Montag, 11. August 2014

Day 6: Curtin Springs Station - Kings Canyon - Erldunda Roadhouse



Nach einem "Ausschlafen" bis kurz nach 7 ging es von der Curtin Spring Station, auf der wir noch eine zweite Nacht verbracht hatten, weiter zum Kings Canyon, ca. 230 km entfernt. Wir hatten vorher schon gehört, dass es dort noch schöner sein sollte, als im Uluru-Kata Tjuta Nationalpark, und waren sehr gespannt! Wir entschieden uns für den 6 km langen Kings Canyon Rim - Walk, welcher oben an der Kante entlang um den Canyon führt. Zuerst ging es recht steile steinige Felsenstufen nach oben, aber danach blieb der Weg meist auf einer Höhe. Der Blick in den Canyon war wirklich gigantisch! Etwa in der Mitte konnte man noch einmal ganz nach unten klettern, in den "Garden of Eden". Der machte seinem Namen auf jeden Fall alle Ehre, und der Umweg hat sich total gelohnt!! Unten gab es ein Wasserloch (Schwimmen war von den Aborigines aber nicht erwünscht), viele bunte Vögel, Palmen und rote Libellen. Zurück ging es dann auf der anderen Seite des Canyons, von der man auch noch so einige richtig schöne Ausblicke hatte. Auf dem Rückweg ging's noch für einen kurzen Tankstop ins Kings Canyon Resort (2,26$), wo wir ein echtes Schnäppchen gemacht haben, bei der einzigen Tankstelle unterwegs lag der Literpreis bereits bei 2,47$. In dieser Hinsicht wird es echt Zeit, dass wir langsam wieder in zivilisiertere Gegende kommen! :-) Übernachtet haben wir dann übrigens auf einer schönen Rest Area ca. 30 km nördlich vom Erldunda Roadhouse. Morgen sind es dann noch knapp 200 km bis nach Alice Springs, wo wir dann erstmal wieder einkaufen müssen. Mal schauen, wie weit in den Norden wir es dann noch schaffen!

P.S. Fotos gibt es hoffentlich auch bald - momentan sitzen wir im Food Court in Alice Springs, mit free WiFi, aber wir wollen ja auch noch ein paar Kilometer schaffen, darum hab ich dafür jetzt leider keine Zeit mehr... :-(

Day 5: Uluru und Kata Tjuta



Um 5 Uhr klingelte bereits unser Wecker, und um kurz nach halb 6 ware wir nach er üblichen Camper-Umbauaktion auf zum Uluru. Pünktlich um 7 Uhr standen wir dann mit vielen anderen auf der Sunrise Viewing Platform. War ein ganz netter Blick, aber insgesamt hatten wir uns mehr davon versprochen. Anschließend gab' s Frühstück auf dem Parkplatz (die morgendliche Kälte war zum Glück mittlerweile verschwunden), und nach einem kurzen Blick in das Aborigine-Infocenter starteten wir unsere 10,6 km lange