Sonntag, 11. Mai 2014

Olympic Park, Roadtrip to Jervis Bay und Low-Budget-Kino

So, Beginn der zweiten aaanstrengenden Ferienwoche! ;-) Am Dienstag bin ich spontan mit Janet, den Jungs und diversen Freunden von Ihnen zum Olympic Park gefahren. Die anderen waren nochmal auf der Easter Show (die kostenlosen Tickets mussten ja schließlich noch aufgebraucht werden!) und ich hab mir in der Zeit mal den Park angeguckt. Ist wirklich schön dort, und mit dem Wetter hatte ich auch richtig Glück! Insgesamt sieht das ganze dort dem Olympiapark in München aber schon ziemlich ähnlich. Im Aquatic Centre hab ich's dann auch geschafft, den Security-Mann davon zu überzeugen, mich doch mal weiter reingehen zu lassen zum gucken, denn Fenster gibt es da nicht wirklich - zumindest nicht in einer für mich erreichbaren Höhe. :-) Mr. Security hatte auch Verwandte in Frankfurt, wie irgendwie ganz viele Australier, die Freunde, Bekannte oder Verwandte in Deutschland haben, wenn man Ihnen erzählt, dass man dort herkommt. Ansonsten gibt es vor dem Olympiastadion noch eine Art "Stangenwald", wo auf den einzelnen Stangen neben den Medaillengewinnern auch die Namen aller ca.70.000 Freiwilligen aufgelistet haben, die bei der Ausrichtung der Olympischen Spiele 2000 mitgeholfen haben. Auch mal eine schöne Idee!




Am Mittwoch hab ich dann einen weiteren Trapezkurs gemacht, diesmal auch mit Leuten ab 18 aufwärts. Sehr cool, dann kann man sich während der Wartepausen auch mal unterhalten! In diesem Kurs konnte ich die Trainer dann auch davon überzeugen, den am 3. Mai startenden 10-Wochen-Intensivkurs mitmachen zu dürfen (normalerweise muss man dafür mindestens 4, besser mehr, "normale" Kurse gemacht haben). Voll cool also, denn da lernt man dann bestimmt auch mehr als in den normalen Stunden, wenn auch immer wieder ganz neue dabei sind. Am Ende gibt's dann im Juli auch noch eine Show. Bin mal gespannt! Ooh, und dort wurde ich übrigens von drei verschiedenen Trainern angesprochen, die mich für eine Turnerin gehalten haben - liebe Grüße nach Deutschland! :-P

