Um 5 Uhr klingelte bereits unser Wecker,
und um kurz nach halb 6 ware wir nach er üblichen Camper-Umbauaktion auf zum Uluru.
Pünktlich um 7 Uhr standen wir dann mit vielen anderen auf der Sunrise Viewing
Platform. War ein ganz netter Blick, aber insgesamt hatten wir uns mehr davon
versprochen. Anschließend gab' s Frühstück auf dem Parkplatz (die morgendliche
Kälte war zum Glück mittlerweile verschwunden), und nach einem kurzen Blick in
das Aborigine-Infocenter starteten wir unsere 10,6 km lange Uluru-Umrundung. Zwischenzeitlich
gab es immer wieder einmal Foto-Verbot, da sich and verschiedenen Orten heilige
Plätze der Aborigines befanden. Insgesamt waren wir erstaunt wie unterschiedlich
der Uluru von allen Seiten aussieht. An einer Stelle kann man auch auf ihn
hinaufklettern, dies wird jedoch von den Aborigines nicht gewünscht, weshalb
wir es auch gelassen haben. Viele andere haben es allerdings trotzdem gemacht,
während wir uns gefragt haben, warum der Aufstieg nicht einfach ganz verboten
wird. Man sieht an dem Weg hinauf auch eine weiße Spur, da das die rote Farbe
verursachende Eisenoxid durch die vielen rauf- und runtertrampelnden Touristen
bereits weg ist. Mehr als 35 von Ihnen sind bei dem Kletterversuch übrigens
auch bereits abgestürzt und gestorben. Wir sind dann am Nachmittag weiter nach
Kata Tjuta (auch die Olgas genannt) weitergefahren, ca. 50 km hinter dem Uluru,
im selben Nationalpark. Die Olgas sind eine Ansammlung weiterer roter Felsen, ähnlich
wie d Uluru selbst, aber kugeliger und knubbliger. Dort gab es auch wieder
verschiedene Walks, wir haben uns für den längsten und wahrscheinlich schönsten
entschieden, 7,4 km durch das "valley of the winds". Zwischendurch
gab es zwei Lookouts, von denen man wirklich einen Wahnsinns-Blick hatte. Am
beeindruckensten war, dass die Täler richtig frisch grün waren, und dort allerlei
Bäume, Büsche und auch Blumen wachsen. Für ein ganz buntes Blumenmeer waren wir
allerdings noch etwas früh dran, das sieht man erstab Anfang/Mitte September,
wenn der Frühling richtig beginnt. Insgesamt waren wir aber mega froh, dass wir
im Winter hier waren, bei ca. 25 Grad. Das war bereits vollkommen ausreichend,
vor allem, wenn man ja auch rumlaufen, und sich etwas angucken will. Ab 36 Grad
werden die meisten Wege sowieso gesperrt, aber es war kaum vorstellbar, dass
sich das bei solcher Hitze überhaupt jemand antun will... Für uns ging es
danach noch schnell nach Yulara/Ayers Rock Resort, um zu tanken und für das
nächste Frühstück einzukaufen. Dann schnell zurück, da wir auch den
Sonnenuntergang am Uluru noch sehen wollten. Diesmal wurden wir auch
wirklichnicht enttäuscht, er glühte richtig rot in der untergehenden Sonne, und
wechselte innerhalb von Sekunden verschiedene Rottöne. Ganz kurz, nachdem die
Sonne vollständig untergegangen war, ging hinter dem Uluru der Mond auf. In
rasender Geschwindigkeit, und es war sogar noch Vollmond! Das anzugucken hat
sich auf jeden Fall definitiv gelohnt!!
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