Uluru-Umrundung. Zwischenzeitlich gab es immer wieder einmal Foto-Verbot, da sich and verschiedenen Orten heilige Plätze der Aborigines befanden. Insgesamt waren wir erstaunt wie unterschiedlich der Uluru von allen Seiten aussieht. An einer Stelle kann man auch auf ihn hinaufklettern, dies wird jedoch von den Aborigines nicht gewünscht, weshalb wir es auch gelassen haben. Viele andere haben es allerdings trotzdem gemacht, während wir uns gefragt haben, warum der Aufstieg nicht einfach ganz verboten wird. Man sieht an dem Weg hinauf auch eine weiße Spur, da das die rote Farbe verursachende Eisenoxid durch die vielen rauf- und runtertrampelnden Touristen bereits weg ist. Mehr als 35 von Ihnen sind bei dem Kletterversuch übrigens auch bereits abgestürzt und gestorben. Wir sind dann am Nachmittag weiter nach Kata Tjuta (auch die Olgas genannt) weitergefahren, ca. 50 km hinter dem Uluru, im selben Nationalpark. Die Olgas sind eine Ansammlung weiterer roter Felsen, ähnlich wie d Uluru selbst, aber kugeliger und knubbliger. Dort gab es auch wieder verschiedene Walks, wir haben uns für den längsten und wahrscheinlich schönsten entschieden, 7,4 km durch das "valley of the winds". Zwischendurch gab es zwei Lookouts, von denen man wirklich einen Wahnsinns-Blick hatte. Am beeindruckensten war, dass die Täler richtig frisch grün waren, und dort allerlei Bäume, Büsche und auch Blumen wachsen. Für ein ganz buntes Blumenmeer waren wir allerdings noch etwas früh dran, das sieht man erstab Anfang/Mitte September, wenn der Frühling richtig beginnt. Insgesamt waren wir aber mega froh, dass wir im Winter hier waren, bei ca. 25 Grad. Das war bereits vollkommen ausreichend, vor allem, wenn man ja auch rumlaufen, und sich etwas angucken will. Ab 36 Grad werden die meisten Wege sowieso gesperrt, aber es war kaum vorstellbar, dass sich das bei solcher Hitze überhaupt jemand antun will... Für uns ging es danach noch schnell nach Yulara/Ayers Rock Resort, um zu tanken und für das nächste Frühstück einzukaufen. Dann schnell zurück, da wir auch den Sonnenuntergang am Uluru noch sehen wollten. Diesmal wurden wir auch wirklichnicht enttäuscht, er glühte richtig rot in der untergehenden Sonne, und wechselte innerhalb von Sekunden verschiedene Rottöne. Ganz kurz, nachdem die Sonne vollständig untergegangen war, ging hinter dem Uluru der Mond auf. In rasender Geschwindigkeit, und es war sogar noch Vollmond! Das anzugucken hat sich auf jeden Fall definitiv gelohnt!!

Day 4: Coober Pedy - Curtin Springs Station Roadhouse



Nach einem entspannten Frühstück in der Campküche und nicht in unserem kleinen Camper haben wir unsere kurze Besichtigungstour durch Coober Pedy gestartet. Als erstes stand Faye's Underground Home auf dem Plan. Diese unterirdische Wohnung wurde vor ca. 50 Jahren von Faye und zweien ihrer Freundinnen von Hand gegraben. Mittlerweile ist sie 82, und wohnt sie allerdings nicht mehr hier, sondern in Queensland. In ihrer Wohnung wohnt nun ein älteres Ehepaar, welches täglich außer sonntags kleine Touren anbietet. Das war auf jeden Fall echt mal interessant. Sogar einen Pool im Wohnzimmer gibt es hier. Das einzige, was allerdings zumindest uns auf die Dauer stören würde, ist, dass man dort absolut kein Tageslicht hat. Jeder Raum hat zwar ein Belüftungsrohr nach oben, Licht kommt dort aber nicht wirklichdurch. Anschließend waren wir noch auf dem Big Winch Lookout, einer überdimensionalen Winde auf einem Hügel, von wo aus man einen Ausblick über ganz Coober Pedy hatte. Solche "Big Things" gibt es so einige in Australien, immer irgendwelche Dinge, für die die Region bekannt ist. In und um Coober Pedy wurde übrigens diverse End-of-the-world- Filme gedreht, zum Beispiel Mad Max 3, Ground Zero oder Pitchblack (Riddick 1). Das Raumschiff aus Pitchblack soll hier auch noch irgendwo herumliegen und anzugucken sein, gefunden haben wir es allerdings nicht mehr. :-) Bezüglich unseres abgelaufenen Aufklebers am Auto sind wir ubrigens noch nicht wirklich weitergekommen. Die Jucy-Mitarbeiterin meinte, sie müsste erst woanders nachfragen, das ginge allerdings erst um 10. Da wir ja aber auch weiter wollten, und unterwegs nirgendwo mehr Empfang haben, wollte sie auch schnellstmöglich zurückrufen, hat es aber nicht getan. Also sind wir dann gegen halb 11 trotzdem erstmal weiter gefahren und versuchen's dann später selbst nochmal. Nachdem wir gestern kaum überhaupt andere Autos getroffe haben, überholen wir heute ständig gaaaanz langsam fahrende Mofas und ebenso langsame andere historische Gefährte. Bei der Anzahl müssen die eigentlich zu irgendeiner Veranstaltung unterwegs sein, zumal auch keiner irgendwelches Gepäck dabei hat (und das bei den Entfernungen hier!). Mal sehen, ob wir das im Laufe des Tages noch herausfinden! :-) Benzin sollte hin Coober Pedy übrigens bereits 1,81$ kosten, bisher war 1,53 das meiste, was wir bisher bezahlt hatten. Aber wir haben noch eine kleine Hinterhoftankstelle entdeckt, wo der Liter nur 1,64$ gekostet hat. Ja, da merkt man schon langsam, dass man "right in the middle of nowhere" ist... Beim nächsten mal waren dann bereits 1,90$ fällig und später noch 2,05$. Wir Zeit, dass wir wieder in belebtere Gegenden kommen! :-P Die nächste Nacht haben wir dann schon im Northern Territory verbracht, auf der Curtin Springs Station, einer Rinderfarm, auf der man (ohne Strom, aber wir haben ja eh keinen Anschluss) kostenlos campen kann. Duschen kostet zwar 3$ pro Person, da der Aufwand, das Wasser so weit ins Outback zu bringen, so groß ist, aber die haben wir gern bezahlt, im Vergleich zu einer Nacht für 50$ auf dem Campingplatz im Ayers Rock Resort. Dort hätten wir zwar morgens dann einen kürzeren Weg zum Uluru gehabt (so waren es noch ca. 90 km), aber das ließ sich so auch noch ertragen! Abends ging's dann früh ins Bett, da wir morgens ja schon den Sonnenaufgang am Uluru sehen wollten, um 7:18!

Day 3: Burra - Coober Pedy (741 km)



Nachdem unsere erste Nacht ja schon recht kühl war, wurde sie von der zweiten noch getoppt: morgens war alles gefroren, und wie wir später erfahren haben, hatten wir eine Tiefsttemperatur von -4 Grad. Mittlerweile bin ich ganz froh über mein Surfen und den Tauchkurs im australischen Winter, das hat mich vermutlich schon ziemlich abgehärtet. :-D Nach dem Frühstück haben wir uns noch einmal eine heiße Dusche gegönnt, wer weiß, wann wir diesen Luxus das nächste Mal haben! Als die Sonne dann erstmal richtig draußen war, wurde es dann aber auch schnell deutlich wärmer! Jetzt sind wir unterwegs Richtung Norden, noch über ein paar kleinere Straßen und dann geht's auf dem Stuart Highway nach Coober Pedy und anschließend so richtig ins Red Centre. Seit wir in South Australia sind, befinden wir uns übrigens in der Central Standard Time, und unser Zeitunterschied nach Deutschland beträgt nur noch 7,5 Stunden. Diese Zeitzone gilt in South Australia, dem Northern Territory und auch in Broken Hill, einem kleinen Outbackstädtchen in New South Wales. Die Landschaft um uns herum hat sich mittlerweile auch verändert, viele richtig grüne Wiesen, ein paar Rapsfelder, und insgesamt wieder etwas hügeliger. Nach einem kurzen Einkaufsstop in Port Augusta (wer weiß wann wir auf den nächsten Supermarkt treffen) ging es dann auf dem Stuart Highway in Richtung Norden. Direkt hinter der Stadt, welche mit 15.000 Einwohnern für australische Verhältnisse schon fast als Großstadt gilt, begann dann auch die rote Landschaft, welche man sich üblicherweise unter dem australischen Outback vorstellt. Der Stuart Highway (benannt nach John McDouall Stuart, welcher als erster Australien von Süden nach Norden durchquert hat) ist auch nicht mehr, wie die Straßen vorher  von Zäunen gesäumt, so dass man alle paar Kilometer vor herumlaufenden Rinder gewarnt wird. Wir haben allerdings nur eins tot am Rand liegen sehen. Nach 165 km erreichten wir dann Pimba, was allerdings keine Stadt war, wie wir vorher angenommen hatten, sondern nur ein Roadhouse mit angeschlossenem Hotel und 40 Einwohnern. Hier konnte man auch umsonst duschen, und über Nacht mit dem Camper stehen  bleiben können, aber da es erst 15 Uhr war, sind wir nach unserer verspäteten Mittagspause weitergefahren bis Coober Pedy. Coober Pedy gilt als "opal capital of the world", hier wird der Großteil der weltweit vorkommenden Opale abgebaut. Insgesamt kommen 80% dieser Edelsteine aus Australien, die teuersten allerdings nicht aus Coober Pedy, sondern aus kleineren Orten in New South Wales. Aufgrund der hohen Temperaturen im Sommer (40-50 Grad tagsüber) leben 80% der Einwohner Häusern/Wohnungen unter der Erde, welche in den Fels hineingegraben wurden. Dort drin herrscht ganzjährig eine Temperatur von 20-25 Grad, man braucht weder Klimaanlage noch Heizung. Auch unser Campingplatz, Riba's Underground Camping, hat Zimmer und Zeltplätze unter der Erde vermietet. Wegen der Größe unseres Campers mussten wir allerdings ganz normal auf der Wiese stehen. Dafür gab es aber eine Fernseh- und Internetraum unter der Erde. Hier konnten wir heute auch bei angenehmen 22 Grad essen. Generell war es aber sowieso deutlich wärmer, obwohl hier ja auch Wüstenklima mit nächtlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt herrschen sollte. Wir vermuten allerdings eher, dass es so um die 8 Grad gewesen sein müssen. So hatten wir uns das Ganze schon eher vorgestellt! :-) Auf dem Weg zum Campingplatz, welcher etwas außerhalb liegt, sind wir mitten im Ort noch in eine Polizeikontrolle gekommen. Die netten Polizisten haben uns erstmal darauf aufmerksam gemacht, dass Registratio n-Aufkleber am Beifahrerfenster unseres Campers bereits seit Februar abgelaufen wäre. Wir sollten doch morgen mal beim Vermieter anrufen und nachfragen, und das Ding dann wahrscheinlich abmachen, da wir damit im Northern Territory eventuell Probleme bekommen könnten. Na mal gucken, was dabei herauskommt! :-)

Day 2: Narrandera - Burra (798 km)



Dank der coolen, unten sogar mit Druckknöpfen zu befestigenden Vorhänge war unsere erste Nacht dann um 7 beendet und nicht schon mit dem ersten Sonnenstrahl. Um die Innentemperatur etwas zu erhöhen, haben dann mal drinnen unseren Kaffee gekocht, und ein kleines bisschen hat's wohl auch gebracht. Nach dem Frühstück, einer kleinen Rundfahrt durch Narrandera zum kurzen Einkauf beim Coles ging es dann weiter auf dem Sturt Highway in Richtung Adelaide. Die hügelige Landschaft, die wir direkt hinter Sydney durchfahren haben, hat sich mittlerweile in eine ziemlich flache Ebene mit ein paar trockenen Sträuchern, und hin und wieder vereinzelten Bäumen verwandelt. Unterwegs haben wir auch schon ein paar Emus getroffen, von wirklich nah dran wollten sie sich aber leider nicht fotografieren lassen. Unterbrochen wird unsere Fahrt ca. alle 300km von Tankstops. Hier in New South Wales gibt es zwar noch relativ regelmäßig Tankstellen, aber wir müssen's ja nicht herausfordern. ;-) Mittlerweile haben wir gerade Mildura durchquert, die erste (und vermutlich auch einzige) Stadt im Bundesstaat Victoria auf unserem Weg nach South Australia. Kurz dahinter folgt ein etwa 100km gerades Stück Straße, nicht einmal kleine Biegungen gibt es hier. Das ist aber bei weitem nicht nicht die längste gerade Straße Australiens, die befindet sich nämlich mit 478km in der Nullarbor Plain zwischen Adelaide und Perth (wohin wir aus Zeitgründen aber nicht fahren werden). Kurz vor der Grenze von Victoria nach South Australia standen dann schon Schilder am Fahrbahnrand, dass man, um die Fruchtfliege aus South Australia fernzuhalten, sein mitgebrachtes Obst und Gemüse vorher entsorgen müsste. Dasselbe hatten wir vorher heute schon einmal gesehen, mitten in NSW, neben einer großen gelben Tonne. Dort hatten wir noch beschlossen, das mal zu ignorieren und sind weitergefahren. Das war hier leider nicht mehr möglich, es gab eine richtige Quaratäne Station, die ähnlich aussah, wie ein Grenzübergang. Der nette Mitarbeiter hat uns erst gefragt, was wir denn genau dabei haben, woraufhin wir ihm alle Bananen, Äpfel, Kartoffeln, Zwiebeln und Karotten gebeichtet haben. Trotzdem wollte er persönlich noch einen Blick in den Camper werfen, hat aber nichts anderes mehr gefunden. Haben wollte er allerdings dann doch nur das Obst, also konnten wir das Gemüse behalten. Da wir nur noch zwei Bananen und einen Apfel hatten, wollten wir diese noch schnell essen, aber das wurde uns mit Hinweis auf die Infotafel, auf der das genauer erläutert wurde, untersagt. Naja, wir waren jedenfalls froh, dass wir uns morgens dagegen entschieden hatten, noch weitere Bananen zu kaufen. Der erste Fruit Stall nach der Grenze ließ jedenfalls auch nicht lange auf sich warten. :-) Da wir aber noch ein Stückchen schaffen wollten heute, sind wir daran erstmal vorbeigefahren. Übernachte wollten wir dann heute im Camping und Caravan Park Burra. Das niedliche Örtchen hat ganze 978 Einwohner, so dass wir auch erstmal versehentlich daran vorbeigefahren sind. :-) Dafür ließ sich der Campingplatz schnell finden, und nach einem Anruf beim Besitzer konnten wir auch einen Schlüssel finden und uns ei Plätzchen für die Nacht suchen. Leider gab es hier keine geschlossene, sondern nur eine überdachte Küche, so dass aus dem Kochen im Warmen nichts wurde. Aber immerhin mit Licht und heißem Wasser zum Abwaschen! Nach dem Essen ging's dann erstmal gaaanz heiß duschen, das wurde auch echt Zeit! :-) Man hat sich gefühlt wie im Winter in der Therme, man steht zwar unter dem warmen Wasser, atmet aber die ganze Zeit eiskalte Luft ein. Wir haben's auf jeden Fall genossen! Die Nacht war dann natürlich aber trotzdem wieder etwas frischer. ;-)

Starting our Roadtrip: Day 1: Sydney - Narrandera (554 km)



