Mittwoch, 28. Mai 2014

Sydney zu Fuß erkunden und Ku-Ring-Gai Chase Nationalpark

Am Dienstag, 06.05. hatte ich ja wieder frei (ich hab mittlerweile das Gefühl, ich hab so gut wie nur frei :-) ) und bin mit dem Zug in Richtung Stadt gefahren. In Waverton, drei Stationen vor der Harbour Bridge, bin ich dann ausgestiegen, um zu Fuß am Hafen entlang und dann über die Brücke in die Stadt zu laufen, wo ich mit Lisa zum Dinner verabredet war. Heute war es wieder deutlich wärmer als die letzten Tage, was ich deutlich unterschätzt hab, und eigentlich viel zu warm angezogen war. Aber als dann abends die Sonne weg war. war ich wieder ganz froh über meine lange Jeans. ;-) Ich war dann also auf der Nordseite des Hafens unterwegs, und hab noch einen kleinen Park entdeckt, von dem man einen super Blick in Richtung Harbour Bridge und Skyline hat. Öffentliche Barbecues gibt es dort natürlich auch, das muss ich auch unbedingt nochmal ausprobieren!! 

In Australien ist es übrigens so, dass man sich sein Autokennzeichen komplett selbst aussuchen kann (gegen Aufpreis natürlich), bestimmte Buchstaben für die Stadt/Region aus der man kommt, gibt es nicht. Wenn man sich einfach ein Kennzeichen zuteilen lässt, können zumindest Eingeweihte ungefähr erkennen, wann das Auto zugelassen wurde, anderen Regeln folgt das Ganze nicht. Die Wunschkennzeichen haben allerdings zur Folge, dass da auch solche Dinge bei herauskommen:


Am Donnerstag hat David (der Vater meiner Gastfamilie) von zuhause gearbeitet, was wohl häufiger vorkommt, da er oft einfach nur Skype-Gespräche mit Afrika oder sonstwo in der Welt hat. Im Nachhinein denke ich aber, dass das diesmal einen anderen Grund hatte. Gegen Mittag ist er nämlich losgefahren, um neues "Fitness-Equipment" abzuholen. Nicht, dass die Veranda eh schon komplett vollgestellt ist mit Fitnessgeräten... Mittlerweile haben wir auch schon zwei jeweils ca. 10 qm große Flächen, die mit Matten ausgelegt sind, damit herunterfallende Hanteln den Holzboden nicht beschädigen. Nun ja, irgendwo in der Nähe wurde wohl jetzt ein Fitnessstudio geschlossen und sämtliches Inventar verkauft, sodass wir nun eine noble und verstellbare Bank haben! Das Abholen hat sich allerdingsüber mehrere Stunden hingezogen, so dass er nicht einmal um drei wieder hier war, und ich also kein Auto hatte, um den Kleinen aus der Schule abzuholen. Das hat er dann auf dem Rückweg gleich mit erledigt, und so hatte ich noch eine Stunde länger frei, bevor wir dann alle den Rest des Nachmittags damit verbracht haben, die Bank auszuladen, aufzubauen und auszuprobieren. David ist nun dabei, Janet zu überreden, hinten im Garten einen "kleinen Schuppen" bauen zu dürfen, in dem das ganze Zeug dann untergebracht werden kann. Falls er das nicht darf, dürfte sie sich in Zukunft nicht mehr beschweren, dass die Veranda zu voll sein. Ich bin jedenfalls mal gespannt, was hier noch so an neuen Geräten in den nächsten Monaten eintrudelt. :-)

An meinem freien Freitag hab ich diesmal gearbeitet, um noch ein paar Dollar extra zu verdienen. Im Internet hatte eine Reiseschriftstellerin nach jemandem gesucht, der ihr beim Kisten packen für den Umzug hilft. War auf jeden Fall ein riesiges Chaos dort. Aber egal, die Zeit ging schnell rum, und nach knapp 6 Stunden arbeiten bin ich für 7,5 Stunden bezahlt worden, da kann man nicht meckern! :-) Abends waren wir mit der Familie beim "Dumpling Master" essen, einem japanischen Restaurant, in dem es, wie der Name schon sagt, vor allem Dumplings gibt. Das sind unterschiedlich große (bzw. kleine) Teigtaschen mit verschiedenem Inhalt, dazu gibt's Reis. Wir haben haben (ziemlich viele) verschiedene bestellt, so dass dann jeder alles mal probieren konnte. War auf jeden Fall sehr lecker!

