So,
mein erstes freies Wochenende begann, wie schon angekündigt, mit Crossfit im
Park. War nicht schlecht, aber insgesamt hatte ich mir das etwas anders
vorgestellt. Zu Anfang stand ein ca. 1,5 km-Lauf vom Gym zum Park an, soweit so
gut. Danach folgten diverse kurze (30 sec.) Kraftübungen, was man halt so
draußen machen kann ohne Geräte, Liegestütz, Burpees, Kniebeugen usw…
Dazwischen war immer ein Sprint den Hügel hinauf angesagt, das war dann auf die
Dauer schon weniger schön, da waren die Krafteinheiten eher die Pause. So und
ähnlich verlief dann auch der Rest der Stunde, war auf jeden Fall alles mit
seeehr viel laufen, also sprinten, verbunden. Zum Schluss dann noch mal den Weg
zurück joggen, diesmal aber bergan, juhuu! Mehr Kraft, dafür weniger laufen wäre mir lieber gewesen, aber nun ja. Dafür hab ich danach in einer Bar
neben dem Gym Frühstück ausgegeben bekommen, Obstsalat mit Joghurt und frisch
gepressten Orangensaft. Das hat sich doch mal gelohnt! :-)
Bevor
ich dann nachmittags noch mal in die City gefahren bin, hab ich das erste Mal
Bekanntschaft mit unserer Alarmanlage gemacht. Die wird von demjenigen
eingeschaltet, der als letzter das Haus verlässt. Das wäre eigentlich ich
gewesen, doch als ich durch die Küche gelaufen bin, ging das Ding auf einmal
mit ohrenbetäubendem Lärm los. Leider hat mir niemand erzählt, wie man das
wieder ausschaltet, geschafft hab ich’s dann aber zum Glück trotzdem relativ
schnell! Gleich darauf folgte ein Anruf von der Securityfirma, die nach dem
Passwort gefragt hat, das man durchgeben muss, falls der Alarm mal
versehentlich angeht. Passiert ist das Ganze jedenfalls dadurch, dass mein
Gastvater seinen Schlüssel in die Kinderkarre geworfen hat, und irgendetwas auf
die Aktivierungstaste gedrückt hat. Naja, so hatte ich mein erstes
australisches Telefonat dann auch schon mal hinter mir! Nachdem dieses Problem
gelöst war, war ich dann noch mal in der Stadt, diesmal allein, hab ein
bisschen genauer die Gegend um den Hafen herum angeguckt, und im Visitor’s
Center Flyer für alle mögliche Dinge die man hier so unternehmen kann,
eingesammelt. Mein Problem mit den Geldautomaten hat sich, trotz tatkräftiger
Unterstützung von Tina zuhause, leider noch immer nicht erledigt, aber ich
hoffe weiter, vielleicht kann die Sparkasse ja am Montag was tun… Ich seh’s mal
positiv, so spar ich zumindest Geld! :-)
Am Sonntag hab ich erstmal ausgeschlafen, und
danach ging’s zum wöchentlichen Großeinkauf. Nachdem ich den Preisunterschied
zu Deutschland gar nicht sooo krass fand, wie ich angenommen hatte, so haben
mich dann eher die Verpackungskünste der Australier schockiert. Hier wird alles
direkt von der Kassiererin in Plastiktüten verpackt, aber noch nicht einmal
platzsparend, sondern so, wie es gerade am schnellsten geht. Auch wenn es nur
zwei Pakete Toast sind die einzeln verpackt werden, oder die bereits in einer Plastiktüte
befindlichen Äpfel, die dann noch mal zusätzlich eingetütet werden. Das hatte
dann zur Folge, dass der komplette!! Kofferraum des Q7 mit Plastiktüten
vollgestellt war. Und ich hatte mich vorher noch gewundert, dass wir für einen
Einkauf in dieser Größenordnung keine Einkaufskisten oder so etwas mitgenommen
haben. Aber nun weiß ich warum…
Nachmittags
war ich dann noch zu Fuß unterwegs, die Gegend südlich von unserem Haus zu
erkunden, wo ich bisher noch nicht war. Aber bei über 30 °C macht das dann nach
2 Stunden auch nur noch bedingt Spaß… Will mich aber nicht beschweren,
schließlich wird’s hier bald Winter, also muss ich den Sommer noch genießen!
Wir haben hier übrigens nur einfach verglaste Fenster, und so dicht wie in
Deutschland schließen die auch nicht. Von einer vergleichbaren Heizung mal
abgesehen, also bin ich mal gespannt, wie ich Frostbeule das überleben werde.
Aber ein bisschen Zeit ist ja bis dahin zum Glück noch!
Heute,
Montag, hatte ich dann meinen ersten richtigen Arbeitstag, der um 7.30 Uhr mit
Frühstück machen für die Kleinere begann, während die Große noch fast eine
Stunde länger geschlafen hat. Nach einem ersten „ I want Mummy“, dass sich zum
Glück schnell gelegt hat, wurden mir dann sämtliche Spielzeuge, Verkleidungen,
Malsachen etc demonstriert, die es hier so gibt. Insgesamt war’s zwar ein
langer Tag (bis 18.15 Uhr), aber die beiden nicht so sehr ausgetestet, wie weit
sie gehen können, wie ich befürchtet hatte. Auf die Dusche am Abend hatten sie
zwar nicht so Lust, aber das war eigentlich der einzige Punkt, in dem wir
unterschiedlicher Meinung waren. :-) Ein Highlight gab
es auch noch, ich bin mit der 2-Jährigen auf dem Arm auf der Treppe
ausgerutscht und die komplette untere Hälfte runtergefallen. Sie hat zwar erst
wie am Spieß geschrieen, sich aber nicht wirklich wehgetan, da sie ja auf mir
gelandet ist. Ich werde morgen vermutlich schon so einige blaue Flecken haben,
vermute ich… ;-)
Ansonsten
dürft Ihr alle mit die Daumen drücken, dass die Telekom unser Internetproblem
zuhause in Ingolstadt endlich in den Griff kriegt (funktioniert seit Freitag
nicht mehr), da das erste Mal skypen über’s mobile Internet auf Jens’ Handy
gleich mal sein Datenvolumen für diesen Monat gekillt hat, und es nun mit der
verlangsamten Verbindung verdammt schwierig ist, sich zu verstehen…
Liebe
Grüße in die Heimat!!
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