Freitag, 14. Februar 2014

Preschool, Park und gute Planung?!



Dienstag – mein zweiter Arbeitstag – begann damit, dass ich mit Emilia (die ganz kleine) und Chiara (die älteste) allein war, Asta hatte einen Arzttermin. Das ganze sollte eigentlich nur maximal 1,5 Stunden dauern, im Endeffekt waren’s dann 3. Aber ich denke, an die ungenauen Zeitangaben hier werde ich mich noch gewöhnen müssen, auf alle Zeiten die mir gesagt werden, sollte man mal mindestens eine halbe Stunde, besser eine ganze draufrechnen, dann kommt man vielleicht ansatzweise hin. :-) Als Asta und die Mum zurück waren, gab es Lunch und danach ging’s in die Preschool. Asta ist im Auto dorthin gleich eingeschlafen (sie hatte irgendeinen Test bei dem Arzttermin, bei dem sie schlafen musste, und ist daher die Nacht vorher wach gehalten worden um müde genug zu sein – hat allerdings nicht geklappt, da war sie noch hellwach!), dementsprechend war sie auch richtig begeistert als sie dann wieder geweckt wurde und aussteigen sollte. Ich bin dann im Anschluss mit Emilia zur Bank gelaufen um ein Konto zu eröffnen. Musste dann allerdings gleich noch mal umdrehen um im Büro der Mum die E-Mail mit meinem Visum auszudrucken, da das scheinbar dafür auch benötigt wird (war bei meinen Vorgänger-Au Pairs wohl noch nicht so). Dann also ein zweites Mal los, wieder nicht erfolgreich, da entgegen vorheriger Auskunft mein Perso nicht ausgereicht hat, sondern sie den Reisepass haben wollten, der zuhause im Schrank lag… Irgendwie wollen die Banken grad alle nicht so wie ich. Also wird der nächste Versuch dann am Mittwoch gestartet. Der Rest des Tages war dann ganz entspannt, bin mit Emilia im Park spazieren gegangen und hab in der Sonne gesessen und gelesen. Parramatta, der Stadtteil in dem das Büro der Mum liegt ist überhaupt sehr schön, viel grün, viele Parks (liegt ziemlich weit außen am Rand der Stadt), ich denke da werde die zwei Tage in der Woche die ich mit dort bin, gut rumbringen! 



Abends hab ich dann die beiden großen das erste Mal allein aus der Preschool abgeholt, bevor es dann auf nach Hause ging. Mit der Preschool ist das hier ganz locker, die Kinder können zwischen 7.30 und 18 Uhr gebracht und abgeholt werden, wie es grad reinpasst. Bei uns war’s dann 17.30 als wir dort losgefahren sind, nach Hause haben wir dann aber fast eine Stunde gebraucht, obwohl wir eigentlich entgegen dem normalen Berufsverkehr fahren (morgens raus aus der Stadt, abends wieder rein). Aber da auch der Rückweg noch zu meiner Arbeitszeit zählt, ist es dann so schlimm auch nicht, ob es dann eine Viertelstunde länger oder kürzer dauert. ;-)
Mittwoch startete dann statt geplant um 7.30 mal wieder deutlich später, mit Zeitplanung hat meine Family das irgendwie nicht so. Irgendwie logisch, dass es schwer machbar ist, um halb acht loszukommen, wenn man um 7.20 noch duschen, sich anziehen, schminken und nebenbei ein Baby stillen muss, aber das ist glaub ich noch nicht allen hier so ganz klar. Nachdem die großen dann in der Preschool war, bin ich mit Baby ins Westfield Shopping Center gegangen um irgendetwas für die Family bei der Versicherung dort abzugeben, und gleichzeitig ein bisschen zu bummeln. Das Center ist wirklich riiiesig! Überhaupt nicht vergleichbar mit dem Westpark in Ingolstadt, oder der Stadtgalerie in Hameln… Und das ist noch „klein“, es gibt in der Stadt ein weiteres Westfield Center, das noch mal deutlich größer ist. Flip Flops kann mir hier übrigens am Automaten kaufen:


Auf dem Rückweg startete dann der nächste Versuch bei der Bank – wieder fehlgeschlagen. Angeblich muss mein Reisepass mit dem Visum erst irgendwo zu Überprüfung hingemailt werden, wo dann entschieden wird, ob ich ein Konto eröffnen darf oder nicht. Das andere Au Pair hat allerdings bei derselben Bank ein Konto, bei ihr ging das alles problemlos beim ersten Mal, innerhalb von ein paar Tagen hatte sie ihre Karte und die Pin. Na mal schauen, falls das mit der Überprüfung bis nächsten Dienstag klappt, kann ich das Kapitel dann vielleicht mal abhaken! Nach der anschließenden Fütterpause im Büro ging’s dann weiter in das Büro der Oma, wo Emilia und ich dann den Rest des Tages verbracht haben. Sie hat mir erzählt, dass sie kurz bevor ich da war, eine etwa 15 cm große Spinne dort hatte, beharrt und mit großen Augen. Sie hat daraufhin das Büro erstmal abgeschlossen und hat von zuhause ihr Spinnen- und Insektenspray geholt. Den kompletten Inhalt hat sie dann auf das Viech gesprüht, das mittlerweile nicht mehr an der Wand, sondern auf dem Boden saß. Da das Spray nicht sofort gewirkt hat, hat sie einen vollen 10l-Farbeimer draufgestellt, damit sie nicht abhauen kann. Und ich dachte immer, die Australier wären so was gewöhnt und lassen sich von Spinnen oder ähnlichem Getier nicht schocken, aber das trifft wohl auch nicht auf alle zu. :-) Etwas später kam dann ein Bekannter von ihr vorbei, der dann mit der Aufgabe betraut wurde, das Tier zu erledigen, was aber nach dem Farbeimer nicht mehr nötig war. ;-) Ich hab die Spinne nicht mehr gesehen, aber böse bin ich darum auch nicht. Das wird mir wahrscheinlich noch früh genug passieren. Es war übrigens eine Huntsmanspider, ungefährlich, aber groß und hässlich, wer mag, kann sie ja mal googlen! Abends zum Dinner hatten wir dann eine Premiere, zum ersten Mal seit ich hier bin blieb der überdimensionale Weber-Grill kalt, und es gab Spaghetti Aglio Olio. Bisher gab es ansonsten einmal Schnitzel, und sonst Rinder-, Lamm-, Chicken- oder Schweinesteaks mit Salat. Ist ja mal ganz schön, aber so jeden Abend muss ich das dann auch nicht haben. J Zum Abschluss des Tages hab ich dann die Gym-Karte der Mum bekommen und hab das Studio mal ausprobiert. Das ist 24/7 geöffnet, und man kommt mit der Karte immer rein, und sie meint, dass es niemandem auffällt, wenn ich die mitbenutze, sie geht sowieso in ein anderes in einem anderen Stadtteil, und bekommt mit der Zeit noch Rabatt, wenn sie (also ich :-) ) öfter hingeht! Sehr praktisch also für mich, und wieder Geld gespart! Dort gibt es an Geräten und Freihanteln so ziemlich alles, was wir zuhause auch haben, nur keine wirklichen Kurse. Dort hängt allerdings ein großer Fernseher, über den man dann virtuelle Spinningstunden o.Ä. machen kann, aber ich denke das werd ich mir nicht antun, sondern dann lieber laufen gehen.
Den Donnerstag hab ich dann mit Asta und Chiara in dem Büro der Oma verbracht (die diesmal zwar nicht dort war, sondern eine andere mit der Familie befreundete Mitarbeiterin), da die beiden nachmittags noch Tanzen hatten und das dort in der Nähe stattfand. Frühstück gab es für sie dann erst dort, das ist hier in der Familie so üblich, dass die schlafenden Kinder ins Auto gehockt werden und dann dort umgezogen werden, wenn sie ankommen. Nach der ersten Spielrunde dort ging’s dann mit den beiden in dem Pram (so ein Zwischending zwischen Kinderwagen und Buggy) auf den Spielplatz. Vorher wurde noch der Kampf gegen Sonnenhut und Sonnencreme ausgetragen, dann konnte es losgehen. Der Weg dorthin war noch easy, es ging nur bergab, aber der Rückweg mit den beiden gar nicht mehr sooo kleinen Kindern drin war dann schon nicht zu unterschätzen. Zurück im Büro gab’s dann Sandwich als Lunch und weiter ging’s mit spielen und malen. Asta schläft normalerweise mittags mindestens eine Stunde, aber das war dort nicht wirklich möglich.


Chiara hatte dann einen 1,5-2-stündigen Schreianfall und hatte irgendein Problem mit ihrem Fuß, wollte den aber niemandem zeigen. Außerdem hat sie sich am ganzen Körper gekratzt, irgendwann haben wir dann in der Kindertasche eine kühlende Creme gefunden, damit wurde es dann etwas besser. Um kurz vor drei wurden wir dann von Alex, der ehemaligen Babysitterin der beiden, abgeholt und es sollte zum Tanzen gehen. Die immer noch jammernde Chiara wollte sich allerdings weder umziehen, noch überhaupt tanzen. Also dann ohne umziehen ins Auto, und nachdem wir drei Minuten unterwegs waren, haben beide tief und fest geschlafen. Und zwar so fest, dass sie sich als wir angekommen waren durch nichts in der Welt aufwecken ließen. Ausgesehen hat das so:


Ich bezweifle, dass das bequem ist, aber nun ja. :-) Baby Emilia schlief zu dem Zeitpunkt übrigens in der gleichen Position, der der Sitz andersrum steht, hat sie leider nicht mit auf das Bild gepasst. Den Dornröschenschlaf konnten wir dann nutzen, um mal Chiaras Fuß anzugucken, in dem ein ziemlich großer Stachel steckte, den wir dann aber in Ruhe entfernen konnten. Tanzen ist dann folglich ausgefallen, und wir sind zu Alex nach Hause gefahren, um dort auf die Mum zu warten die uns nach Feierabend abholen sollte. Aus 17 Uhr wurde 18:15, und dann musste erst Emilia gefüttert werden, da die Milch, die wir für den Tag dabei hatten, mittlerweile alle war. Daheim waren wir dann gegen 19.30, was ich für die Mädels schon einen ziemlich langen Tag finde. Auf dem Heimweg hab ich dann herausgefunden, dass Chiara so ziemlich gegen alles eine Allergie hat, u.A. gegen Sand, danach war mir auch klar, was nachmittags los war... Wäre nur ganz praktisch, wenn man sowas vorher wüsste! Ganz schlimm ist es wohl mit Nüssen und Eiern - Nüsse kann sie nicht mal berühren ohne Hautausschlag zu bekommen... Naja, nun weiß ich ja Bescheid. Daheim gab’s dann noch Dinner, gefolgt von einem Anruf der Sparkasse in Deutschland, die nach einer kompletten Woche nun tatsächlich einen Weg gefunden haben sollte, auf dem ich an Geld komme! (Hat auch wirklich geklappt, am Freitag hab ich’s dann bekommen :-) ). Danke dir noch mal für die Unterstützung Tina, ich werde mich dann mal auf die Suche nach einem besonders schönen Kühlschrankmagneten machen!
Der Freitag begann dann wie üblich verspätet, statt um 8 sind wir erst um halb 9 losgekommen (wieder mit Alex, die mir im Moment erst einmal alles mögliche zeigt), und waren dann 20 Minuten zu spät bei Chiaras und Astas Schwimmunterricht. War aber recht unproblematisch und die beiden konnten die restliche Zeit trotzdem noch mitmachen. Zur Belohnung gab’s danach noch einen Lolly für jede, dabei hab ich dann meine Tasche mit Geld, Karten, etc. dort liegen gelassen. Die nette Dame die dort arbeitet, hat’s aber gemerkt, ist uns hinterhergelaufen und Chiara hat sie aus dem Auto noch gesehen. Na Gottseidank, dass hätte mir jetzt gerade noch gefehlt! Zuhause gab’s dann Lunch und Madagaskar auf DVD, und anschließend mit allen drei Kids allein (Alex ist am frühen Nachmittag wieder gefahren) einen Kurzausflug zum Spielplatz. Das verlief deutlich unproblematischer, trotzdem Chiara laufen musste, da im Pram nur zwei Plätze waren und Emilia heute ja auch dabei war. Für mich war es auf dem Spielplatz dann nicht wirklich entspannt, weil Asta mit ihren gerade mal zwei Jahren auf alles klettert, was sie findet, und zwar bis ganz nach oben. Angst kennt sie dabei überhaupt nicht, nur bin ich mir nicht immer ganz sicher, ob sie das schon richtig einschätzen kann und sich auch immer genug festhält. Also bin ich ihr die meiste Zeit hinterhergeturnt, denn ein aus 3 m Höhe vom Klettergerüst gefallenes Kind gleich in der ersten Woche muss ich jetzt nicht unbedingt haben. :-) Auf dem Heimweg sind Asta und Emilia innerhalb von Sekunden eingeschlafen, woraufhin der Pram auf dem Gehweg vor dem Haus geparkt wurde, da ich die beiden nicht wecken wollte, und das Ding allein aber nie die Stufen bis zur Haustür hoch bekommen hätte. Chiara und ich hatten dann ein kleines Picknick vorm Haus, danach ging’s weiter mit Ball spielen und Puzzlen. Um 18 Uhr („wir sind zwischen 16.30-17 Uhr wieder da!“) waren dann die Eltern zurück und für mich konnte das Wochenende beginnen! Ich hab mich abends mit Nathalie, einer Französin, die hier Work & Travel macht, zum Dinner in der Stadt getroffen. War jetzt nicht soo besonders aufregend, aber ist immer schön mal rauszukommen. Ich muss jetzt dringend sehen, dass ich noch ein paar mehr Leute kennenlerne, mit denen ich dann auch am Wochenende mal mehr unternehmen kann.
Heute, Samstag, hab ich erstmal ausgeschlafen, gefrühstückt, Blog geschrieben, und gleich

werd ich in die Stadt fahren, um ein paar Kleinigkeiten einzukaufen und mich später noch mit einem holländischen Au Pair treffen. Morgen geht’s dann mit einer anderen Deutschen zum Manly Beach, wo gerade ein Surf Contest stattfindet. Das Wetter wird dann hoffentlich noch etwas besser, denn heute nieselt es den ganzen Tag… Aber immerhin bei über 20°C, also ist das noch zu verkraften! :-)
Schönes Wochenende euch allen!








Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen