Die zweite enspannte Ferienwoche! Arbeiten musste ich nur Montag und Mittwoch, da wir (Janet, die Jungs und ich) von Donnerstag auf Freitag in die Blue Mountains gefahren sind. Aber die anderen beiden Arbeitstage waren auch sehr relaxed. Am Montag hat David von zuhause gearbeitet, war aber scheinbar froh über jede Pause und Ablenkung, daher musste ich mich zum Beispiel nicht mal um Lunch kümmern. Zwischendurch hat er die Jungs dann nochmal Eis kaufen geschickt...so lässt sich das echt aushalten! :-D
Am Dienstag hab ich ein letztes Mal Alina in Campbelltown besucht, wo wir abends im Kino waren. Ich bin allerdings schon nachmittags hingefahren, da die Zugfahrt dann günstiger ist. Zur Peak-Hour, also im Berufsverkehr zwischen 6.30-9 Uhr und 16-18.30 Uhr muss man nämlich einen schönen Aufschlag bezahlen. Versehentlich hab ich die Fahrt dann allerdings gar nicht bezahlt... An dem Bahnhof bei uns in Lindfield gibt es solche Säulen, an welchen man die Opal-Card scannen muss bevor man einsteigt. Man kann es aber auch lassen... Das war zwar nicht mein Plan, aber ich hab's echt vergessen und bin erstmal schön schwarz gefahren. Unterwegs kam ich dann irgendwann auf den Gedanken, ob ich das vielleicht verdaddelt haben könnte, und war mir wirklich nicht mehr sicher... Zum Glück gab es in Macarthur (kurz hinter Campbelltown, wo das Einkaufszentrum ist) auch nur Säulen zum Scannen, an vielen Bahnhöfen sind die nämlich mit Gates verbunden durch die man gehen muss. Wäre das dort auch so gewesen, hätte ich ein Problem gehabt. Aber so hab ich einfach nur ein paar Dollar gespart! Daraufhin hab ich mir dann endlich neue Laufschuhe gekauft. :-) Geguckt hab ich ja länger schon mal, aber bisher keine gefunden. Hier gab es aber richtig coole, die außerdem gerade auf 110$ reduziert waren, von normalerweise 200$. Jihaaa! Wurde auch langsam Zeit, meine alten lösen sich so langsam auf...
Donnerstag ging es dann in die Blue Mountains, nach Blackheath. Und da war es verdammt kalt. In weiser Voraussicht hatte ich mir von Alina schon eine Winterjacke ausgeliehen, und die konnte ich auch gut gebrauchen. Wir hatten dort so zwischen 2°C - 4°C und es war super windig. Ansonsten war wir dort ein Stück wandern, eigentlich wollten wir von Govett's Leap Lookout zum Pulpit Rock laufen, mussten das Ganze dann unterwegs aufgrund von Sturmböen irgendwann abbrechen. Echt schade eigentlich, denn sogar die Jungs hatten mal Spaß und haben nicht rumgenervt, dass sie jetzt viel lieber PS4 spielen wollen. Der Weg dort war übrigens einer mit mittlerer Schwierigkeit, worunter man sich ja eigentlich vorstellt, dass es vielleicht mal etwas steiler bergauf geht, aber nicht, dass man den Weg kaum erkennt. Oder das man die Kids teilweise hochziehen muss, weil da so große Felsbrocken liegen, dass sie dort alleine gar nicht drüberklettern können. Aber ich fand's gut, so war's nicht langweilig!
