Samstag, 5. Juli 2014

Der 50. Geburtstag und ...finally Surfing - eins der frostigsten Erlebnisse meines Lebens!

In dieser Woche hat sich eigentlich immer noch alles um den 50. Geburtstag von David gedreht (der war am Dienstag, die Party dann am Samstag drauf). Irgendwie hab ich auch das Gefühl, dass die Australier Geburtstage grundsätzlich eine ganze Woche lang feiern, und zwar auch schon im Voraus. Wenn man das Geburtstagskind also weder an dessen Geburtstag, noch 1-2 Tage darauf sieht, aber schon drei  Tage davor, dann gibt es eben dann schon Kuchen, Geschenke und Happy-Birthday-Singen. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber das führte immerhin dazu, dass es bei uns an drei oder vier Tagen diverse superleckere Schokoladenkuchen gab! Und natürlich immer Schokokuchen, ich glaube, die Jungs wissen gar nicht, dass es Kuchen auch noch in anderen Geschmacksrichtungen gibt! :-D
Nachdem dann am Montag ja noch der Feiertag war, und meine Familie noch nicht zurück, hatte ich also freie Bahn um schnell das wöchentliche Putzen hinter mich zu bringen und dann mit meinem kostenlosen Bahnticket noch einmal Alina zu besuchen. Zuerst gab es mal wieder Frozen Yogurt, der ist aber auch wirklich sooo lecker! Wir haben mittlerweile auch den günstigsten Laden gefunden, Yogurtland, dort kosten 100g nur 2,20$; es gibt auch andere, bei denen man 3,50$ dafür zahlt! Und außerdem verteilt Yogurtland immer Mini-Becher, in denen man die einzelnen Sorten vor dem Kaufen dann probieren kann. Inzwischen kennen wir zwar alle (bis auf so Specials, alle 2-3 Wochen gibt es dann nochmal eine neue Sorte für eine kurze Zeit), aber das hindert uns natürlich trotzdem nicht am Probieren! :-) Anschließend waren wir dann nochmal im günstigsten Kino Sydney, bevor ich mich dann auf meinen dank Trackwork und Ersatzbussen fast 2,5 Stunden langen Rückweg gemacht habe. Freundlicherweise hat sich der Busfahrer an einer Haltestelle dann noch mit einem anderen Fahrer verquatscht, so dass ich dann um genau zwei Minuten meinen Anschlusszug verpasst habe und noch einmal eine halbe Stunden warten durfte. 
Dienstag hab es dann also wieder einmal Kuchen, und abends sind die Eltern mit den Jungs essen gegangen. Ich hab den freien Abend für eine weitere Flying Trapeze Class zu nutzen. Mittwoch war mein eigentlich erster richtiger Arbeitstag in dieser Woche - wenn man das denn so nennen kann. Ich hatte ja erstmal frei, nachdem ich alle am Bahnhof bzw. der Schule abgeliefert hatte, und dass dann auch fast den ganzen Tag. Nach Schulschluss musste ich Dougs und zwei Freunde abholen und zum Tennis fahren (hat vielleicht inklusive aller Fahrten eine knappe halbe Stunden gedauert), dafür hat dann eine der Mütter die drei von dort zum Ninjitsu gefahren. Meine einzige weitere Aufgabe war dann noch, Dougs abends dort abzuholen, und ihm sein Dinner zu "kochen", was dann auch in ein paar Minuten erledigt war. Viel mag er nämlich nicht, so dass es für ihn immer nur eine Karotte, einen Toast mit Avocado, und dazu ein bissl Chicken, Bratwurst oder Fischstäbchen gibt. Auf jeden Fall sind ja meine normalen Arbeitstage schon echt entspannt, aber das heute hat alles bisher getoppt! :-)
Donnerstag hab ich dann den Nachmittag genutzt, einen Kuchen für den Verkauf beim Walkathlon in der Schule (alle Schüler gehen Runden auf der Laufbahn und müssen Sponsoren finden, die pro Runde ein paar Dollar spenden, die dann die Schule bekommt) gebacken. So konnte ich mal ein Experiment wagen, und einen  Nicht-Schokokuchen machen! Es ist dann am Ende Joghurt-Himbeer-Zitrone geworden. :-)
Freitag hatte Alina dann aufgrund diverser Überstunden auch frei, so dass wir uns in der Stadt getroffen haben, um den Foodies Market in The Rocks zu besuchen. Wie ich bestimmt schon mal erwähnt habe, kann man ja auf den normalen Märkten meist schon recht viele coole Sachen kostenlos probieren, so dass wir dachten, dass das hier erst Recht so wäre... War aber leider nicht wirklich der Fall. Die meisten Stände haben nur verschiedene Dinge zum Lunch angeboten, die man dann aber selbstverständlich kaufen musste. Das wollten wir dort dann aber nicht, da es mittags sowieso immer viele günstige Lunch-Angebote gibt, und sind stattdessen zum Darling Harbour gelaufen, wo wir dann zusätzlich noch einen schönen Ausblick hatten. Anschließend waren wir noch eine kleine Runde shoppen, da ich für die Party Samstag noch Schuhe brauchte. Ein Kleid hatte ich schon in einem Rot-Kreuz-Secondhandshop gefunden, wo scheinbar