Donnerstag musste ich dann zwar wieder arbeiten, hatte aber einen super entspannten Tag. Ross war bei einem Freund, und Dougs hatte zwei Freunde hier, so dass die drei sich komplett allein beschäftigt haben. Nur zum Essen musste ich sie hin und wieder zwingen. Daher hatte ich viel Zeit, unser Wochenende zu planen. Wir wollten zu viert (Alina, Lisa, Marie (Au Pair aus Finnland) und ich) nach Jervis Bay fahren, ca. 2 Stunden südlich von Sydney. Dort ist unter anderem der Hyams Beach, welcher vor einiger Zeit mal als weißester Strand der Welt den Weg in Guinessbuch der Rekorde geschafft hat (mittlerweile ist es der Whitehaven Beach, aber immerhin auch ein australischer Strand!) ;-) Ursprünglich hatten wir uns mal überlegt, dort zu campen, doch nachdem hier so langsam jetzt dann doch der Herbst kommt,  hatten wir uns eigentlich entschieden, abends wieder zurück zu fahren. Davon hab ich dann meiner Familie erzählt, die dann meinte, wir sollten auf jeden Fall dort über Nacht bleiben, einmal wäre es viel entspannter, und wir könnten auch viel mehr dort machen. Eins ihrer Zelte haben sie mir dann auch angeboten. Nun musste also nur noch das Schlafsack-Problem gelöst werden, da Lisa leider keinen hatte, und keine unserer Familien noch einen zusätzlichen übrig hatte. Am späten Nachmittag ist Janet dann allerdings doch eingefallen, dass sie einen haben, den ich gern mitnehmen kann. Kam mir auch irgendwie komisch vor, die Wahnsinns-Campingausrüstung in der Garage, mindestens drei verschiedene Zelte, und dann kein einziger Schlafsack? Naja, aber so war das auch geklärt, und einen Platz auf einem Campingplatz konnten wir auch noch mieten, direkt am Wasser, für nur 50$ pro Nacht für uns alle zusammen. Am Freitag ging's dann also los, um halb 6 bin ich hier zuhause gestartet, denn wir wollten uns in Campbelltown, ganz im Süden von Sydney treffen, denn Alina (die dort wohnt) kann eins der Autos ihrer Familie jederzeit benutzen. Einen riesigen Rucksack hat mir meine Familie auch noch geliehen, so dass ich einen der Schlafsäcke, sowie eine selbstaufblasbare Isomatte dort noch drin unterbringen konnte, und dann nur noch den zweiten Schlafsack und das Zelt tragen musste. Was dann nicht so leicht war, wie gedacht. Ich habe bis heute keine Ahnung, wie schwer das Zelt war, aber es war wirklich schwer, ein Iglu-Zelt für 6 Personen halt. Nach den ersten 300 m bin ich dann auf die tolle Idee gekommen, das Zelt noch an den Rucksack zu schnallen, so dass ich es zumindest nicht in der Hand herumtragen musste. Die 1,5 km bis zum Bahnhof waren trotzdem ziemlich lang. Und dort angekommen musste ich dann wegen der Überbreite auf dem Rücken auch durch den Rollstuhleingang (dort gibt es Gates, die sich mit dem Ticket öffnen lassen), die normalen waren zu schmal... Trotz nur 3 Minuten Umsteigezeit in Central (ich habe noch keinen vergleichbaren Hauptbahnhof gesehen, der so kompliziert aufgebaut ist, und wo man so derart lange Wege von einem Gleis zum anderen zurücklegen muss), hab ich den nächsten Zug noch rechtzeitig erreicht. Als wir dann in Campbelltown alles verladen, konnte es losgehen, und pünktlich dazu hat es auch erstmal angefangen zu regnen. Zum Glück aber nur für eine halbe Stunde, danach wurde es dann schöner! Am Ziel angekommen, gab es dann zuerst mal Lunchpause am Hyams Beach. Dort war zwar kein strahlender Sonnenschein, aber immerhin kein Regen!
  
