Freitag, 13. Juni 2014

"Geschenke", Observatory Park und Sydney via ferry

Ja, nach der Maus Ostern gab es wieder einmal Geschenke für mich! Letzte Woche kam ich morgens in den Waschraum, und hab dort überall verteiltes Fell, sowie eine riesige tote Ratte gefunden, die eine der Katzen unbemerkt hereingebracht hatte.Vorgewarnt wurde ich leider nicht, dabei dachte ich eigentlich, die Eltern hätten das Vieh dort morgens finden müssen, als sie die Katzen und den Hund gefüttert hatten... Hatten sie auch, wie sich im Nachhinein herausgestellt hat. Aber in dem morgendlichen Stress vergessen, mir zu erzählen. Als ich nachgefragt hab, ob sie denn die tote Ratte auch gesehen hätten, hat der Vater mir dann erklärt, dass es sich dabei allerdings um ein Opossum gehandelt hat. Nochmal etwas größer als eine Ratte... Nun dachte ich, ich hätte es überstanden, aber das war nicht so. Diesen Montag, als ich gerade fast alles gesaugt hatte, und nur gerade noch mein Zimmer erledigt hab, konnte ich aus der Küche laute Geräusche hören. Aber da die Katzen öfter mal kämpfen, hab ich mir nicht viel dabei gedacht. Bis ich wieder in den Waschraum kam, um den Staubsauger wegzubringen, was dann allerdings hinfällig war, da der komplette Fußboden voller Federn lag. Rechts und links die Katzen, und in der Mitte ein kleiner (also für australische Verhältnisse klein, für deutsche Verhältnisse großer) toter Papagei im Raum. Ich bin dann also wieder mit einer Plastiktüte und meiner Schaufel angerückt (seit dem Opossum verzichte ich darauf, die Tüte einfach über die Viecher zu stülpen und sie dabei anfassen zu müssen), aber die Katzen hielten davon leider nicht viel. Also hat sich eine den Vogel geschnappt, und nochmal quer durch Küche und Wohnzimmer getragen (wohlgemerkt, auch schon alles soeben geputzt...), immer mal wieder irgendwo abgelegt, aber immer wieder mitgenommen, wenn ich auch nur in die Nähe kam. Das Problem hab ich dann irgendwann gelöst, in dem ich die Katzen nach draußen ausgesperrt hab, um dann in Ruhe mit der sandigen Schaufeln noch für ein bisschen mehr Dreck zu sorgen - sonst könnte mir ja im Anschluss noch langweilig werden! Für die Zukunft hoffe ich jetzt allerdings, dass mir weitere Geschenke (Kakadus würden zum Beispiel noch so einige im Garten zur Auswahl stehen) erspart bleiben!

An meinem freien Dienstag war ich dann im Observatory Park, auch auf der südlichen Seiteder Harbour Bridge, mit einem tollen Blick über den Hafen, vor allem beim Sonnenuntergang! Dort gibt es auch ein Planetarium, in welchem Mann durch ein Teleskop den Sternennhimmel über Sydney anschauen kann. Nachdem es ja aber noch früh war, hab ich nur den Park genossen! Anschließend war ich noch zum obligatorischen Dienstags-Dinner mit Lisa verabredet, diesmal im Darling Harbour. 




Freitag konnte ich spontan nochmal beim Rest des Umzuges von letzter Woche helfen und so in einem halben Tag nochmal wieder ein paar Dollar extra verdienen. Das neue City-Haus der Familie (sie haben jetzt gleichzeitig noch ein zweites auf dem Land), konnte ich dann auch gleich noch angucken. Es sollte eigentlich fertig renoviert sein (am nächsten sollten die Möbel kommen), aber danach sah es nicht wirklich aus... Der Teppich war noch nicht da, auch fertig gestrichen war auch noch nicht alles. Ansonsten war es an sich ganz schön, aber winzig, und wie so oft in den Stadtteilen dicht am Zentrum, ein langer Schlauch. Unten nur Küche und Wohnzimmer, oben zwei kleine Schlafzimmer und ein Bad. In Deutschland wäre das eher eine mittlere Dreizimmerwohnung gewesen, hier ist's gleich ein ganzes Haus. :-)

Am Samstag nach meinem Trapezkurs hab ich mich dann mit Lisa und einer anderen Alina (die übliche Alina ist gerade eine Woche in Neuseeland) in den Botanical Gardens getroffen, wo wir einen super schönen und warmen Spätsommernachmittag verbracht haben. Am frühen Nachmittag hatten wir dann tatsächlich nochmal knapp 30 Grad. Leider hält das nur um diese Jahreszeit immer nicht mehr lange an, spätestens wenn die Sonne weg ist, wird es schnell ganz schön kalt. Am Abend ging's dann mit der Familie ins Kino, die Jungs hatten Godzilla ausgesucht. Ich war mir wieder nicht so ganz sicher, ob das das richtige für einen 9-jährigen ist, aber Janet war begeister hinterher "It was very child-friendly, noone killed on purpose!" Na wenn das so ist! :-)

Sonntag bin ich dann mit Lisa mit der Fähre erst nach Watsons Bay gefahren (nachdem wir die Fähre, die wir eigentlich nehmen wollten, knapp verpasst hatten, aber bei so schönem Wetter kann man sich gern mal Sydney vom Wasser aus angucken, vor allem, wenn man eh nicht mehr als 2,50$ für den ganzen Tag zahlt :-)), und danach nach Cockatoo Island. Das ist eine Insel mitten im Hafen, auf der einige alte Industriegebäude stehen, und momentan findet dort ein Teil der Biennale (Kunstausstellung) statt, die wir uns allerdings nicht angeguckt haben. Außerdem gibt es dort einen Campingplatz, also eher gesagt, dauerhaft aufgebaute Zelte, in denen man übernachten kann. Mit einer großen Gruppe ist das bestimmt ganz lustig, aber ansonsten kann man dort nicht wirklich viel machen. Im Anschluss bin ich dann noch mit zu Lisa nach Hause gefahren, dort hat sie mir dann netterweise ihre Dauerfahrkarte für Zug, Bus, Fähre und Lightrail gegeben, da für sie morgen das Reisen beginnt, und sie sie daher die letzten drei Wochen eh nicht mehr nutzen kann. Die Zeit werde ich dann also nutzen, um möglichst viel durch die Gegend zu fahren! :-)

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