Am Samstag hab ich nach meiner Trapeze-Class mit Alina und Lisa den Markt in Balmain besucht. Der war allerdings nicht so toll, wie im Reiseführer angepriesen, nach einer Viertelstunde hatten wir alles gesehen und was besonders tolles war nicht dabei. Anschließend sind wir dort noch ein bisschen am Hafen entlang gelaufen, um dann dem Nachmittag mal wieder bei Max Brenner ausklingen zu lassen. Schoki geht doch immer! :-) Abends musste ich dann -ganz anstrengend- babysitten. Der Große war bei einem Freund, und mit dem Kleinen zusammen durfte ich dann Pizza bestellen und einen Film gucken! Bevor die Eltern gegangen sind, haben sie mir sogar noch eine Flasche Wein aufgemacht. So kann man's schon aushalten! ;-)

Sonntag war ja Muttertag, so dass der Vater mit dem Kleinen Unmengen an Pancakes gebacken und Janet im Bett serviert hat. Da es so viele waren, waren für mich auch noch welche übrig. Danach war ich mit Alina, Lisa, Eveline und Justine (ein französisches Au Pair, wohnt ganz bei mir in der Nähe) im Ku-Ring-Gai Chase Nationalpark wandern, vom Bahnhof Mount Ku-Ring-Gai zum Bahnhof in Berowra. Der NP ist gar nicht weit weg, von mir aus eine halbe Stunde etwa mit dem Zug Richtung Norden, und wirklich super schön! Laut Wettervorhersage sollte es heute regnen, aber wir hatten super Glück und strahlenden Sonnenschein! Bis auf einen kleinen Unfall, als Alina vom Felsen abgerutscht ist, als sie, um unsere Kekse zu retten, möglichst langsam drüberspringen wollte, war es auch richtig cool! Bis auf einen blauen Fleck ist am Ende auch nicht mehr passiert, außer, dass nun doch sämtliche Kekse im Wasser lagen, bis auf die, die eh keiner von uns mochte! :-) Insgesamt waren wir dann zwischen 9-11 km unterwegs, ganz genau lässt sich das nicht sagen, da sich die Angaben am Anfang und Ende des Weges um zwei Kilometer widersprechen. "Weg" ist übrigens auch so eine Sache. In Deutschland wäre das kein Weg, sondern mit "Gefährlich, betreten verboten"-Schildern versehen. Die meiste Zeit mussten wir über kleinere und größere Felsen klettern, was uns echt viel Spaß gemacht hat, aber für ältere Leute, die gemütlich wandern gehen wollen, durchaus zum Problem werden kann. Hin und wieder war auch nicht so ganz klar erkennbar, wo denn der "Weg" jetzt weitergeht, und wo man einfach im nichts landet. Aber wir sind am Ende gut am Bahnhof in Berowra angekommen und haben direkt 10 Minuten später einen Zug Richtung Sydney bekommen.
Das letzte Stück musste ich dann mit dem Ersatzbus fahren, da auf meiner Linie Trackwork, also Bauarbeiten, waren. Das gibt's hier jedes Wochenende auf einer oder mehreren Bahnlinien, ist aber weit weniger nervig als ich vermutet hätte. Während in Deutschland ja immer versucht wird, einen kompletten ausgefallenen Zug mit einem einzigen Bus zu ersetzen, der dann auch noch ewig braucht, um am Ziel anzukommen, haben die Australier das etwas besser organisiert. Hier fährt alle 3-5 Minuten ein Bus, was den Vorteil hat, das jeden einen Sitzplatz bekommt, und man außerdem so gut wie gar nicht warten muss. Bezahlen muss man für die Fahrt dann außerdem auch nicht, die Fahrer verkaufen keine Tickets, und das Lesegerät für die Karten, von denen das Geld abgebucht wird, falls man so eine Art Prepaid-Karte hat, ist auch immer ausgeschaltet. Die Busse fahren jeweils außerdem immer nur ein paar Stationen an, so dass man nicht Ewigkeiten durch die ganze Stadt gondeln muss, sondern recht schnell dort ankommt, wo man hin will. An allen größeren Abfahrtsstellen stehen außerdem immer ein paar Mitarbeiter, die laut ankündigen, wo wann welche Busse fahren. Davon könnte sich die Deutsche Bahn gern nochmal was abgucken! :-)
Das Sturzresultat :-)