Hyams Beach
Und dort haben wir dann sogar 200-300m vom Strand entfernt Delfine gesehen!!! Mit Fotos machen war's leider nicht so einfach, aber auf jeden Fall ein super Erlebnis, und ganz anders als in irgendeinem Zoo! Wir hatten auch nicht damit gerechnet, tatsächlich welche zu sehen, obwohl wir schon gehört hatten, dass das dort häufiger mal möglich ist. Danach ging's dann weiter nach Huskisson, dem größten Ort in Jervis Bay. Der Besuch des Visitor Centers dort hat uns nicht wirklich weitergebracht. Uns wurden für viel Geld Dolphin-Watching-Touren angeboten, die wir aber dankend abgelehnt haben, nachdem wir die Delfine gerade vorher ja schon umsonst gesehen hatten. Nach einem gemütlichen Kaffee dort, und eine kleinen Shoppingtour für's Frühstück bzw. ein paar nette Getränke für den Abend, haben wir uns dann auf den Weg zu unserem Campingplatz gemacht. Mit der Wahl hatten wir auf jeden Fall riesiges Glück, denn er war vermutlich daher so günstig, weil er wirklich weit ab von allem mitten im Busch lag. Die Besitzer haben uns auch gleich darauf aufmerksam gemacht, dass wir das Zelt immer, aber auch wirklich immer zumachen sollten, wenn wir wir darin keinen Besuch von Kängurus, Opossums oder Ähnlichem bekommen wollten. Kängurus sollte es dort ganz viele geben, und tatsächlich, als wir auf dem Weg zu unserem Platz um die erste Kurve gelaufen sind, standen schon drei der Kameraden vor uns. Da die Tiere dort an Menschen gewöhnt sind, ließen sie sich auch problemlos streicheln und fotografieren. Nachdem unser Zelt dann stand (das meine Familie vermutlich vorher noch nie benutzt hatte, wir haben nicht ein einziges Sandkorn oder so gesehen; total cool, dass sie uns das dann trotzdem einfach so ausleihen), sind wir in den angrenzenden Booderee Nationalpark gefahren, um von dort am Strand den Sonnenuntergang anzugucken. Davon haben wir leider wenig gesehen, das es ziemlich bewölkt war, aber schön war's trotzdem. Nachdem wir dann mal angekommen sind, da wir am Eingang erstmal ein kleines Kommunikationsproblem hatten. ;-) Wir wussten vorher, dass wir dort pro PKW 11$ Eintritt bezahlen mussten, und dann 48 Stunden lang so oft rein und rausfahren durften, wie wir wollten. Als wir ankamen, hat uns die nette Dame jedoch einfach durchgewunken, zumindest dachten wir das, und sind erstmal weitergefahren. Als wir sie dann aber etwas hinter uns herrufen hörten, haben wir nochmal angehalten, konnten aber aufgrund der Entfernung trotzdem nicht wirklich verstehen, was sie meinte. Auf jeden Fall etwas mit "zurück fahren", so dass wir davon ausgegangen sind, dass wir umdrehen und dann noch bezahlen sollten. Das hatte sie scheinbar aber nicht gemeint, aber nachdem wir braverweise ja nochmal bei ihr angetanzt sind, hat sie uns trotzdem umsonst reinfahren lassen und uns sogar noch kostenlose Karten mitgegeben. :-) Anschließend waren wir zum Pizza essen nochmal in Huskisson, da es in allen anderen Dörfchen gar nichts gab. Auf dem Rückweg zum Campingplatz sind wir noch zu einem Strand gefahren, an dem man abends im Dunkeln laut der Dame aus dem Visitor Center ganz viele Pelikane beobachten können sollte. Das war leider nicht mehr so, dafür haben wir einen sooo coolen Sternenhimmel gesehen, das war unglaublich schön (die Wolken von vorher waren scheinbar schnell verschwunden)! Gar nicht vergleichbar mit dem über Deutschland. Dabei waren wir ja nicht mal im Outback, wo es wirklich rundherum ganz dunkel ist. Zurück auf dem Campingplatz haben wir den Abend dann mit einem Wein bzw. Bier ausklingen lassen, und hatten dabei noch mal Besuch von ein paar Kängurus, die es auf unsere Chips abgesehen hatten. :-) Am nächsten Morgen waren wir dann noch einmal im Nationalpark und haben einen weiteren richtig schönen Strand entdeckt, den Murrays Beach. Dort war es dann auch so warm, dass wir tatsächlich hätten baden gehen können, wenn wir denn Schwimmsachen dabeigehabt hätten, welche allerdings leider im Auto lagen... Danach mussten wir dann leider schon zurück nach Sydney, weil ich abends babysitten musste. Trotzdem ein wirklich schönes Wochenende, und wir hoffen drauf, dass es (noch) nicht so schnell richtig kalt wird, dass wir das Campen irgendwo nochmal wiederholen können! 




unser nächtlicher Besuch

Murrays Beach
Murrays Beach
Sonntag wollten Alina, Lisa und ich eigentlich auf den Bondi Market, und danach nach Campbelltown ins Kino. Auf dem Markt waren wir tatsächlich auch kurz, haben das Ganze dann aber nach relativ kurzer Zeit aufgrund von einem Wolkenbruch abgebrochen und sind stattdessen wieder einmal bei Max Brenner gelandet, wo die Schokolade unsere Laune deutlich verbessert hat! Danach waren wir dann im Kino, hatten zwar einen relativ weiten Weg dorthin, aber mussten nur 6$ Eintritt bezahlen! Normalerweise kostet ein Kinobesuch hier eher so zwischen 18-23$. Das Kino dort ist allerdings recht klein, und man bekommt auch keine Karten für bestimmte Plätze, wer zuerst da ist, kann sich aussuchen, wo er sitzen möchte. Womit die dort dann ihr Geld verdienen, haben wir allerdings nicht herausgefunden, denn auch Popcorn, etc. sind verdammt günstig gewesen. Wie auch immer, wir hatten jedenfalls eine tolle und preiswerte Beschäftigung für den verregneten Sonntag. :-)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen