Montag, 30. Juni 2014

Lane Cove Nationalpark, Walking around Taronga Zoo und ein Luxus-Wochenende!

An meinem freien Dienstag habe ich mit Justine zusammen ein wenig den Lane Cove Nationalpark erkundet. Auch dieser wunderschöne Nationalpark befindet sich mitten in Sydney! Er ist ziemlich schmal, dafür recht lang und in der Mitte fließt der Lane Cove River, bis direkt zum Hafen. Eigentlich wohne ich sogar ziemlich nah dabei, aber auf der Seite, auf der es nur einen einzigen langen Wanderweg entlang des Flusses gibt, weshalb wir uns entschlossen haben, mit dem Zug auf die andere Seite, nach North Ryde, zu fahren, da man dort etwas mehr herumlaufen kann, außer immer nur geradeaus. :-)
Lane Cove River



Nachdem ich gestern festgestellt habe, dass die Macquarie University, eine von Sydney zahlreichen Unis, dienstags und donnerstags Turnen anbietet, habe ich beschlossen, mir das heute spontan mal anzugucken. Ein Probetraining ist umsonst, danach würde das jede Woche 20$ kosten, aber ausprobieren kann man’s ja mal! Ja, leider glich die Halle einer Tiefkühltruhe, und ich war nicht die einzige, die trotz Aufwärmen und ständigem Bewegen nach 10 Minuten kein Gefühl mehr in den Füßen hatte. Ansonsten gab es eine Tumblingbahn, die auszuprobieren war wirklich cool, aber ansonsten war das Ganze trotz Trainern eher planlos. Also werde ich da vermutlich nicht noch mal hingehen.

Als ich Mittwoch von der Schule zurückkam, und vom Pacific Highway (der Hauptstraße, die hier die einzelnen Stadtteile verbindet) wieder so einen tollen Blick auf die Stadt hatte, bin ich kurzerhand in die City gefahren, und von dort mit einer Fähre zum Taronga Zoo. In Sydney sagt man auch, die Zootiere hätten von ihrem Zuhause den besten Blick auf die Stadt und die Skyline, besser als alle Einwohner, und ich kann das nur bestätigen! Im Zoo direkt war ich in der kurzen Zeit (ich hatte nur 2 Stunden) natürlich nicht, aber auch hier gab es wieder einen schönen Coastal Walk, ebenfalls mit super Ausblicken.

die Oper von der Fähre aus
Fort Denison vor der Skyline
die Seilbahnstation, von der aus man zum Zoo hochfährt
hier lässt sich schon mal ein Arbeitstag verbringen :-)



Donnerstag hab ich dann kurzfristig auf den kleinen Bruder von einem von Dougs Freunden aufgepasst, der krank war und nicht zur Schule konnte. Der war ein mega Wii-Fan, und so haben wir drei Stunden am Stück Super Mario auf der Wii gespielt. Das hat mit der Gameboy-Version leider nicht mehr viel zu tun, so dass ich mal richtig abgeloost hab. Wir mussten immer zu zweit dasselbe Level bewältigen, wer am Ende die meisten Punkte hat, hatte gewonnen. Allerdings mussten wir beide auch das Ziel erreichen, sonst hatten wir beide verloren. Das führte dann dazu, dass ich im Laufe der Zeit immer weniger zu tun hatte, denn es gab die Möglichkeit, dem zweiten Spieler in einer Art Seifenblase hinterher zu fliegen, so dass man zwar keine Punkte sammeln, aber auch nicht sterben konnte. Daher lautete die Anweisung an mich dann bald nur noch „Go in your bubble! Stay in your bubble!“ J Oder auch „Wait, I’ll pick you up!“, denn sich gegenseitig auf den Schultern durch die Gegend tragen konnte man sich auch. ;-) War aber trotzdem ein lustiger Vormittag, und ein paar Dollar extra hab ich auch noch verdient!



