schöne Hausaufgabe, ein tolles Vorlesen, oder ein besonderes soziales Engagement. Wenn man diese zehn zusammen hat, bekommt man auf der Assembly einen White Award. Für 5 davon dann einen Green Award, und wenn man davon dann drei hat (entschuldigt wenn die Zahlen nicht zu 100% stimmen, irgendwann wurden die Erklärungen dann ein bisschen unübersichtlich :-D) gibt es einen School Award, so einen Wimpel mit dem Schullogo drauf. Eröffnet wird die Assembly übrigens mit dem Singen der australischen Nationalhymne, und dann der Schoolsong, hier hat echt jeden Schule einen eigenen! Für alle, die die Texte trotz wöchentlicher Wiederholung noch nicht können, stehen sie nochmal groß über der Bühne. Leider kann ich grad mal wieder keine Fotos hochladen, ich hoffe, das klappt dann später noch... So viel mal zu den australischen Schulen. :-)
 
Die Ferien an sich waren für mich total entspannt, die Jungs hatten ständig Freunde da, oder waren bei ihren Freunden zuhause, so dass meine Hauptaufgabe eigentlich nur war, dafür zu sorgen, dass sie zwischendurch mal was essen. Am Mittwoch waren wir dann im Kino, ich mit 4 Jungs, und durfte dann sogar eine Familienticket für den Zug kaufen, nachdem der Bahnmensch mich zum "head of the family" ernannt hat. :-) Wir haben Transformers geguckt, eigentlich nicht schlecht, aber eeewig lang mit den fast 3 Stunden. Aber für mich ja trotzdem perfekt, viel leichter lässt es sich kein Geld verdienen! :-)
Donnerstag war Janet dann recht früh zuhause, so dass wir dann noch nach Vaucluse gefahren sind, und die Jungs durch die frische Luft gescheucht haben. Nebenbei gab es auch wieder einen suuuper schönen Sonnenunterngang. Im Anschluss dann Dinner am Bondi Beach und ein Eis von Messina, der besten Eisdiele in Sydney. Sehr cool, so lässt es sich aushalten! 

Freitag hab ich mich mittags mit Eveline zum Lunch in Newtown getroffen, so ziemlich DEM Studentenviertel in Sydney. Anschließend sind wir dort noch ein bisschen durch die Läden geschlendert, und abends zum Darling Harbour gelaufen, um endlich mal den abendlichen Schneefall (allerdings nur unter der Woche) zu erleben. Ja, das war allerdings eher ein Reinfall, es dauerte ungefähr zwei Minuten, und war noch nicht mal "echter Kunstschnee" sondern fein versprühter Schaum. :-D Aber immerhin lag es eh auf unserem Rückweg, so dass wir wenigstens keinen großen Aufwand umsonst hatten. 
Am Samstag waren wir bei einer von Janets Schwestern zum Lunch eingeladen. War ein netter Mittag/Nachmittag, und ich hab nochmal eine neue Ecke von Sydney kennengelernt! Abends bin ich dann nochmal mit dem Zug in die Stadt gefahren, um im Dunkeln über die Harbour Bridge zu laufen und Fotos zu machen. 
Sonntag war dann die Trapeze Show, zum Thema 80's. :-) Meine Familie ist sogar auch da gewesen zum zuschauen, hab mich voll gefreut! Janet hat auch ein paar Fotos gemacht, aber die sind leider noch nicht auf meinem PC angekommen, die gibt es dann später! War auf jeden Fall ein richtig cooler Abschluss des Kurses, und ich bin echt traurig, dass es schon vorbei ist. Meine Frage, wann sie denn eine Trapezschule in Deutschland aufmachen (ist schließlich eine echte Marktlücke, nachdem die nächste erst in Frankreich ist), wurde beantwortet mit "sobald du eine passende Örtlichkeit gefunden hast"! :-D Also falls jemand eine leerstehende große Fabrikhalle mit 12-15m Höhe kennt, bitte bei mir melden! Hihi, naja, das wird wohl nichts, aber so hab ich einen Grund mehr, hier auf jeden Fall nochmal wieder herzukommen!
 

Mittwoch, 23. Juli 2014

Nachtrag - Fotos aus Kiama und vom Sonnenuntergang

Tatsächlich mal ein großes deutliches Warnschild - aber Zäune oder Absperrungen gibt es in Australien nirgends! :-)
Die Perspektive hatten wir hier zwar öfter schon mal, aber dieses Bild musste einfach nochmal sein! ;-)
der seeehr echt wirkende Eisberg im Darling Harbour :-D


Mittwoch, 16. Juli 2014

Bondi, Bondi, Bondi und Sydney von oben

Ja, irgendwie hat es sich zufällig so ergeben, dass ich in der letzten Woche an fast alles freien Tagen in Bondi war. Zuerst am Dienstag mit Lena, die schon ein ganzes Jahr in Sydney ist, und am Mittwoch zurückfliegen sollte. Trotz dieser langen Zeit war sie aber noch nie bei der Schaukel in Dover Heights, von wo aus man die coolen Fotos mit der Skyline im Hintergrund machen konnte. Also sind wir dort zusammen hingefahren, und ich konnte mich als Fotograf betätigen, selbst hatte ich hier ja schon vor längerer Zeit Fotos gemacht. Dabei hatte ich auf dem Weg dorthin noch Glück, dass ich im Bus nicht kontrolliert wurde, denn wie ich späterr festgestellt hab, hatte der Automat beim Einsteigen nichts auf mein Ticket gedruckt, da scheinbar die Farbe leer war. Allerdings hat der nächste Bus dann trotzdem erkannt, dass ich's schon mal benutzt hatte, und hat dann Fahrt Nr. 2 draufgeschrieben. Aber immerhin ist mir ein Theater wegen angeblichem Schwarzfahren erspart geblieben, das hätte nämlich erstmal schön 200$ gekostet. Da sind wir mit den 40€ in Deutschland noch gut dran! Aber was Bußgelder angeht, sind die Australier auch irgendwie ein bisschen komisch drauf. So kosten Schwarzfahren, bei Rot über die Ampel gehen, in der Öffentlichkeit Alkohol trinken und Essen und Trinken im Bus jeweils 200$, aber das Betätigen der Notbremse im Zug nur 20$ ?!?! Das soll jemand verstehen... ;-) Naja, wir sind dann nach der Fotosession jedenfalls ca. eine halbe Stunde zum Bondi Beach gelaufen, wo wir aber aufgrund stürmischen Windes nichts lange waren. Auf dem Weg dorthin haben wir noch ein Flugzeug beobachtet, das verschiedene Worte in die Luft geschrieben hat. Ich hab das dort zum ersten Mal gesehen, aber mittlerweile hab ich von einigen anderen gehört, dass das wohl häufiger mal vorkommt.
Wir haben die Bedeutung des Wortes dann mal nicht so ernst genommen - wer für solche Späßchen Zeit hat, wird sich wohl nicht in allzu großer Gefahr befinden :-)
Anschließend sind wir mit dem Bus zurück in die Stadt gefahren, haben uns eine Pizza gegönnt, und dann versucht, ein bisschen des Draußen-Fußball-Guckens nachzuholen, dass wir hier ja leider verpassen, weil die Spiele immer mitten in der Nacht sind. Also haben wir dann einen Teil der Wiederholung des Spiels Australien-Spanien geguckt, frierenderweise, da es immer noch ziemlich windig war, aber dafür auf stylischen aufblasbaren Fußball-Sesseln!
 Am Freitag hab ich dann doch mal mein erstes WM-Spiel gesehen! Zwar nicht live, sondern aufgenommen, aber immerhin. Ich hab mich zum Frühstücken mit Eveline bei ihr zuhause in Watsons Bay getroffen, und nebenbei haben wir das dann geguckt, USA-GER. Vorher hatten wir alles dran gesetzt, bloß nicht über Facebook, aus dem Radio oder sonstwie schon vorher das Ergebnis zu erfahren, und es hat geklappt. Allerdings schien der australische Sender zwischenzeitlich mal ein Übertragungsproblem gehabt zu haben, so dass wir zwar noch das Tor für Deutschland gesehen haben, danach das Bild aber weg war. Stattdessen wurde dann eine halbe Stunde Argentinien gegen Nigeria gezeigt, und dann noch die letzten zwei Minuten der Nachspielzeit des Deutschland-Spiels. In Deutschland gab es dies Problem allerdings scheinbar nirgends - naja, wir sind hier halt einfach doch am Ende der Welt! :-) Danach ging's dann das zweite Mal in dieser Woche zu der Schaukel (ca. 5 Minuten mit dem Auto von Watsons Bay), da Eveline zwar schon öfter mal hier war, aber noch keine Fotos hatte. Anschließend, wie schon Dienstag, sind wir weiter zum Bondi Beach gefahren. Hier findet seit heute Bondi Winter Magic statt, auch so eine Art Winterfest. Das Winterfeeling kommt allerdings immer noch nicht wirklich rüber, wir hatten dort mittags auch wieder um die 20°C. Das Highlight dort ist momentan ein Icerink, so dass man dort quasi direkt am Strand Schlittschuhlaufen kann. Da wir sogar noch einen Groupon-Gutschein dafür gefunden haben, konnten wir uns das natürlich nicht entgehen lassen. Wenn wir schon den australischen "Winter" mitnehmen, dann auch richtig! Das Eis war wie erwartet natürlich nicht so toll, und wurde auch den ganzen Tag über nicht erneuert, aber egal. ;-) 


