Nach einem entspannten Frühstück in der Campküche
und nicht in unserem kleinen Camper haben wir unsere kurze Besichtigungstour durch
Coober Pedy gestartet. Als erstes stand Faye's Underground Home auf dem Plan. Diese
unterirdische Wohnung wurde vor ca. 50 Jahren von Faye und zweien ihrer
Freundinnen von Hand gegraben. Mittlerweile ist sie 82, und wohnt sie allerdings
nicht mehr hier, sondern in Queensland. In ihrer Wohnung wohnt nun ein älteres
Ehepaar, welches täglich außer sonntags kleine Touren anbietet. Das war auf
jeden Fall echt mal interessant. Sogar einen Pool im Wohnzimmer gibt es hier. Das
einzige, was allerdings zumindest uns auf die Dauer stören würde, ist, dass man
dort absolut kein Tageslicht hat. Jeder Raum hat zwar ein Belüftungsrohr nach
oben, Licht kommt dort aber nicht wirklichdurch. Anschließend waren wir noch
auf dem Big Winch Lookout, einer überdimensionalen Winde auf einem Hügel, von
wo aus man einen Ausblick über ganz Coober Pedy hatte. Solche "Big Things"
gibt es so einige in Australien, immer irgendwelche Dinge, für die die Region
bekannt ist. In und um Coober Pedy wurde übrigens diverse End-of-the-world-
Filme gedreht, zum Beispiel Mad Max 3, Ground Zero oder Pitchblack (Riddick 1).
Das Raumschiff aus Pitchblack soll hier auch noch irgendwo herumliegen und
anzugucken sein, gefunden haben wir es allerdings nicht mehr. :-) Bezüglich
unseres abgelaufenen Aufklebers am Auto sind wir ubrigens noch nicht wirklich
weitergekommen. Die Jucy-Mitarbeiterin meinte, sie müsste erst woanders
nachfragen, das ginge allerdings erst um 10. Da wir ja aber auch weiter
wollten, und unterwegs nirgendwo mehr Empfang haben, wollte sie auch
schnellstmöglich zurückrufen, hat es aber nicht getan. Also sind wir dann gegen
halb 11 trotzdem erstmal weiter gefahren und versuchen's dann später selbst
nochmal. Nachdem wir gestern kaum überhaupt andere Autos getroffe haben,
überholen wir heute ständig gaaaanz langsam fahrende Mofas und ebenso langsame
andere historische Gefährte. Bei der Anzahl müssen die eigentlich zu irgendeiner
Veranstaltung unterwegs sein, zumal auch keiner irgendwelches Gepäck dabei hat
(und das bei den Entfernungen hier!). Mal sehen, ob wir das im Laufe des Tages
noch herausfinden! :-) Benzin sollte hin Coober Pedy übrigens bereits 1,81$
kosten, bisher war 1,53 das meiste, was wir bisher bezahlt hatten. Aber wir
haben noch eine kleine Hinterhoftankstelle entdeckt, wo der Liter nur 1,64$
gekostet hat. Ja, da merkt man schon langsam, dass man "right in the
middle of nowhere" ist... Beim nächsten mal waren dann bereits 1,90$
fällig und später noch 2,05$. Wir Zeit, dass wir wieder in belebtere Gegenden
kommen! :-P Die nächste Nacht haben wir dann schon im Northern Territory
verbracht, auf der Curtin Springs Station, einer Rinderfarm, auf der man (ohne
Strom, aber wir haben ja eh keinen Anschluss) kostenlos campen kann. Duschen kostet
zwar 3$ pro Person, da der Aufwand, das Wasser so weit ins Outback zu bringen, so
groß ist, aber die haben wir gern bezahlt, im Vergleich zu einer Nacht für 50$
auf dem Campingplatz im Ayers Rock Resort. Dort hätten wir zwar morgens dann
einen kürzeren Weg zum Uluru gehabt (so waren es noch ca. 90 km), aber das ließ
sich so auch noch ertragen! Abends ging's dann früh ins Bett, da wir morgens ja
schon den Sonnenaufgang am Uluru sehen wollten, um 7:18!
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