In unserem Hotel wurd
übrigens, wie in vielen Orten in den Blue Mountains, gerade „Christmas in July“
gefeiert. Und zwar mit allem, was dazugehört… Aber von den Temperaturen hat es
ja schon an Weihnachten erinnert. Wobei es in Deutschland die letzten zwei Jahre
über Weihnachten ja sogar deutlich wärmer war! :-)
| Christmas in July :-) |
| Anders als Janet zunächst vermutet hat, hat der Lookout seinen Namen nicht daher, dass ein Mr. Govett hier von der Kante gesprungen ist :-) |
Freitag ging es dann weiter
nach Katoomba, für mich zum dritten Mal. Auf der Suche nach einem Parkplatz hat
sich dann wieder mal eine komische Eigenart der Australier gezeigt, zwar für
alles Mögliche einen Haufen Geld auszugeben, aber an ganz merkwürdigen Ecken zu
sparen. Das Parken in der Nähe der Three Sisters sollte jedenfall 3,80$ pro
Stunde kosten, was jetzt wirklich nicht ganz günstig ist, aber mit Parkgebühren
bei anderen Sehenswürdigkeiten noch vergleichsweise wenig ist. Janet hat dann
jedenfalls beschlossen, wir sollten doch schon mal vor zum Lookout gehen, sie
sucht „noch schnell“ ein free parking und kommt dann dorthin. Naja, das hat
sich dann ca. eine halbe Stunde hingezogen, so dass wir bis dahin schon ziemlich
durchgefroren waren. Das hat dann besonders Ross auf die Laune geschlagen, der
wirklich nuuur noch genervt und gemeckert hat, und dann einfach oben geblieben
ist, als wir den Giant Stairway (mit den knapp 1000 Stufen, für mich bereits
das dritte Mal) runtergelaufen sind. Unterwegs hat Janet dann aber doch
beschlossen, dass sie umdreht und ihn zum Bahnhof fährt, damit er den Zug nach
Hause nehmen kann. Mit der typisch australischen Spontaneität hat sich das aber
kurzfristig noch mal geändert, so dass sich mich angerufen hat, um
vorzuschlagen, dass Dougs und ich doch den Weg bis zum Ende laufen, und dann
mit der Seilbahn wieder hochfahren sollten (um uns den Rückweg die Treppe
wieder hoch zu ersparen). Sie wartet dort dann mit Ross auf uns. War auch ganz
lustig, wir beide haben den Weg dann jedenfalls in Rekordzeit hinter uns
gebracht, und auch Dougs hatte echt Spaß, was bei einem 9-Jährigen bei
Wanderungen ja nicht unbedingt zu erwarten ist. ;-) Nachmittags waren wir schon
früh zurück, so dass ich abends sogar noch eine Trapeze Class machen konnte.
Samstag war dann Whale
Watching mit Alina und Justine angesagt! Eine andere Freundin hatte das neulich
schon gemacht, und einige Wale von ganz nah dran gesehen, die sogar aus dem
Wasser gesprungen sind. Ganz so war es bei uns leider nicht, aber wir haben
trotzdem welche gesehen, meist allerdings nur den Rücken oder beim
Wiederabtauchen die Schwanzflosse. Für Fotos war das allerdings eher
ungeeignet! :-) Das Boot war aber echt cool, wir konnten (zumindest während der 45 Minuten, die
wir aus dem Hafen rausgefahren sind) vorne auf dem Deck in der Sonne liegen.
Natürlich auch ganz australische ohne großartige Sicherheitsvorrichtungen, dass
niemand ins Wasser fallen kann. Das hätte es in Deutschland auch nie gegeben,
aber hier ist das ja oft so, sehr cool! :-) Zurück in Sydney waren wir dann noch einmal auf dem Rocks Market, in Surry Hills (einen etwas alternativen Stadtteil mit vielen kleinen Cafes, etc.) und abends beim Feuerwerk. Das war dann auch schon mein letztes gemeinsames Wochenende mit Alina, die das Wochenende drauf schon anfängt, den Rest von Australien zu erkunden.
Sonntag war wieder Wandertag, diesmal mit Eveline im Royal Nationalpark, ca. 50 km südlich von Sydney. Die erste Hälfte unserer 11km langen Strecke war total schön, auch wenn die versprochenen Wasserfäller mehr ein kleines Rinnsal waren. Der zweite Teil war jedoch einfach ein breiter ebener Weg, den man genauso gut mit dem Auto hätte entlangfahren können. Am Bahnhof wieder angekommen, haben wir dann unser erstes australisches Buschfeuer gesehen. Warum im Winter, könnte man sich jetzt vielleicht fragen, aber es war ein geplantes, absichtliches Buschfeuer, welches direkt wieder kontrolliert gelöscht wird. Das wird hier häufig gemacht, um Brandschneisen zu schaffen, damit sich ein unkontrolliertes Buschfeuer im Sommer nicht zu weit ausbreiten kann. Es ist auch erstaunlich zu sehen, wie schnell sich die Bäume etc. von so einem Feuer erholen. Letztes Jahr im November waren ja rund um Sydney so große Feuer, dass zu Teil die ganze Stadt verraucht war. Man sieht jetzt zwar an diversen Bäumen unten am Stamm noch, dass die Rinde schwarz ist, aber abgesehen davon regeneriert sich die Natur sehr schnell.
| warum auch immer das jetzt schon wieder seitenverkehrt ist... ;-) |
| Die Karlo-Pools, im Sommer zwischendurch auch super zur Abkühlung geeignet! |
| Sogar die Skyline war unterwegs zu sehen |
| Australian Bushfire |
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