Am Samstag, nach meinem letzten Trapezkurs vor der Show am nächsten Wochenende, hab ich mich mit Alina und Lisa in der Stadt getroffen. Lisa ist nach dem Reisen noch für Wochenende zurück in Sydney, bevor sie am Montag für 2 Tage nach Bangkok und dann nach Hause fliegt. Da sie noch einen ganzen Haufen Klamotten entsorgen wollte, die sie nicht mit nach Deutschland zurück nehmen wollte, haben sich die beiden erst einmal die Zeit damit vertrieben mehr oder weniger erfolglos einen Altkleidercontainer zu suchen. Aber es hat sich ja noch eine unkomplizierte "Lösung" gefunden, nicht wahr Lisa? :-)Ich war leider ziemlich spät dran, da mal wieder Trackwork war, und die Busse zwar regelmäßig gefahren sind, aber eeewig gebraucht haben, am Samstag Mittag in die Innenstadt. Nach einem Frozen Yogurt zur Feier des Wiedersehens wollten heute auf den Westfield Tower, auch Sydney Tower Eye genannt. Von dort kann man in 268m Höhe über Sydney schauen, und bei gutem Wetter bis zu 80km weit gucken, sogar der Anfang der Blue Mountains soll erkennbar sein.
Das schlanke Türmchen auf der linken Seite ist es, das höchste Gebäude in Sydney.
Normalerweise ist der Eintritt recht teuer, weshalb wir das bisher auch noch nicht gemacht haben, aber nun hatte ich in unserem Briefkasten eine 2for1-Gutschein gefunden, und Alina hatte noch einen 10%-Rabatt-Voucher, so dass wir uns nun doch dazu entschlossen hatten. Der Plan war, dass wir früh genug nach oben fahren, um die Stadt im Hellen zu sehen, und dann noch den Sonnenuntergang von dort aus anzugucken, sowie die beleuchtete City im Dunkeln. Zu Beginn gab es erstmal einen waaahnsinnig tollen 4D-Film über Sydney. Im Ernst, der war richtig schlecht. Man stand vor einer Leinwand und musste sich an einem Geländer festhalten, da der Boden nebenbei gewackelt hat. Wuhuuu, das war das tolle 4D-Erlebnis. Ansonsten war das ein langweiliger Werbefilm mit nerviger Musik. Das einzig coole war, dass wir die meisten Plätze, die gezeigt wurden, alle wiedererkannt haben, da wir dort selbst schon waren, und zwar nicht nur die typischen Touri-Ecken. Anschließend musste man ganz tolle Fotos von sich machen lassen, die man am Ende für viel Geld kaufen konnte. Das haben wir dann mal schön gelassen! Da wir aus dem tollen 4D-Kino als erste rausgekommen sind, konnten wir dann auch gleich in den Fahrstuhl einsteigen, der uns angeblich ganz schnell nach oben bringen sollte. Laut der Anzeige im Fahrstuhl bewegten wir uns aber eher im Schritttempo vorwärts. Als wir ungefähr die Hälfte geschafft hatten, fing es auf einmal ohrenbetäubend an zu piepen. Außerdem hat das Ganze ziemlich geschwankt, wir waren uns nicht ganz sicher, ob das so normal ist... Den Pieptop IM Fahrstuhl hätten die Betreiber sich allerdings schenken können, denn was sollten wir schon machen, nur weil wir plötzlich einen Warnton hörten? Nach einer gefühlten Ewigkeit erschein dann endlich das Wort "platform" auf der Anzeige, und wir waren froh, aussteigen zu können. Tja, zu früh gefreut, die Tür ging nicht auf, stattdessen sind wir im selben Schnarchtempo direkt wieder runtergefahren, natürlich immer noch mit dem unterhaltsamen Piepsen. Unten angekommen wurden wir mit "Welcome back, I hope you enjoyed your view!" begrüßt. Ähm, nein nicht wirklich... Wir haben dann erfahren, dass der Wind zu stark war, und der Fahrstuhl daher erst mal nicht mehr benutzt werden konnte. Nun war also erstmal warten angesagt, für unbestimmte Zeit. Mittlerweile war es auch schon ziemlich spät, so dass für Sydney im Hellen-Sonnenunterganz-Sydney im Dunkeln eh schon zu spät war. Wir haben die Kassenmitarbeiter dann allerdings bequatscht, so dass sie uns einen Gutschein gegeben haben, mit dem wir am nächsten Tag noch einmal wiederkommen konnten. Wir haben dann noch mit einem letzten gemeinsamen Feuerwerk den Samstag ausklingen lassen. 
Sonntag ging es dann zum dritten Mal zur Schaukel! Alina war nämlich auch noch nie dort, und da sie in drei Wochen auch schon mit dem Reisen beginnt, blieb auch nicht mehr so viel Zeit.
Auf dem Rückweg hab ich den beiden dann noch die "Winterwelt" am Bondi Beach gezeigt, und wir sind noch einmal über den Bondi Market gelaufen. Als wir dort vor ein paar Wochen schon einmal waren, hat es ja aus Kübeln geregnet, so dass wir nicht wirklich viel angucken konnten. Danach folgte dann Anlauf Nr.2 auf das Sydney Tower Eye, und diesmal auch problemlos! Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, dass wir noch einmal wiedergekommen sind, denn nur der Blick im Dunkeln allein wäre jetzt nicht soo toll gewesen. Leider konnten wir Fotos nur durch die Glasscheibe machen, in der sich alles gespiegelt hat, so dass die meisten nichts geworden sind. Aber ein paar sind immerhin dabei! Danach stand dann schon Lisas Abschied an, die nur noch gut 12 Stunden in Australien vor sich hatte.
Der Hafen in Richtung Meer. Das schräg nach oben zulaufende Gebäude ist übrigens die Deutsche Bank! :-)

Hyde Park und St. Mary's Cathedral
Hyde Park mit ANZAC Memorial (das helle rechts hinten)

Harbour Bridge und North Sydney
Darling Harbour (vorne) und ANZAC-Bridge (die hintere)

Coca-Cola-Sign in Kings Cross - Sydney's Rotlichtviertel


 

Dienstag, 8. Juli 2014

Schönes Winterwetter, ein entspannter Samstag und Blowhole in Kiama

Am Montag nach der Party hatte ich einen für meine Verhältnisse hier richtig anstrengenden Montag. Nachdem hier ungefähr 60 Leute am Wochenende waren, ist mein Putztag ein bissl umfangreicher geworden. Außerdem sind die Großeltern für drei Tage noch zu uns gekommen (die waren über's We im Hotel, da wir ja schon ein volles Haus hatten), also wae das Gästezimmer, Bad, etc. auch mal wieder dran. Aber ich will mich nicht beschweren, wo ich doch hier schon mehr frei habe als alles andere! ;-) 
Dienstag hab ich mich dann erstmal noch eine Stunde gemütlich lesend in den Hyde Park gelegt und das schöne Wetter genossen. Mittags ist es immer noch so warm, das ein T-Shirt problemlos ausreicht! Danach ging's dann mal wieder zum Trapez, wo wir ein schöner kleiner Kurs waren, und so jeder oft drangekommen ist. Abends musste ich wieder babysitten, was aber gechillt wie immer war! Am Tag drauf sind die Großeltern dann wieder nach Hause geflogen (sie wohnen in Queensland, in der Nähe von Noosa), also hatte ich den Rest des Schultages das Haus dann wieder für mich, nachdem ich die beiden zum Bahnhof gefahren hatte. Donnerstag hatte ich zuerst wieder meinen freiwilligen Kantinendienst in der Grundschule, und bin danach zum Lane Cove Nationalpark gefahren. Richtig, dort war ich vor 1, 2 Wochen schonmal, aber dieses mal auf der Seite, auf der wir wohnen. Viel machen/angucken konnte man dort nicht, da es hier nur diesen einen laaangen Wanderweg gibt, aber nachdem das dort von meiner Laufstrecke aus immer so beeindruckend aussah, wollte ich da zumindest mal hingucken. War auch wirklich schön, und ich konnte noch eine Stunde in der Mittagssonne sitzen! Freitag hatte ich dann ja wieder "richtig" frei, war wieder beim Trapez, und habe danach versucht in diversen Backpacker-Reisebüros Infos über Segeltouren zu den Whitsunday Islands und über Fraser Island-Touren zu bekommen. Das war allerdings eher ein Reinfall... Ich verstehe ja, dass die Leute dort Geld verdienen wollen, aber man muss doch trotzdem auch mal berücksichtigen, was derjenige überhaupt möchte?! Ich wollte z.B. wissen, was für Touren es dort mit einer Übernachtung gibt, woraufhin mir erzählt wurde, dass es da nur 2!! Boote gäbe, die das anbieten. Davon habe ich dann auch Flyer bekommen, allerdings wusste ich von Alina, die im selben Büro gebucht hatte, dass sie eine Tour mit einer Nacht hatte, auf einem Boot, das nicht unter den genannten war. Außerdem wird einem überhaut keine Zeit gelassen, sich einfach mal umzugucken, und die vorhandenen Flyer selbst anzuschauen. Stattdessen wurde ich die ganze Zeit zugeschwallert mit Dingen, die mich eigentlich gar nicht wirklich interessiert haben... Außerdem hatte ich ja unseren Camper mittlerweile über ein bayerisches Online-Reisebüro gebucht, bei dem das Angebot 200€ günstiger war, als sämtliche, die ich hier irgendwo bekommen hatte. Das wollte die nette Dame aber nicht glauben, sie kennt da wen, und sie fragt da für mich mal nach, das könnte sie mir mit Sicherheit günstiger anbieten. Jaaaaja, das Ende vom Lied war dann, dass ihr Bekannter, der bei der Campervermietung arbeitet, sich nicht vorstellen konnte, dass das sooo günstig ist, und dass ich dafür das schriftliche Angebot mitbringen müsste, dann könnte er schauen, ob sich da noch was machen lässt. Daraufhin hat sie dann allerdings gemeint, sie könnte verstehen, wenn ich mir den Aufwand ersparen möchte, und direkt dort buche, wo ich das Angebot bekommen habe. Nach diesen Erlebnissen hab ich jedenfalls beschlossen, dass ich unsere Touren entweder selbst direkt im Internet buche (scheinbar komme ich da immer günstiger weg als mit dieser tollen "Hilfe"), oder erst vor Ort, wenn wir auch wissen, wann wir genau dort sind. Ich vermute, wenn man in einem dieser Büros seine komplette Reise, mit Busfahrten, Flügen, Hostels, etc. bucht, kommt man dabei etwas günstiger weg, da man häufig noch hier und da mal eine Übernachtung umsonst bekommt, oder Gutscheine für irgendwas, aber da wir das ja nicht brauchen, wäre es für uns so wahrscheinlich teurer...
Samstag hatte ich dann schon das vorletzte Mal meinen Trapezkurs, leider, das ging auch sooo schnell rum! Danach waren Alina, Lena und ich nochmal auf dem Glebe Market, allerdings ohne dort groß was zu kaufen, aber dort gibt's so viele coole Sachen, dass man dort immer mal wieder durchlaufen kann. Danach ging's zu Fuß zurück in die Stadt, noch einen Frozen Yogurt essen, und dann zum Mrs. Macquaries Chair, damit nun auch Alina endlich mal einen Sonnenuntergang mit Opernhaus uns Harbour Bridge erleben konnte. Soo schön wie beim letzten Mal hier war dieser zwar leider nicht, aber wir hatten trotzdem Spaß und haben noch ein paar lustige Fotos dort gemacht. Die ich leider noch nicht habe, weil unser Internet hier neuerdings dauern spinnt (was auch das Skypen echt erschwert), und ich sie daher noch nicht aus Alinas Dropbox herunterladen konnte. Aber die gibt es dann später noch! Abschließend waren wir dann noch -mal wieder- am Darling Harbour um das obligatorische Feuerwerk anzugucken. Oooh, das werde ich echt vermissen zuhause!!!
Sonntag ich ja mittlerweile zu unserem Ausflugstag geworden (nach dem wir da ja für sämtliche Verkehrsmittel nur 2,50$ am Tag zahlen), und so sollte es diesmal nach Kiama gehen, ca.120 km südlich von Sydney gelegen. Leider, leider war diesmal aber ab Wollongong Trackwork (Gleisbauarbeiten), so dass wir von dort aus den Ersatzbus nehmen müssen. Das haben die Australier ja zum Glück ganz gut raus, so dass wir dort direkt umsteigen konnten, und es sogar einen Expressbus nach Kiama gab, der vorher nirgendwo anders gehalten hat. Also hat das Ganze nur ca. 15 Minuten länger gedauert als mit dem Zug. In Kiama gibt es jedenfalls ein Blowhole, ein Felsen mit einer Öffnung nach oben, durch bei dem richtigen Wind eine große Wasserfontäne nach oben schießt. Wir hatten auch Glück, und konnten dies tatsächlich beobachten. (Fotos davon gibt es wie gesagt auch später ;-) ) Ansonsten hatten wir super schönes Wetter und sind noch ein wenig an der Küste entlang gelaufen. Ansonsten gibt es in Kiama jetzt nicht so viel zu sehen, so dass wir dann mit dem Bus wieder zurück nach Wollongong fahren wollten, um dort noch eine kleine Runde durch die Stadt zu drehen, auch wenn wir bisher nicht viel vielversprechendes gehört hatten. Aber wenn man schonmal dort ist... :-) Naja, als wir jedenfall gerade um die Ecke zu der Ersatzbushaltestelle liefen, fuhr unser Bus uns gerade vor der Nase weg. Und der nächste kam erst 1Std. und 20 Minuten später. Also haben wir noch mal eine genauere Besichtigungstour in Kiama unternommen. Der nächste Bus war dann auch ein All-Stops-Bus, sodass die Fahrt diesmal deutlich länger gedauert hat. Wollongong selbst war auch nur eine einzige Baustelle, so dass sich unser Abstecher dorthin nicht wirklich gelohnt hat. Aber egal, war zwar viiiel Fahrerei für den Tag, aber da wir fast nichts bezahlt haben, und die Aussicht in Kiama ja auch ganz schön war, hat es sich alles in allem ja trotzdem gelohnt! :-)