Dienstag, 20. Mai 2014

Palm Beach, Nudeln und Blue Mountains again

Nachdem am Dienstag (29.04.) nochmal richtig schönes Wetter werden sollte, hab ich beschlossen, endlich mal nach Palm Beach zu fahren, einem richtig schönen Strand im Norden von Sydney. Dort wurde/wird auch die "Home and Away" gedreht, eine scheinbar total angesagte Serie in Australien, die ich aber noch nie gesehen hab. :-) Schön war es aber auf jeden Fall, 26°C und wirklich nochmal Wetter für kurze Sachen! Ich hatte am Tag vorher in einer der Facebook-Gruppen gefragt, ob noch jemand frei hat und mitkommen möchte, und so waren wir schließlich zu dritt, noch eine weitere Deutsche und eine Holländerin. Nachdem wir dann alle angekommen sind und kurz in der Sonne gesessen hatten, haben wir uns auf den kurzen Walk zum Barrenjoey Lighthouse, einem Leuchtturm oben auf einem etwas größeren Hügel, gemacht. Weit war die Strecke nicht, aber sehr schön! Von dort oben soll man in der Walsaison (die so ab Mai etwa beginnt) sogar Wale sehen können, auf ihrem Weg von der Antarktis Richtung Queensland. Wir waren dafür leider etwas zu früh dran, haben dafür aber anhand der Infotafeln gelernt, dass man die Wale anhand ihrer verschiedenen Fontänen auseinanderhalten kann. Von Sydney aus gibt es auch Whale Watching Touren, mal schauen, ob ich sowas vielleicht nochmal mitmache.
Palm Beach
Barrenjoey Lighthouse
links Palm Beach, rechts "The Bassin"
The Bassin




Am Samstag war dann der erste Tag meines Trapez-Kurses, und es war sooo cool! Allerdings sind die Leute da verdammt gut und machen das alle schon seit mindestens vier Jahren. Es lohnt sich für mich aber trotzdem auf jeden Fall, da man hier deutlich mehr lernt als in einer normalen Stunde. Danach hab ich mich mit Alina und Lisa in der Stadt getroffen, wo wir dann zusammen gefroren haben. Es waren ungefähr 15°C, aber es hat sich deutlich kälter angefühlt! Abends war meine Familie bei Freunden zum Essen eingeladen und hat mich morgens gefragt, ob ich mitkommen möchte. Ich hab dann mal ja gesagt, und im Laufe des Tages dann eine SMS von Janet bekommen, dass sie von den Freunden noch nichts wieder gehört hat, sich aber schnellstmöglich meldet (kam allerdings nichts mehr;-). Verstanden hab ich das Ganze nicht gleich, aber im Nachhinein hat sich dann rausgestellt, dass sie mich einfach mal gefragt haben, ob ich mit will, die Freunde aber nichts davon wussten. :-) War aber trotzdem nicht schlimm, wir haben dafür dann zu dritt bei mir zuhause gekocht, und es gab: Nudeln!!! Die sind bei den Australiern irgendwie nicht so beliebt, von daher hatten wir alle schon leichte Entzugserscheinungen, die wir so dann mal behoben haben! ;-) Am Sonntag wollten wir zusammen noch einmal in die Blue Mountains fahren, da Lisa da noch gar nicht war, und Alina nur mit ihrer Familie und drei kleinen Kindern, hat also auch noch nicht so viel davon gesehen. Daher haben wir den Rest des Abends noch genutzt um Smarties-Cookies zum mitnehmen zu backen :-)
Sonntag ging's dann früh los, da wir von der Central Station noch eine 2-stündige Zugfahrt von uns hatten. Als wir ankamen, war es erst einmal wieder so richtig kalt, vielleicht 5°C oder so, im Laufe des Tages wurden es dann 10°C. Dafür hatten wir Sonne, und im Gegensatz zu meinem letzten Besuch dort, von Anfang an eine super klare Sicht. Wir haben dann im Prinzip denselben Walk gemacht wie ich neulich schon mal, aber diesmal sind wir zu Fuß wieder nach oben gelaufen. Hat sich auch als deutlich unanstrengender herausgestellt, als wir vermutet hätten.Zum Abschluss haben wir uns dann noch eine heiße Schokolade zum Aufwärmen gegönnt, bevor es wieder zurück nach Sydney ging. :-)







 
 

Sonntag, 11. Mai 2014

Olympic Park, Roadtrip to Jervis Bay und Low-Budget-Kino

So, Beginn der zweiten aaanstrengenden Ferienwoche! ;-) Am Dienstag bin ich spontan mit Janet, den Jungs und diversen Freunden von Ihnen zum Olympic Park gefahren. Die anderen waren nochmal auf der Easter Show (die kostenlosen Tickets mussten ja schließlich noch aufgebraucht werden!) und ich hab mir in der Zeit mal den Park angeguckt. Ist wirklich schön dort, und mit dem Wetter hatte ich auch richtig Glück! Insgesamt sieht das ganze dort dem Olympiapark in München aber schon ziemlich ähnlich. Im Aquatic Centre hab ich's dann auch geschafft, den Security-Mann davon zu überzeugen, mich doch mal weiter reingehen zu lassen zum gucken, denn Fenster gibt es da nicht wirklich - zumindest nicht in einer für mich erreichbaren Höhe. :-) Mr. Security hatte auch Verwandte in Frankfurt, wie irgendwie ganz viele Australier, die Freunde, Bekannte oder Verwandte in Deutschland haben, wenn man Ihnen erzählt, dass man dort herkommt. Ansonsten gibt es vor dem Olympiastadion noch eine Art "Stangenwald", wo auf den einzelnen Stangen neben den Medaillengewinnern auch die Namen aller ca.70.000 Freiwilligen aufgelistet haben, die bei der Ausrichtung der Olympischen Spiele 2000 mitgeholfen haben. Auch mal eine schöne Idee!




Am Mittwoch hab ich dann einen weiteren Trapezkurs gemacht, diesmal auch mit Leuten ab 18 aufwärts. Sehr cool, dann kann man sich während der Wartepausen auch mal unterhalten! In diesem Kurs konnte ich die Trainer dann auch davon überzeugen, den am 3. Mai startenden 10-Wochen-Intensivkurs mitmachen zu dürfen (normalerweise muss man dafür mindestens 4, besser mehr, "normale" Kurse gemacht haben). Voll cool also, denn da lernt man dann bestimmt auch mehr als in den normalen Stunden, wenn auch immer wieder ganz neue dabei sind. Am Ende gibt's dann im Juli auch noch eine Show. Bin mal gespannt! Ooh, und dort wurde ich übrigens von drei verschiedenen Trainern angesprochen, die mich für eine Turnerin gehalten haben - liebe Grüße nach Deutschland! :-P

