Hallooo nach Deutschland!
Am
letzten Samstag (01.03.2014) hat in
Sydney Mardi Gras Parade, die weltweit
größte Homosexuellen-Parade. Mardi Gras an sich ist ein dreiwöchiges Schwulen-
und Lesbenfestival in Sydney, mit ganz vielen verschiedenen Veranstaltungen.
Die Parade bildet den Abschluss, mit ca. 9000 Teilnehmern und 300.000
Zuschauern. Das Ganze ging im 18.30 Uhr los, und sollte ca. 3-4 Stunden dauern.
Normalerweise muss man da schon am frühen Nachmittag da sein, um ein Plätzchen
zu finden, von wo aus man auch noch etwas sehen kann, aaaber in meinem Fall war
das anders. Ich hatte das Glück, die Parade vom Apartment von Amys Gastfamilie
angucken zu können, welche direkt an der Oxford Street wohnt, wo die Parade
beginnen sollte. Sie durfte 5 Leute einladen, von ihren Gasteltern waren auch
bestimmt noch 10 Freunde da, so dass die Wohnung gut voll war. Amy hat uns
vorher noch darauf hingewiesen, dass wir unbedingt einen Ausweis mitnehmen
sollten, woraufhin ich dachte, dass ihre Gastfamilie da so übervorsichtig ist,
und ganz genau wissen will, wer da in der Wohnung ist, doch da lag ich etwas
falsch. Den Ausweis brauchte man, um überhaupt in das Haus zu kommen. Dort war
nämlich extra Security engagiert worden, und nur wer auf der Liste stand, durfte
überhaupt ins Haus. Dazu muss man sagen,
dass das Haus ca. 20 Etagen hat, mit jeweils 20-25 Wohnungen pro Stockwerk.
Außerdem gibt’s für alle Mieter ein Fitnessstudio und einen Pool (Outdoor) im
dritten Stock, welche beide kostenlos von Ihnen benutzt werden dürfen. Amys
Familie wohnt im vierten Stock, so dass wir einen perfekten Blick hatten, hoch
genug, damit niemand mehr im Weg steht, aber noch nicht so weit weg, dass man
nichts mehr erkennen kann. Der Ausblick von dort war einmalig: die komplette
Wohnzimmerfront ist nach außen verglast, und an der Spitze liegt ein
dreieckiger Balkon, welcher genau Richtung Straße zeigt.
Wir
hatten dann so geplant, dass einfach jeder etwas zu essen und zu trinken
mitbringt, und wir das dann teilen, doch zumindest was die Getränke angeht,
wäre das nicht nötig gewesen. Amys Gastfamilie kommt nämlich aus Italien und
daher wurden wir den ganzen Abend mit italienischem Wein versorgt. :-) Meine selbstgemachten überbackenen Pizzabaguettes
sind übrigens auch gut angekommen, auch wenn mein Gastvater sich das morgens
nicht vorstellen konnte: „That's an interesting combination that you put on the
bread!“
Die
Parade selbst war dann auch echt sehenswert. Dort laufen auch noch ganz viele
andere Gruppen mit, sogar Polizei, Navy, Life Saver (jeweils mit Fahnen der
zugehörigen Strände)… Leider sind meine Fotos im Dunkeln nicht so gut geworden,
aber einen kleinen Eindruck kriegt ihr hier vielleicht trotzdem.
Für
Sonntag hatte ich dann eeendlich meinen ersten Strandbesuch geplant, doch der
ist mal wieder buchstäblich ins Wasser gefallen. Als ich gegen 14 Uhr in der
Stadt ankam um mich dort mit Lea zu treffen, fing es wie aus Kübeln an zu
regnen, so dass an Strand und baden nicht mehr zu denken war. Wir haben dann
stattdessen zu einer kleinen Shoppingtour umdisponiert, welche auch wirklich
erfolgreich war! Weniger glücklich waren meine FlipFlops mit der aktuellen
Wetterlage, durch die Nässe waren die Steine dermaßen glatt, dass ich mich
nicht nur einmal fast hingelegt hätte. Aber schlussendlich bin ich abends heil
wieder angekommen. Was ich an diesem Tag auch noch neu entdeckt habe, sind die
„Emperor's Puffs“. Das sind kleine Teigbällchen mit einer heißen Vanillefüllung,
Die gibt es in einem winzigen Lädchen in Chinatown, hergestellt mit einer total
niedlichen Maschine, die aussieht, als wäre sie von 1900 oder so. Fotos durfte
man dort allerdings leider nicht machen... Auf jeden
Fall schmecken diese Bällchen suuuper gut, und sind außerdem mit 1 AUD für vier
Stück auch richtig günstig. Ich denke, da werd ich öfter noch mal vorbeigehen! :-)





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