Samstag, 5. Juli 2014

Der 50. Geburtstag und ...finally Surfing - eins der frostigsten Erlebnisse meines Lebens!

In dieser Woche hat sich eigentlich immer noch alles um den 50. Geburtstag von David gedreht (der war am Dienstag, die Party dann am Samstag drauf). Irgendwie hab ich auch das Gefühl, dass die Australier Geburtstage grundsätzlich eine ganze Woche lang feiern, und zwar auch schon im Voraus. Wenn man das Geburtstagskind also weder an dessen Geburtstag, noch 1-2 Tage darauf sieht, aber schon drei  Tage davor, dann gibt es eben dann schon Kuchen, Geschenke und Happy-Birthday-Singen. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber das führte immerhin dazu, dass es bei uns an drei oder vier Tagen diverse superleckere Schokoladenkuchen gab! Und natürlich immer Schokokuchen, ich glaube, die Jungs wissen gar nicht, dass es Kuchen auch noch in anderen Geschmacksrichtungen gibt! :-D
Nachdem dann am Montag ja noch der Feiertag war, und meine Familie noch nicht zurück, hatte ich also freie Bahn um schnell das wöchentliche Putzen hinter mich zu bringen und dann mit meinem kostenlosen Bahnticket noch einmal Alina zu besuchen. Zuerst gab es mal wieder Frozen Yogurt, der ist aber auch wirklich sooo lecker! Wir haben mittlerweile auch den günstigsten Laden gefunden, Yogurtland, dort kosten 100g nur 2,20$; es gibt auch andere, bei denen man 3,50$ dafür zahlt! Und außerdem verteilt Yogurtland immer Mini-Becher, in denen man die einzelnen Sorten vor dem Kaufen dann probieren kann. Inzwischen kennen wir zwar alle (bis auf so Specials, alle 2-3 Wochen gibt es dann nochmal eine neue Sorte für eine kurze Zeit), aber das hindert uns natürlich trotzdem nicht am Probieren! :-) Anschließend waren wir dann nochmal im günstigsten Kino Sydney, bevor ich mich dann auf meinen dank Trackwork und Ersatzbussen fast 2,5 Stunden langen Rückweg gemacht habe. Freundlicherweise hat sich der Busfahrer an einer Haltestelle dann noch mit einem anderen Fahrer verquatscht, so dass ich dann um genau zwei Minuten meinen Anschlusszug verpasst habe und noch einmal eine halbe Stunden warten durfte. 
Dienstag hab es dann also wieder einmal Kuchen, und abends sind die Eltern mit den Jungs essen gegangen. Ich hab den freien Abend für eine weitere Flying Trapeze Class zu nutzen. Mittwoch war mein eigentlich erster richtiger Arbeitstag in dieser Woche - wenn man das denn so nennen kann. Ich hatte ja erstmal frei, nachdem ich alle am Bahnhof bzw. der Schule abgeliefert hatte, und dass dann auch fast den ganzen Tag. Nach Schulschluss musste ich Dougs und zwei Freunde abholen und zum Tennis fahren (hat vielleicht inklusive aller Fahrten eine knappe halbe Stunden gedauert), dafür hat dann eine der Mütter die drei von dort zum Ninjitsu gefahren. Meine einzige weitere Aufgabe war dann noch, Dougs abends dort abzuholen, und ihm sein Dinner zu "kochen", was dann auch in ein paar Minuten erledigt war. Viel mag er nämlich nicht, so dass es für ihn immer nur eine Karotte, einen Toast mit Avocado, und dazu ein bissl Chicken, Bratwurst oder Fischstäbchen gibt. Auf jeden Fall sind ja meine normalen Arbeitstage schon echt entspannt, aber das heute hat alles bisher getoppt! :-)