Donnerstag musste ich dann zwar wieder arbeiten, hatte aber einen super entspannten Tag. Ross war bei einem Freund, und Dougs hatte zwei Freunde hier, so dass die drei sich komplett allein beschäftigt haben. Nur zum Essen musste ich sie hin und wieder zwingen. Daher hatte ich viel Zeit, unser Wochenende zu planen. Wir wollten zu viert (Alina, Lisa, Marie (Au Pair aus Finnland) und ich) nach Jervis Bay fahren, ca. 2 Stunden südlich von Sydney. Dort ist unter anderem der Hyams Beach, welcher vor einiger Zeit mal als weißester Strand der Welt den Weg in Guinessbuch der Rekorde geschafft hat (mittlerweile ist es der Whitehaven Beach, aber immerhin auch ein australischer Strand!) ;-) Ursprünglich hatten wir uns mal überlegt, dort zu campen, doch nachdem hier so langsam jetzt dann doch der Herbst kommt,  hatten wir uns eigentlich entschieden, abends wieder zurück zu fahren. Davon hab ich dann meiner Familie erzählt, die dann meinte, wir sollten auf jeden Fall dort über Nacht bleiben, einmal wäre es viel entspannter, und wir könnten auch viel mehr dort machen. Eins ihrer Zelte haben sie mir dann auch angeboten. Nun musste also nur noch das Schlafsack-Problem gelöst werden, da Lisa leider keinen hatte, und keine unserer Familien noch einen zusätzlichen übrig hatte. Am späten Nachmittag ist Janet dann allerdings doch eingefallen, dass sie einen haben, den ich gern mitnehmen kann. Kam mir auch irgendwie komisch vor, die Wahnsinns-Campingausrüstung in der Garage, mindestens drei verschiedene Zelte, und dann kein einziger Schlafsack? Naja, aber so war das auch geklärt, und einen Platz auf einem Campingplatz konnten wir auch noch mieten, direkt am Wasser, für nur 50$ pro Nacht für uns alle zusammen. Am Freitag ging's dann also los, um halb 6 bin ich hier zuhause gestartet, denn wir wollten uns in Campbelltown, ganz im Süden von Sydney treffen, denn Alina (die dort wohnt) kann eins der Autos ihrer Familie jederzeit benutzen. Einen riesigen Rucksack hat mir meine Familie auch noch geliehen, so dass ich einen der Schlafsäcke, sowie eine selbstaufblasbare Isomatte dort noch drin unterbringen konnte, und dann nur noch den zweiten Schlafsack und das Zelt tragen musste. Was dann nicht so leicht war, wie gedacht. Ich habe bis heute keine Ahnung, wie schwer das Zelt war, aber es war wirklich schwer, ein Iglu-Zelt für 6 Personen halt. Nach den ersten 300 m bin ich dann auf die tolle Idee gekommen, das Zelt noch an den Rucksack zu schnallen, so dass ich es zumindest nicht in der Hand herumtragen musste. Die 1,5 km bis zum Bahnhof waren trotzdem ziemlich lang. Und dort angekommen musste ich dann wegen der Überbreite auf dem Rücken auch durch den Rollstuhleingang (dort gibt es Gates, die sich mit dem Ticket öffnen lassen), die normalen waren zu schmal... Trotz nur 3 Minuten Umsteigezeit in Central (ich habe noch keinen vergleichbaren Hauptbahnhof gesehen, der so kompliziert aufgebaut ist, und wo man so derart lange Wege von einem Gleis zum anderen zurücklegen muss), hab ich den nächsten Zug noch rechtzeitig erreicht. Als wir dann in Campbelltown alles verladen, konnte es losgehen, und pünktlich dazu hat es auch erstmal angefangen zu regnen. Zum Glück aber nur für eine halbe Stunde, danach wurde es dann schöner! Am Ziel angekommen, gab es dann zuerst mal Lunchpause am Hyams Beach. Dort war zwar kein strahlender Sonnenschein, aber immerhin kein Regen!
  
Hyams Beach
Und dort haben wir dann sogar 200-300m vom Strand entfernt Delfine gesehen!!! Mit Fotos machen war's leider nicht so einfach, aber auf jeden Fall ein super Erlebnis, und ganz anders als in irgendeinem Zoo! Wir hatten auch nicht damit gerechnet, tatsächlich welche zu sehen, obwohl wir schon gehört hatten, dass das dort häufiger mal möglich ist. Danach ging's dann weiter nach Huskisson, dem größten Ort in Jervis Bay. Der Besuch des Visitor Centers dort hat uns nicht wirklich weitergebracht. Uns wurden für viel Geld Dolphin-Watching-Touren angeboten, die wir aber dankend abgelehnt haben, nachdem wir die Delfine gerade vorher ja schon umsonst gesehen hatten. Nach einem gemütlichen Kaffee dort, und eine kleinen Shoppingtour für's Frühstück bzw. ein paar nette Getränke für den Abend, haben wir uns dann auf den Weg zu unserem Campingplatz gemacht. Mit der Wahl hatten wir auf jeden Fall riesiges Glück, denn er war vermutlich daher so günstig, weil er wirklich weit ab von allem mitten im Busch lag. Die Besitzer haben uns auch gleich darauf aufmerksam gemacht, dass wir das Zelt immer, aber auch wirklich immer zumachen sollten, wenn wir wir darin keinen Besuch von Kängurus, Opossums oder Ähnlichem bekommen wollten. Kängurus sollte es dort ganz viele geben, und tatsächlich, als wir auf dem Weg zu unserem Platz um die erste Kurve gelaufen sind, standen schon drei der Kameraden vor uns. Da die Tiere dort an Menschen gewöhnt sind, ließen sie sich auch problemlos streicheln und fotografieren. Nachdem unser Zelt dann stand (das meine Familie vermutlich vorher noch nie benutzt hatte, wir haben nicht ein einziges Sandkorn oder so gesehen; total cool, dass sie uns das dann trotzdem einfach so ausleihen), sind wir in den angrenzenden Booderee Nationalpark gefahren, um von dort am Strand den Sonnenuntergang anzugucken. Davon haben wir leider wenig gesehen, das es ziemlich bewölkt war, aber schön war's trotzdem. Nachdem wir dann mal angekommen sind, da wir am Eingang erstmal ein kleines Kommunikationsproblem hatten. ;-) Wir wussten vorher, dass wir dort pro PKW 11$ Eintritt bezahlen mussten, und dann 48 Stunden lang so oft rein und rausfahren durften, wie wir wollten. Als wir ankamen, hat uns die nette Dame jedoch einfach durchgewunken, zumindest dachten wir das, und sind erstmal weitergefahren. Als wir sie dann aber etwas hinter uns herrufen hörten, haben wir nochmal angehalten, konnten aber aufgrund der Entfernung trotzdem nicht wirklich verstehen, was sie meinte. Auf jeden Fall etwas mit "zurück fahren", so dass wir davon ausgegangen sind, dass wir umdrehen und dann noch bezahlen sollten. Das hatte sie scheinbar aber nicht gemeint, aber nachdem wir braverweise ja nochmal bei ihr angetanzt sind, hat sie uns trotzdem umsonst reinfahren lassen und uns sogar noch kostenlose Karten mitgegeben. :-) Anschließend waren wir zum Pizza essen nochmal in Huskisson, da es in allen anderen Dörfchen gar nichts gab. Auf dem Rückweg zum Campingplatz sind wir noch zu einem Strand gefahren, an dem man abends im Dunkeln laut der Dame aus dem Visitor Center ganz viele Pelikane beobachten können sollte. Das war leider nicht mehr so, dafür haben wir einen sooo coolen Sternenhimmel gesehen, das war unglaublich schön (die Wolken von vorher waren scheinbar schnell verschwunden)! Gar nicht vergleichbar mit dem über Deutschland. Dabei waren wir ja nicht mal im Outback, wo es wirklich rundherum ganz dunkel ist. Zurück auf dem Campingplatz haben wir den Abend dann mit einem Wein bzw. Bier ausklingen lassen, und hatten dabei noch mal Besuch von ein paar Kängurus, die es auf unsere Chips abgesehen hatten. :-) Am nächsten Morgen waren wir dann noch einmal im Nationalpark und haben einen weiteren richtig schönen Strand entdeckt, den Murrays Beach. Dort war es dann auch so warm, dass wir tatsächlich hätten baden gehen können, wenn wir denn Schwimmsachen dabeigehabt hätten, welche allerdings leider im Auto lagen... Danach mussten wir dann leider schon zurück nach Sydney, weil ich abends babysitten musste. Trotzdem ein wirklich schönes Wochenende, und wir hoffen drauf, dass es (noch) nicht so schnell richtig kalt wird, dass wir das Campen irgendwo nochmal wiederholen können! 




unser nächtlicher Besuch

Murrays Beach
Murrays Beach
Sonntag wollten Alina, Lisa und ich eigentlich auf den Bondi Market, und danach nach Campbelltown ins Kino. Auf dem Markt waren wir tatsächlich auch kurz, haben das Ganze dann aber nach relativ kurzer Zeit aufgrund von einem Wolkenbruch abgebrochen und sind stattdessen wieder einmal bei Max Brenner gelandet, wo die Schokolade unsere Laune deutlich verbessert hat! Danach waren wir dann im Kino, hatten zwar einen relativ weiten Weg dorthin, aber mussten nur 6$ Eintritt bezahlen! Normalerweise kostet ein Kinobesuch hier eher so zwischen 18-23$. Das Kino dort ist allerdings recht klein, und man bekommt auch keine Karten für bestimmte Plätze, wer zuerst da ist, kann sich aussuchen, wo er sitzen möchte. Womit die dort dann ihr Geld verdienen, haben wir allerdings nicht herausgefunden, denn auch Popcorn, etc. sind verdammt günstig gewesen. Wie auch immer, wir hatten jedenfalls eine tolle und preiswerte Beschäftigung für den verregneten Sonntag. :-)

