Montag, 3. März 2014

Blue Mountains und eine eher unspektakuläre Woche



Wahnsinn, nun ist schon wieder eine Woche um, und ich bin schon seit fast einem Monat in Down Under! Wieder eine Woche, die so voll gestopft war, dass ich mal wieder nicht dazu gekommen bin, mich zu melden…

Fangen wir mal mit dem Sonntag an! Um kurz vor 7 Uhr morgens ging es bei über 20°C mit dem Zug nach Katoomba, einer Stadt in den Blue Mountains, ca. 120 km entfernt. 

Dort angekommen herrschten gerade mal 10°C, dichter Nebel und Nieselregen. Ich hab mich dort mit zwei weiteren Au Pairs getroffen, Greta aus Italien und Kathleen aus den USA. Zusammen haben wir dann beschlossen, uns den überteuerten Hop On – Hop Off-Explorerbus zu schenken und sind stattdessen zu Fuß in Richtung des Echo Point gestartet, dem Aussichtspunkt, von welchem man den besten Blick auf die Three Sister, drei bekannte Felsen haben sollten. 


 Woher der Name der Blue Mountains kommt, kann man auf dem Foto oben auch ein wenig erkennen, durch die Eukalyptusbäume liegt immer ein leichter blauer Film über den Tälern. 


Um die Geschichte der Three Sisters gibt es (wie für so einiges hier in Australien) zwei Dreamtime-Stories, welche beschreiben, wie diese entstanden sein sollen.

"The Aboriginal dream-time legend has it that three sisters, 'Meehni', 'Wimlah' and Gunnedoo' lived in the Jamison Valley as members of the Katoomba tribe.
These beautiful young ladies had fallen in love with three brothers from the Nepean tribe, yet tribal law forbade them to marry. The brothers were not happy to accept this law and so decided to use force to capture the three sisters causing a major tribal battle.

As the lifes of the three sisters were seriously in danger, a witchdoctor from the Katoomba tribe took it upon himself to turn the three sisters into stone to protect them from any harm.
While he had intended to reverse the spell when the battle was over, the witchdoctor himself was killed. As only he could reverse the spell to return the ladies to their former beauty, the sisters remain in their magnificent rock formation as a reminder of this battle for generations to come."

Und Version Nummer 2:

"Three sisters, Meenhi, Wimlah and Gunnedoo had a father who was a witch doctor. His name was Tyawan. Long ago there was a Bunyip who lived in a deep hole who was feared by all. Passing the hole was considered very dangerous, therefore whenever Tyawan had to pass the hole in search for food, he would leave his daughters safely on the cliff behind a rocky wall. One fateful day, Tyawan waved goodbye to his daughters and descended down the cliff steps into the valley. Meanwhile at the top of the cliff, Meenhi was frightened by a large centipede which suddenly appeared before her. Meenhi took a stone and threw it at the centipede. The stone continued on its journey and rolled over the cliff, crashing into the valley below which angered the Bunyip. The rocky wall behind Meenhi, Wimlah and Gunnedoo then  began to split open and the three sisters were left stranded on a thin ledge at the top of the cliff. All the birds, animals and fairies stopped still as the Bunyip emerged to see the terrified girls. As the Bunyip began to approach the girls, to protect them from harm, their father Tyawan used his magic bone to turn them into stone. Angered by this, the Bunyip then began to chase Tyawan. Becoming trapped, in order to flee from the Bunyip, Tyawan changed into a magnificent Lyre Bird, yet in the process dropped his magic bone. Tyawan and his three daughters were now safe from the Bunyip. Once the Bunyip had disappeared, Tyawan returned in search of his magic bone, yet this was never to be found.
The Lyre Bird has been searching for this magic bone ever since. Remaining in rock formation, The Three Sisters stand silently overlooking the valley hoping that one day he'll find the bone and turn them back to former selves. When visiting The Three Sisters, if you listen carefully you may be able to hear the Lyre Bird, Tyawan, as he continues his quest for his lost magic bone."

(Zu finden auf der offiziellen Homepage der Blue Mountains:
http://www.bluemts.com.au/info/thingstodo/threesisters/)

Als wir nun an dem Aussichtspunkt ankamen, sahen wir allerdings: Nichts. Außer einer weißen Wand.
 


Also ging’s erstmal in das Visitor’s Center, in welchem wir uns erkundigen wollten, was man denn nun so genau dort unternehmen kann. Besonders ergiebig war das allerdings auch nicht, immerhin haben wir aber eine kostenlose Karte der Gegend bekommen. Anschließend konnte man schon sehen, dass der Nebel ganz langsam verschwinden würde, und wir haben uns auf den Wanderweg in Richtung der Three Sisters begeben. Nach ungefähr 10 Minuten hatten wir diese erreicht, und siehe da, der Nebel war weg! Guter Zeitpunkt also für die ersten Fotos! Anschließen stand der Giant Stairway an, 912 sehr steile Stufen hinunter in den Regenwald. 



Da das Wetter sich immer mehr besserte, konnten wir die tollen Ausblicke von dort auch richtig genießen. Unten angekommen ging es ein paar Kilometer durch den Wald, bis wir „Scenic World“ erreichten, drei verschiedene Arten von Gondeln/Zügen, die einen wieder nach oben bringen sollten. Alternativ gab es auch noch einen Fußweg zurück, direkt neben dem Katoomba Fall nach oben, von dem ich meine Mitstreiterinnen allerdings nicht begeistern konnte.


Also sind wir mit der Gondel nach oben, was sich dann auch nicht als die allerschlechteste Wahl herausstellte, da wir von da aus einen super Ausblicke hatten, und uns für den Rest des Tages noch so einiges an Weg bevorstand. Zuerst noch mal eine Stunde zurück zum Echo Point, von wo aus wir nun die Three Sisters aus der Ferne bewundern konnten. Da es nun erst 14.30 Uhr war, beschlossen wir, uns nicht auf den direkten Rückweg zum Bahnhof zu machen, sondern den Waldwanderweg Richtung Leura, einem kleinen Örtchen in der Nähe. Auch dieser war ganz schön, wobei die Ausblicke nicht mehr so ganz neu waren. Um 16 Uhr waren wir dann ziemlich platt zurück am Bahnhof um den Rückweg nach Sydney anzutreten. Die Zugfahrt war echt total schön, da man auch da viel von der Landschaft sehen konnte, und ich mal eine andere Seite von Australien kennengelernt habe, nachdem ich ja bisher nur Sydney kannte. So können die Wochenenden auf jeden Fall weitergehen!
Die erste der "Three Sisters"

Katoomba Fall





Die dann anstehende Woche war eher unspektakulär, ich war drei Tage mit den beiden großen Mädels zuhause und wir durften das Haus nicht verlassen, da das Wetter zu schlecht war (zwar keine Sonne, aber trocken und über 20°C ??), und außerdem irgendwer mal niesen musste, und es dann besser wäre, wenn sie nicht nach draußen gehen… Super abwechslungsreich also, 12 Stunden zwei kleine Kinder drinnen bespaßen ist nicht wirklich so spannend… Außerdem waren abwechselnd noch beide Eltern krank, so dass ich verdammt lange Tage hatte. Vom Geldverdienen her zwar nicht schlecht, aber insgesamt könnte man das für alle interessanter gestalten, wenn man auch mal was unternehmen dürfte mit den Kids. Aber das wird sich hoffentlich auch noch klären lassen! Den einen Tag, an dem ich nur Emilia hatte, hab ich dann erstmal genutzt, um eine Tasche zu kaufen, sowie ein Mikrophon, um die Sprachqualität beim Skypen etwas zu verbessern. ;-) Abends waren wir zum Dinner bei den Großeltern, wo ich dann noch mein erstes richtiges australisches Gewitter erlebt habe, was schon irgendwie beeindruckend war!




Am Freitag hatte ich dann ja schon Wochenende und hab die Zeit genutzt, mit Amy, einem holländischen Au Pair, das erste Mal zu Fuß über die Harbour Bridge zu laufen. Das Wetter war zwar (wie hier meistens an den Wochenenden) nicht der Hammer, aber immerhin trocken. In der Sonne sieht das Ganze natürlich trotzdem noch viel schöner aus :-) :
 
Was ein Zimmer in diesem Hotel kostet, weiß ich leider nicht - die kleinstmögliche 1-Zimmer-Whg. auf der der Oper gegenüberliegenden Hafenseite ist übrigens für spottbillige 5 Mio AUD zu haben, falls jemand Interesse hat :-)




Im Anschluss sind wir eine kurze Runde durch den Luna Park gelaufen, einen doch eher winzigen, aber kostenlosen Freizeitpark direkt am Hafen. Also die Fahrgeschäfte kosten natürlich schon was, aber rumlaufen kann man da umsonst. ;-) Am Abend war ich noch mit einer Neuseeländerin und einer Deutschen, die auch ziemlich in meiner Ecke wohnen, was trinken. War aber insgesamt eher unspektakulär. Wir werden aber, zumindest falls meine Family das gestattet, uns mal tagsüber mit den Kids am Spielplatz oder so treffen. Dann hat man zwischendurch auch mal wen zum reden. :-)



Mülleimer im Luna Park :-)



Bis zum Bericht über das letzte Wochenende wird's dann hoffentlich nicht so lange dauern, wie dieses Mal! :-)

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