Am Freitag Mittag ist meine Familie nach Cottage Point gefahren, einem winzigen Ort im Ku-Ring-Gai Chase Nationalpark. Dort hatte Janet ein „Haus“ über das lange Wochenende gemietet (am Montag darauf war Queen’s Birthday, den zwar nicht einmal die Engländer selbst feiern, hier reicht es aber zu einem Public Holiday, also einem Feiertag J ), da David am Dienstag danach 50 geworden ist, und das dann sein Geburtstagsgeschenk war. Dazu aber später mehr! Nachdem ich also das Haus für mich alleine hatte, ist Alina abends vorbeigekommen und wir haben gemeinsam gekocht, und uns danach einen Wein gegönnt und mit Jens geskypt, der gerade sein Examen bestanden hat! Oh, und ein Nutella-Cookie-Rezept musste noch ausprobiert werden, das wir spontan noch um Mini-M&M’s ergänzt haben. Das Ergebnis war sehr lecker, und hat uns den Rest des Wochenendes begleitet! J Alina hat dann hier übernachtet, und durfte sich dann am nächsten Morgen meinen Trapez-Kurs angucken. Anschließend haben wir uns in der Opera Bar noch eine leckere Iced Chocolate gegönnt. Am späten Nachmittag wurde ich dann von Janet zuhause abgeholt, und kam dann auch in den Genuss, das Luxus-Haus kennenzulernen. Nachdem ich mir das im Internet mal angeguckt hatte, und gesehen hab, dass die Miete für ein langes Wochenende bei ca. 2300$, also ca. 1600€ kostet, war ich wirklich gespannt! Auf der Website sah es auch eher aus, als wenn es sich um ein kleines Hotel mit mehreren Apartments handelt, aber es war tatsächlich nur ein einziges Haus. Insgesamt gab es drei Schlafzimmer (für insgesamt 6 Personen), zwei vollausgestattete Küchen (nicht wie übliche Ferienhaus-Küchen), zwei Wohnzimmer, zwei Bäder, zwei riesige Barbecues auf zwei Balkonen/Terrassen, einen Outdoor-Whirlpool, ein Teleskop, ein eigenes (wenn auch kleines) Boot und insgesamt 5 Fernseher! Und eine Zentralheizung, das bisher erste Haus, das ich in Australien kennengelernt habe, dass eine hat! J Abends haben wir dann noch Dinner gegessen und zusammen Scrabble gespielt, natürlich auf Englisch, was echt lustig war! Die Wettervorhersage für Sonntag klang leider nicht so gut, es sollte regnen. Umso mehr hab ich mich dann über diesen Ausblick beim Aufwachen gefreut: 


unser Boot! :-)
Fragt mich nicht, wie man sich sowas einfach so für ein Wochenende mal leisten kann, aber ich hab mich einfach mal drüber gefreut! :-) Vom Balkon aus haben wir dann ein paar Meter weiter im Garten auch noch eine Diamantpython gesehen - meine erste wildlebende Schlange in Australien! Leider hab ich die Fotos davon aber nur auf dem Handy, und kann sie daher leider nicht hochladen...
Nach einem kurzen Frühstück ging haben wir dann zusammen das Barbecue vorbereitet, zu dem mittags ca. 20 Leute kommen sollten. Abgesehen von dem Lamm (das essen die Australier leider echt gerne – ist aber überhaupt nicht mein Fall!) war es echt lecker! Anschließend durfte dann jeder der wollte mal eine Runde mit dem Boot über den Cowan Creek, den Fluss, an dem das Haus liegt, fahren. Ich hatte Glück und bin noch im Trockenen angekommen, kurz danach fing es an zu regnen. :-) Anschließend gab es noch suuuper leckeren Schokoladenkuchen, und dann hat mich Janet’s Schwester mit zurück nach Hause genommen. Von dort aus bin ich dann mit dem Zug weiter in die Stadt gefahren, um dort mit Alina noch den letzten Abend des Vivid Festivals zu genießen!
La Cucina - mit einer super Aussicht :-)


Aussicht aus dem Treppenhaus - den gleichen Blick hatte ich übrigens aus der Dusche!

Das komplette Haus vom Bootsanleger aus


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