Unser erster Campertag begann ein bisschen später als geplant, aber um 11 waren wir dann bei Jucy angekommen und haben unser lila-quietschgrünes Gefährt in Empfang genommen. Der netten Mitarbeiterin, die uns das Auto erklärt hat, hat man jedenfalls angemerkt, dass sie den Job nicht erst seit gestern macht, ihr Tempo war kaum zu überbieten. :-) Nachdem dann ein platter Hinterreifen noch aufgepumpt worden war, ging's anschließend erstmal zum Aldi, die günstige Einkaufsmöglichkeit mussten wir schließlich noch nutzen, solange es sie gab! Der zuerst angepeilte Aldi ist es dann aber nicht geworden, da es nur ein 2,05m hohes Parkhaus ab, und wir aber schon eine Höhe von 2,50m haben. Nach dem ersten kleinen Umweg konnte es dann aber endlich losgehen! Ein erstes am Straßenrand herumhüpfendes Känguru haben wir recht schnell gesehen, die ersten toten allerdings leider auch. :-( Für den ersten Tag hatten wir uns eigentlich vorgenommen, ungefähr bis Wagga Wagga zu kommem, ca. 450 km westlich von Sydney. Nachdem wir dort aber weder einen Campingplatz noch eind geeignete Res Area (Stellplatz mit Toiletten, Tisch und in gaaanz seltenen Fällen auch Dusche) gefunden haben, und die Straße gut ausgebaut war, sind wir dann sogar noch etwas weiter gefahren, bis in das schöne Dörfchen Narrandera. Dort haben wir in der Old Brewery Road an dem ziemlich verschlammten Murrumbidgee River immerhin eine Rest Area mit einer einsamen Laterne entdeckt, vielleicht nicht ganz schlecht für den ersten Abend und die noch anstehende Umräumerei. Lichttechnisch war das dann allerdings eh ziemlich problemlos, da wir auch hinten im Camper überall kleine Lampen haben, aber das wussten vorher ja noch nicht. Der Versuch, alle Taschen auf den Vordersitzen unterzubringen gestaltete sich da schon etwas schwieriger. Die Hupe am Lenkrad lässt sich nämlich seeehr leicht bedienen, sodass wir erstmal ein kleines unabsichtliches Hupkonzert veranstaltet haben. Wir sind uns aber nach wie vor sicher, dass es reiner Zufall war, dass wir kurz darauf von einem Polizeiauto umrundet wurden. :-) Die Polizisten haben uns aber nicht mal angesprochen, so dass wir dann mit dem Kochen unseres ersten Abendessens starten konnten. Es gab, der Einfachheit halber, Nudeln mit Pesto. Da sich die Bedingungen in den nächsten Wochen wahrscheinlich nicht allzu sehr ändern werden, wird das wohl noch öfter auf dem Speiseplan stehen. Juhuuu, zumindest einer von uns freut sich sehr über diese Aussichten! :-) Ich hab in der Hinsicht aber auch was aufzuholen, da es bei meiner Gastfamilie zwar immer leckeres Essen gab, aber meist nur einmal in zwei Wochen Pasta, so dass ich meinen gewohnten Nudelkonsum leider nicht aufrecht erhalten konnte... Essen konnten wir sogar im Camper, der hat ein kleinen ausklappbaren Tisch und zwei Bänke, die später um Bett umgebaut werden können. In Anbetracht der frostigen nächtlichen Außentemperaturen waren wir auch echt froh, dass wir nicht draußen im Stehen essen mussten. Der Umbau zum Bett ist dann eigentlich ziemlich schnell erledigt, wenn man denn erstmal weiß, wie! Um die volle Länge des Bettes zubekommen (Jens kann aber trotzdem nicht ganz ausgestreckt liegen), mussten wir die Vordersitze noch ganz nach vorne fahren, was dann nochmal zu einer kleinen Hupeinlange geführt hat. ;-) Für die erste Nacht wollten wir es dann mal nur mit der Decke, die wir mit Camper bekommen haben, und ohne einen zusätzlichen Schlafsack probieren, aber bei dem einen Versuch wird es auch bleiben, bis wir den warmen tropischen Norden erreicht haben! Meine Hände und Füße haben sich schnell von Ihrer normalen Farbe und in die Gefühllosigkeit verabschiedet, das muss ich nicht jeden Abend erleben. ;-) Und auch Jens, der da ja eher kälteunempfindlich ist, fand's nicht mehr wirklich warm. Der Camper hat allerdings keinen Anschluss für Strom außen, so dass wir uns einerseits zwar die teureren powered sites auf den Campingplätzen sparen können, aber sich auch die Anschaffung eines kleinen Heizlüfters nicht rentieren würde. Davon abgesehen, ist das Ganze aber ziemlich gut durchdacht. Wir haben eine Mini-Spüle, einen 10l-Wassertank, einen kleinen Kühlschrank, zwei Gaskocher, Topf, Wasserkessel, Pfanne, Teller, Tassen, Gläser, Besteck etc... Die zweite Schlafmöglichkeit oben ist sogar komplett abgetrennt und von außen per Leiter erreichbar, so dass Jens und ich unten unser komplett "eigenes Zimmer" haben. :-)

Melbourne

Naja, "soon" war das jetzt nicht wirklich, aber ich dachte mir, wenn ich n bissl Zeit hab, versuche ich mal, das Ganze hier noch zu vervollständigen
Ich hab also am Donnerstag abend (24.07.) auf den Weg zum Zug und dann zum Flughafen gemacht um dann mit Tiger Air nach Melbourne zu fliegen. Um mir die völlig überflüssige und überteuerte Airport Fee in Höhe von 13 AUD zu sparen, nur um mit dem Zug direkt am Terminal aussteigen zu können, bin ich schon eine Station eher in Mascot ausgestiegen und bin das letzte Stück gelaufen. Da ich ja sowieso nur Handgepäck mitnehmen durfte, und der Weg jetzt auch nicht so weit war, war das auch kein Problem. Und ich hatte auch so noch viiiel Zeit am Flughafen, da ich natürlich wieder mal extra früh losgefahren bin, um auch ganz sicher zu sein, dass ich pünktlich da bin. :-) Dabei hatte ich natürlich auch noch die Sicherheitskontrollen etc einkalkuliert, die aber scheinbar bei Inlandsflügen auch eher weniger ernst genommen werden. Nachdem ich dann also lang genug rumgesessen habe, durften wir über's Rollfeld zum Flugzeug laufen (jaaa, genauso wie in Europa bei Ryanair). Nur, dass bis zu diesem Zeitpunkt auch noch niemand mein Ticket sehen wollte (erst beim Einsteigen dann), und der Reisepass hat überhaupt keinen interessiert. Nach etwas mehr als einer Stunde bin ich dann also in Melbourne gelandet, und mit dem letzten Bus in die Stadt gefahren. Dieser fuhr bis zur Southern Cross Station, also recht ziemlich weit in die Innenstadt. Hier hat man dann den australischen Winter schon etwas mehr gemerkt als in Sydney, so dass ich mir für den restlichen Fußweg erstmal noch eine heiße Schokolade aus dem 7/11 mitgenommen hab. Das Hostel war dann schnell gefunden, das letzte freie Bett in dem 10er-Zimmer leider nicht... Aber auch das hab ich dann im Dunkeln irgendwann geschafft, und bin dank meiner Ohropax auch schnell eingeschlafen.

Am Freitag bin ich dann erstmal mit einer richtig schönen Erkältung aufgewacht, die sich natürlich genau bis Sonntag gehalten hat. Aber davon wollte ich mir Melbourne jetzt auch nicht vermiesen lassen, also hab ich mich erst mal auf die Suche nach Frühstück und Kaffee gemacht. Da die Stadt ja bekannt für ihre vielen kleinen Cafes ist, war das auch nicht weiter schwierig. Danach ging's weiter zur Touri Info am Federation Square (ein zentraler großer Platz), wo ich mich mit einem Stadtplan und ein paar weiteren Flyern eingedeckt hab. Gleich dort um die Ecke befindet sich die Hosier Lane, eine winzige Straße, in welcher die Hauswände mit Grafitti verziert sind. Aber nicht zugeschmiert, wie man das sonst oft sieht, sondern mit richtig schönen Motiven. Von dort aus ging's dann weiter zum Parliament House, dem Sitz der Regierung von Victoria. Dort gibt es unter der Woche täglich kostenlose Führungen, so dass ich mir das dann auch gleich einmal von Innen anschauen konnte. Die Sicherheitskontrollen hier haben die am Flughafen im Übrigen deutlich überstiegen... Drinnen konnte man dann verschiedene Räume besichtigen, allerdings verlässt mich hier gerade meine Erinnerung an Einzelheiten... Außerdem steht dort eine Statue der früheren englischen Königin Victoria, welche dieser so sehr nicht gefallen hat, dass sie sie an einen möglichst weit von London entfernten Punkt bringen lassen hat. :-)

Nachmittags gings dann mit der kostenlosen City Circle Tram (einer schönen alten, kleinen aber vor allem verdammt langsamen Tram) weiter in Richtugn Victctoria Market. Im Endeffekt hätte ich bei dem Tempo auch laufen können, denn wirklich weit war's jetzt dahin auch nicht, aber sowas muss man ja auch mal mitnehmen! Auf dem Markt gibt es neben unendlich vielen Lebensmittelständen (Obst, Gemüse...) auch ebenso viele Stände mit allem möglichen anderen Kram. Manches ganz nett, vieles aber auch einfach nur kitschig. Aber ich habe dort endlich einen Australien- und einen Känguruh-Anhänger gefunden! Aber dazu später mehr...