Donnerstag hab ich dann den Nachmittag genutzt, einen Kuchen für den Verkauf beim Walkathlon in der Schule (alle Schüler gehen Runden auf der Laufbahn und müssen Sponsoren finden, die pro Runde ein paar Dollar spenden, die dann die Schule bekommt) gebacken. So konnte ich mal ein Experiment wagen, und einen  Nicht-Schokokuchen machen! Es ist dann am Ende Joghurt-Himbeer-Zitrone geworden. :-)
Freitag hatte Alina dann aufgrund diverser Überstunden auch frei, so dass wir uns in der Stadt getroffen haben, um den Foodies Market in The Rocks zu besuchen. Wie ich bestimmt schon mal erwähnt habe, kann man ja auf den normalen Märkten meist schon recht viele coole Sachen kostenlos probieren, so dass wir dachten, dass das hier erst Recht so wäre... War aber leider nicht wirklich der Fall. Die meisten Stände haben nur verschiedene Dinge zum Lunch angeboten, die man dann aber selbstverständlich kaufen musste. Das wollten wir dort dann aber nicht, da es mittags sowieso immer viele günstige Lunch-Angebote gibt, und sind stattdessen zum Darling Harbour gelaufen, wo wir dann zusätzlich noch einen schönen Ausblick hatten. Anschließend waren wir noch eine kleine Runde shoppen, da ich für die Party Samstag noch Schuhe brauchte. Ein Kleid hatte ich schon in einem Rot-Kreuz-Secondhandshop gefunden, wo scheinbar ganz Australien für Mottopartys einkaufen geht. Denn das ganze sollte Samstag eine 1964-Party werden. Ich bin zum Glück auch noch fündig geworden! Die Party fand dann allerdings mehr draußen als drinne statt, so dass ich mir natürlich mal wieder schön einen abgefroren hab - alle anderen scheinbar nicht, obwohl sie zum Teil noch deutlich weniger an hatten als ich. Abgesehen davon war der Abend echt lustig, aber auch pünktlich um Mitternacht beendet, da die meisten Gäste auch Kinder hatten und einen Babysitter zuhause, der dort nicht die ganze Nacht verbringen sollte. So hab ich zum Beispiel eine unsere Nachbarinnen näher kennengelernt, die ich bisher eigentlich nur getroffen hab, wenn ich vom Laufen zurückgekommen bin. Sie und ihr Mann arbeiten als Kameramann/-frau bei ABC, und daher hatte sie so eines Interessantes zu erzählen. Außerdem waren da noch die Eltern eines Freundes von Ross, der im letzten Jahr auf eine deutsche Schule gewechselt ist, und dort nun 8 Stunden Deutschunterricht pro Woche hat. Das ist recht außergewöhnlich für Australien, denn die Schüler hier müssen keine Fremdsprache lernen. Die meisten Schulen (vor allem natürlich die privaten), bieten zwar mehrere verschiedene an, aber wer sich z.B. lieber nur auf Naturwissenschaften konzentrieren möchte, kann das auch tun. Und wer sich entscheidet, eine Fremdsprache zu lernen, kann diese auch nach einem Jahr wieder abwählen. Ich habe zum Beispiel schon einige Leute kennengelernt, die jeweils ein Jahr Deutsch, dann Französisch, dann Japanisch und vielleicht noch Chinesisch gelernt haben, aber aufgrund der kurzen Zeit sich in keiner der Sprachen wirklich verständigen konnten. Aber die meisen denken sich halt - wozu auch? Englisch können die meisten im Ausland eh sprechen, und bevor sie überhaupt mal in ein Land kommen, wo Englisch nicht die Landessprache ist, müssen sie eh schon mindestens einen Langstreckenflug hinter sich bringen. So viel zu dem Abend. Wir hatten dann noch diverse Übernachtungsgäste, die in sämtlichen Zimmern, auf Matratzen, Sofas und Luftmatratzen geschlafen haben,  und daher auch ein volles Haus zum Frühstück (ca. 20 Leute), dass dann richtig schön zelebriert wurde, mit Spiegelei, Bacon, Pancakes... :-) Danach sollte dann heute tatsächlich Alinas und meine Surfstunde in Manly stattfinden. Nachdem wir dort ankamen, stellten wir erstmal fest, dass der Kurs mit ca. 25-30 Leuten stattfand, und drei Surflehrern. Eine ganz schöne Umstellung, nachdem wir in meinem letzten Kurs ja gerade mal zu zweit waren. Das an sich wäre ja noch nicht mal so schlimm gewesen, aber insgesamt war das schon ziemlich dilettantisch diesmal (war auch eine andere Surfschule). Der Hauptsurflehrer ließ uns bei ungefähr 17°C erst einmal eine 3/4-Stunde (wohlgemerkt, der ganze Kurs ging nur 2 Stunden) am Strand hocken, während er x-mal das gleiche erklärte. Ungefähr 5-10 Minuten der dieser Zeit durften wir tatsächlich irgendwas ausprobieren. Bei den Temperaturen hat dann auch ein Neoprenanzug nicht mehr wirklich geholfen. Im Wasser wurde es dann zwar etwas besser, aber bis dahin hatte ich schon kein Gefühl mehr in Händen und Füßen. Alle anderen hatten zwar rote Hände und Füße, meine waren weiß. Und das ungelogen noch bis 45 Minuten nach dem Surfen, das war wirklich super-mega-kalt! Der wichtigste Hinweis unseres Super-Surflehrers war übrigens, dass wir niemals unser Board loslassen und herumschwimmen lassen sollten, da dies anderen in die Quere käme, da wir ja so viele wären. Und was schwamm dann nach ein paar Minuten herrenlos herum? Genau, sein eigenes giftgrünes Board! Warum auch immer er das überhaupt mit ins Wasser genommen hat, schließlich sollte er uns ja etwas beibringen und nicht selbst surfen. Grundsätzlich hat das Surfen auch diesmal wieder Spaß gemacht, aber aufgrund des ganzen Drumherums waren wir dann froh, dank des Gutscheins nur 35$ statt 70$ bezahlt zu haben. Im Nachhinein haben wir auch festgestellt, dass die unseren Gutschein gar nicht gescannt haben, theoretisch könnten wir damit also nochmal hingehen. Aber das tun wir uns lieber nicht noch einmal an! :-) Dort in Manly mache ich übrigens Ende Juli auch meinen Tauchkurs, so ziemlich in de kältesten Zeit des Jahres. Als wir mit der Fähre heute hingefahren sind, haben wir auch das Tauchboot gesehen, darauf waren ein paar Leute in Neoprenanzügen und der Rest in dicken Winterjacken. Ich bin also mal gespannt, ob und wie ich das überleben werde. :-)