Donnerstag, 1. Mai 2014

Easter holidays und Marina allein zuhaus

Ooosterferien! Am Anfang hatte ich ja ein paar Zweifel (nach den Erlebnissen mit meiner letzten Familie), ob wir die langen Tage gut rumkriegen würden, aber die haben sich zum Glück schnell gelegt! Am Montag Morgen gab es zwar natürlich gleich erstmal Zoff um die X-Box, aber nachdem das erledigt war, war der stressigste Teil der Ferien eigentlich auch schon um. Ich hatte von den Eltern Geld bekommen, damit wir nachmittags ins Kino fahren und Captain America 2 gucken konnten. Ich bin mir zwar nach wie vor nicht sicher, ob der Film für einen 9-Jährigen schon so angebracht ist, aber er hatte auf jeden Fall Spaß! An der Kasse hatte ich auch gleich wieder ein marina-typisches Erlebnis:" So, three tickets for children?" Yes, of course... ;-) Wehe, wenn ich nicht mehr nach meinem Ausweis gefragt werde, wenn ich den Sekt für meinen Dreißigsten kaufe!!
Am Dienstag hatte ich dann ja wieder frei, und hab mit Justine (ein französisches Au Pair, deren Kids auf derselben Schule sind wie Dougs) den Bondi to Coogee Walk gemacht. Das tolle daran ist eigentlich, dass man von einem Strand zum anderen wandert, und zwischendurch überall baden gehen kann. Das war leider für uns nicht mehr drin, wir hatten einen sydney-untypischen Herbsttag erwischt, mit richtig viel Wind, und verdammt hohen Wellen, die uns einmal auch fast erwischt hätten, als wir zum Fotos machen über die Felsen geklettert sind. So war's auf jeden Fall auf jeden Fall auch ohne Sommerwetter echt beeindruckend!
Bondi Iceberg Pool

Bronte-Oceanpool

Bronte-Oceanpool
Am Mittwoch war Ross dann bei einem Freund, nachdem wir dann sein Fahrrad eingeladen hatten (ein spindeldürrer 13-Jähriger war mir da allerdings keine große Hilfe ;-)), hab ich ihn dann dort hin gefahren. Da er auch noch die da war, und den Weg auch nicht kannte, haben wir dann das tolle Navi benutzt, gesprochen von Darth Vader: "Chhhhh... After 400 Yards you've reached your destination. Force may be with you! Chhhhhh..." Sind aber erfolgreich dort angekommen, ist eine super schöne grüne Gegend mit kleinen Bächen überall, sowas gibt es hier ja ganz häufig direkt in Stadtnähe, auch wenn man das immer kaum glauben kann. Mit Dougs war ich dann nachmittags im Powerhouse Museum, vor allem ein Naturwissenschafts- und Technikmuseum (mit noch ein paar anderen Dingen), in dem es einen großen Mitmach-Bereich für Kinder gibt. Das war auch das, wo wir uns die meiste Zeit aufgehalten haben. Dort kann man unter Anderem sein eigenes Feuerwerk basteln, welches dann per Beamer auf einer Leinwand simuliert wird. Doch leider war ausgerechnet dieser besagte Beamer kaputt... Naja, aber da es noch genug andere Dinge gab (z. B. ein nachgebautes Spaceshuttle) konnten wir uns ganz gut beschäftigen. Am Ende hat Dougs dann noch einen Tisch gefunden, an dem man ganz viele alte Computer-/Konsolenspiele spielen konnte. Mein Favorit war Pacman, das einzige Spiel, dass wir nicht verloren haben, als wir als Team zusammengespielt haben. Bei allem anderen war ich leider hoffnungslos verloren... Dougs hatte das allerdings immer verdammt schnell raus, auch wenn er die Spiele vorher auch noch nicht kannte. Ein Eis auf dem Rückweg hat dann diesen unglaublich anstrengenden Arbeitstag abgerundet. :-)
Donnerstag ist meine Familie dann nach Perisher in den Snowy Mountains gefahren, um bei 2-5°C Grad Ostern zu feiern. Da sie von einer anderen Familie eingeladen wurden, konnten sie mich nicht mitnehmen, worum ich aber auch nicht böse war, ein paar Tage allein sind auch mal ganz schön, außerdem war es in Sydney viel wärmer und viel los war hier über die Feiertage natürlich auch. Ungefähr 2,5 Stunden später als sie eigentlich vorhatten, sind sie dann auch losgefahren, nachdem das Auto beladen war, als wären sie auf dem Weg in einen mehrwöchigen Campingurlaub. :-) Ich war dann am Nachmittag in der Sydney Trapeze School, und hab dort eine Flying Trapeze Class gemacht. Das war sooo cool! Das werde ich auf jeden Fall nochmal wieder machen, aber dann außerhalb der Ferien und am besten amVormittag, denn außer mir waren noch zwei 6-Jährige dabei und eine Birthday-Party mit 13-14-Jährigen... Yeaaah. Dem Spaß hat das aber trotzdem nicht geschadet. Fotos gibts leider nicht, 35 $ für eine Foto-CD waren mir dann doch zu viel. 
Am nächsten Tag bin ich dann nochmal mit ein paar anderen Mädels auf der Easter Show gewesen, nachdem mir die Familie noch zwei weitere Freikarten gegeben hat. War nicht viel anders als beim ersten Besuch, nur viiiel mehr Leute diesmal. Abends haben wir gerade noch so einen Platz im Stadion gefunden, um das Feuerwerk anzugucken.
Samstag hab ich mich mit Alina in der Stadt getroffen, um das Hoopla-Festival im Darling Harbour zu besuchen. Das war eine Art Zirkusfestival rund um den Hafen, die meisten Shows konnte man sich sogar umsonst angucken. Das Wetter war, wie die ganzen Feiertage, echt perfekt, um die 25°C, was das ganze noch schöner gemacht hat.

Das ist übrigens direkt unter einer Brücke befestigt...

Danach ging's dann nochmal auf den Glebe Market, so einen Markt pro Woche muss man ja immer mal mitnehmen. Und nach einem leckeren Frozen Yogurt durfte natürlich auch das Feuerwerk nicht fehlen! :-) Zuhause hab ich dann netterweise auch gleich mein ersten Osterei bekommen, eine der Katzen hat mir eine tote Maus präsentiert, die sie auch unbedingt ins Wohnzimmer transportieren wollte. Daran konnte ich sie aber zum Glück noch hindern. Tiere füttern und mit dem Hunde spazieren gehen waren übrigens meine einzigen Aufgaben, solange meine Familie weg war, und dafür hab ich sogar ganz normal das Geld bekommen, wie in einer normalen Arbeitswoche auch. ;-)
Ostersonntag hat mich dann Eveline besucht, wir hatten ein tolles Osterfrühstück mit Körnerbrötchen!!! und sind danach nach Cronulla gefahren, dem so ziemlich südlichsten Teil von Sydney. Cronulla liegt auf einer Art Halbinsel, die wir noch umwandert haben. Am Ende hab wir am Strand noch einen Jungen getroffen, der mit einer Schlange gespielt hat. Nach einigem Rätseln, ob die tatsächlich echt ist, hat er sie uns dann genauer gezeigt, und gefragt, ob wir sie mal streicheln möchte. Sie würde auch nicht so oft beißen. Juhuu, da haben wir ja nochmal Glück gehabt! Auf dem Rückweg bin ich dann spaßeshalber mit der Fähre auf die andere Hafenseite gefahren (dort hält mein Zug auch), da ich dafür Sonntag ja nichts extra bezahle, und die beleuchtete Skyline vom Wasser aus immer nochmal schöner aussieht.


Auch mal eine Form von Gartenbank :-)



Montag wollten Alina und ich uns dann noch die Easter Parade angucken, welche jedoch nur fünf Minuten gedauert hat, und uns nicht wirklich umgehauen hat. Dafür haben wir danach noch am Darling Harbour die restlichen Shows angeguckt, die wir am Samstag verpasst hatten, und haben mal wieder zu Fuß die Harbour Bridge überquert, da wir tollen wolkenlosen blauen Himmel hatten, der sich perfekt zum Fotos machen geeignet hat. Das war dann mein Osterwochenende allein, und ich hatte noch eine Ferienwoche mit genau einem Arbeitstag vor mir! :-)