ganz Australien für Mottopartys einkaufen geht. Denn das ganze sollte Samstag eine 1964-Party werden. Ich bin zum Glück auch noch fündig geworden! Die Party fand dann allerdings mehr draußen als drinne statt, so dass ich mir natürlich mal wieder schön einen abgefroren hab - alle anderen scheinbar nicht, obwohl sie zum Teil noch deutlich weniger an hatten als ich. Abgesehen davon war der Abend echt lustig, aber auch pünktlich um Mitternacht beendet, da die meisten Gäste auch Kinder hatten und einen Babysitter zuhause, der dort nicht die ganze Nacht verbringen sollte. So hab ich zum Beispiel eine unsere Nachbarinnen näher kennengelernt, die ich bisher eigentlich nur getroffen hab, wenn ich vom Laufen zurückgekommen bin. Sie und ihr Mann arbeiten als Kameramann/-frau bei ABC, und daher hatte sie so eines Interessantes zu erzählen. Außerdem waren da noch die Eltern eines Freundes von Ross, der im letzten Jahr auf eine deutsche Schule gewechselt ist, und dort nun 8 Stunden Deutschunterricht pro Woche hat. Das ist recht außergewöhnlich für Australien, denn die Schüler hier müssen keine Fremdsprache lernen. Die meisten Schulen (vor allem natürlich die privaten), bieten zwar mehrere verschiedene an, aber wer sich z.B. lieber nur auf Naturwissenschaften konzentrieren möchte, kann das auch tun. Und wer sich entscheidet, eine Fremdsprache zu lernen, kann diese auch nach einem Jahr wieder abwählen. Ich habe zum Beispiel schon einige Leute kennengelernt, die jeweils ein Jahr Deutsch, dann Französisch, dann Japanisch und vielleicht noch Chinesisch gelernt haben, aber aufgrund der kurzen Zeit sich in keiner der Sprachen wirklich verständigen konnten. Aber die meisen denken sich halt - wozu auch? Englisch können die meisten im Ausland eh sprechen, und bevor sie überhaupt mal in ein Land kommen, wo Englisch nicht die Landessprache ist, müssen sie eh schon mindestens einen Langstreckenflug hinter sich bringen. So viel zu dem Abend. Wir hatten dann noch diverse Übernachtungsgäste, die in sämtlichen Zimmern, auf Matratzen, Sofas und Luftmatratzen geschlafen haben,  und daher auch ein volles Haus zum Frühstück (ca. 20 Leute), dass dann richtig schön zelebriert wurde, mit Spiegelei, Bacon, Pancakes... :-) Danach sollte dann heute tatsächlich Alinas und meine Surfstunde in Manly stattfinden. Nachdem wir dort ankamen, stellten wir erstmal fest, dass der Kurs mit ca. 25-30 Leuten stattfand, und drei Surflehrern. Eine ganz schöne Umstellung, nachdem wir in meinem letzten Kurs ja gerade mal zu zweit waren. Das an sich wäre ja noch nicht mal so schlimm gewesen, aber insgesamt war das schon ziemlich dilettantisch diesmal (war auch eine andere Surfschule). Der Hauptsurflehrer ließ uns bei ungefähr 17°C erst einmal eine 3/4-Stunde (wohlgemerkt, der ganze Kurs ging nur 2 Stunden) am Strand hocken, während er x-mal das gleiche erklärte. Ungefähr 5-10 Minuten der dieser Zeit durften wir tatsächlich irgendwas ausprobieren. Bei den Temperaturen hat dann auch ein Neoprenanzug nicht mehr wirklich geholfen. Im Wasser wurde es dann zwar etwas besser, aber bis dahin hatte ich schon kein Gefühl mehr in Händen und Füßen. Alle anderen hatten zwar rote Hände und Füße, meine waren weiß. Und das ungelogen noch bis 45 Minuten nach dem Surfen, das war wirklich super-mega-kalt! Der wichtigste Hinweis unseres Super-Surflehrers war übrigens, dass wir niemals unser Board loslassen und herumschwimmen lassen sollten, da dies anderen in die Quere käme, da wir ja so viele wären. Und was schwamm dann nach ein paar Minuten herrenlos herum? Genau, sein eigenes giftgrünes Board! Warum auch immer er das überhaupt mit ins Wasser genommen hat, schließlich sollte er uns ja etwas beibringen und nicht selbst surfen. Grundsätzlich hat das Surfen auch diesmal wieder Spaß gemacht, aber aufgrund des ganzen Drumherums waren wir dann froh, dank des Gutscheins nur 35$ statt 70$ bezahlt zu haben. Im Nachhinein haben wir auch festgestellt, dass die unseren Gutschein gar nicht gescannt haben, theoretisch könnten wir damit also nochmal hingehen. Aber das tun wir uns lieber nicht noch einmal an! :-) Dort in Manly mache ich übrigens Ende Juli auch meinen Tauchkurs, so ziemlich in de kältesten Zeit des Jahres. Als wir mit der Fähre heute hingefahren sind, haben wir auch das Tauchboot gesehen, darauf waren ein paar Leute in Neoprenanzügen und der Rest in dicken Winterjacken. Ich bin also mal gespannt, ob und wie ich das überleben werde. :-)

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