Dienstag, 22. April 2014

Kangaroos, Sydney Royal Easter Show und Pancakes on The Rocks

Am Dienstag, 08.04., bin ich mit Marina und Ihrem Freund nach Morisset gefahren, eine Stadt, naja, eher ein etwas größeres Dorf ca. 1,5 Stunden nördlich von Sydney. Dort gibt es einen öffentlichen Park auf dem Gelände eines Krankenhauses, in dem es hunderte freilebender Känguruhs gibt. Füttern darf man sie zwar nicht, aber streicheln, Fotos machen... Begonnen hat der Tag allerdings erstmal nicht so gut, denn als wir in Morisset angekommen waren, fanden wir -auf der Damentoilette allerdings nur- einen Hinweis, dass der Park geschlossen sei, da es eine Infektion gegeben hätte, aufgrund der viele Känguruhs gestorben wären.Was uns daran schon iritiert hat, war aber die Tatsache, dass dieser Zettel nur auf der Toilette hing, und auch da nicht unbedingt gleich sichtbar. Kurz darauf fanden wir allerdings einen zweiten vor dem Bahnhof, der aber schon so ausgeblichen war, dass er kaum mehr lesbar war. Schon leicht frustriert sind wir dann ein paar Meter weiter zu einem Cafè gelaufen, dessen Besitzer Marina beim letzten Besuch hier kennengelernt hatte, und der ihr angeboten hatte, sie zu dem Park zu (sind vom Bahnhof ca. 4 km) zu fahren, falls sie nochmal herkommen sollte. Als wir dort nachgefragt haben, erfuhren wir jedoch, dass es vor ca. 2 Monaten zwar schon eine Infektion dort gegeben hätte, mittlerweile aber alles wieder in Ordnung sei. Die Verantwortlichen hätten aber die Hinweise am Bahnhof absichtlich hängen gelassen, um möglichst viele Touristen abzuschrecken, da viele die Känguruhs trotz des Verbots mit Brot füttern, was diese nicht vertragen. Wir könnten aber ruhig hinlaufen wurde uns gesagt, der Park wäre offen, und auch genug Tiere da. Also sind wir losgelaufen, und wurden nach einem knappen Kilometer von einem alten Mann in einem noch älteren Auto angesprochen, ob wir zu dem Park wollten, und ob er uns mitnehmen sollte. Da haben wir doch nicht nein gesagt. Dort angekommen, gab es tatsächlich bestimmt 100-150 über die Wiese springende Känguruhs, von denen sich die meisten total zutraulich waren und sich problemlos streicheln ließen. War auf jeden Fall super schön dort, und schon ganz was anderes, als die Känguruhs nur im Zoo zu sehen. Einige waren noch richtig klein, ein paar Männchen waren allerdings verdammt groß, von denen haben wir uns dann eher ferngehalten. :-)

unser Heimweg :-)
Am späten Nachmittag ging's dann zurück nach Sydney, wo wir uns mit Lisa getroffen haben, um mal wieder mit einer Domino's Pizza Marinas Geburtstag nachzufeiern. Danach war eigentlich noch dern "Free Cone Day" bei Ben & Jerry's geplant, wo es den ganzen Tag Eis umsonst gab, doch als wir die Schlange dort gesehen haben, haben wir uns spontan noch einmal umentschieden, und unser Eis woanders gekauft. ;-)
Freitag war ich dann das erste Mal so wirklich mit meiner Family unterwegs, zur Feier des Osterferienbeginns haben wir den Lego Movie im Kino gesehen, und danach noch ein super leckeren Burger gegessen. "Healthy Burger" natürlich, denn in diesem Haushalt gibt es weder ungesundes, noch irgendwas, das nicht fettreduziert ist. :-D Am Samstag ging's dann mit dem nächsten Familienausflug weiter, nämlich dem Besuch der Sydney Royal Easter Show. Die findet jedes Jahr auf einem Teil des Olympic Parks statt, und ist das größte wiederkehrende Event dieser Art in Australien. Ursprünglich war das Ganze mal eine Landwirtschaftsschau und sehr country-mäßig, aber mittlerweile hat sich das schon etwas weiter entwickelt. Es gibt zwar immer noch Tierschauen mit Preisverleihungen für Hunde, Katzen, Schafe, Rinder, Pferde... dann noch Woodchopping-Wettbewerbe (Holz hacken und sägen) und eine jeden Tag irgendwelche Country-Paraden mit zig Tieren in dem ehemaligen Baseball-Stadium, aber sonst erinnert es eher an ein großes deutsches Volksfest, nur ohne Bierzelte ;-) Meine Family bekommt immer eine nahezu unbegrenzte Zahl an Freikarten, da die Oma irgendwie näher in die Veranstaltung involviert ist, so dass ich auch noch umsonst jemanden mitnehmen durfte. Ich musste dafür zwar auch zwei Stunden dort auf die Jungs aufpassen, aber mit genügend Geld von Eltern und Großeltern kann man die Zeit natürlich gut nutzen und sämtliche Fahrgeschäfte ausprobieren. :-) Lisas und mein persönliches Highlight war allerdings abends das 12-minütige Feuerwerk im Stadion, dass wirklich unglaublich toll war. Davor gab es dort eine weitere Show "Australiana - Australia in all it's glory", die an sich ganz schön gemacht war, und Australien für alles gelobt hat, für was das Land bekannt ist oder was hier tolles passiert ist. Teilweise allerdings schon etwas übertrieben, uns wäre zumindest neu gewesen, dass die Australia das Internet erfunden hätten?!?! Aber es gab auch tolle Landschaftsbilder auf einer großen Leinwand und einer riesigen Kugel in der Mitte des Stadions, so dass sich auch das auf jeden Fall gelohnt hat. Auf dem Gelände gab es außerdem noch eine Woolworth-Halle (Woohlworth ist hier, anders als in Deutschland, ein etwas teurerer Supermarkt), in der es gaaanz viel tolles Essen umsonst zu probieren und natürlich zu kaufen gab. Aber wenn man einmal alles probiert hatte, war man auch so mehr als satt. ;-) Das größte Highlight für die Kids, neben den Fahrgeschäften, war die Showbags-Halle. Dort gab es Tüten aller möglichen Firmen, vorwiegend Süßwarenhersteller, oder in Bezug auf Fernsehserien etc., die man für "wenig" Geld kaufen konnte, und so viel Schoki oder eben auch Ramsch für weniger bekommen hat, als man im Laden bezahlt hätte. Mit kleinen Kindern dort hinzugehen, muss die Hölle sein, die würden ALLES haben wollen... Aber es gibt auch genug Erwachsene, die extra einen Kinderwagen (ohne Kind!) mitbringen, um die Dinger darin nach Hause zu transportieren...  
zumindest ein etwas landwirtschaftlicher Teil der ganzen Veranstaltung ;-)
Australia's Unofficial Anthem darf natürlich auch nicht fehlen
leider etwas unscharf - tanzende australische Erfindungen :-)
Oh Gott, jetzt seh ich erst, was da bei 1:25pm steht - fragt mich nicht, was die mit den armen Ponys gemacht haben!!!
Sonntag ging's dann auch wieder früh weiter, um 10Uhr hab ich mit drei anderen Mädels einen Kurs bei der Sydney Dance Academy gemacht. War an sich ganz lustig, allerdings war das dort (entgegen der Beschreibungen im Internet!!) eher auf Profis ausgerichtet... Wir waren im Kurs "Absolute Beginners" und von dem Namen durfte man sich nicht täuschen lassen... Wir hatten alle schonmal irgendwas mit tanzen zu tun, und kamen uns ziemlich fehl am Platz vor. Die Schlechtesten waren wir allerdings trotzdem nicht, es waren auch ein paar taktfreie Damen mittleren Alters dabei, sowie ein ungefähr 70-Jähriger in Ballettschuhen!? Anschließend ging's zu Fuß über die Harbour Bridge, da am anderen Ende der "Kiribilli Art & Design Market" stattfand, und da die Märkte hier eigentlich alle ganz schön sind, wollten wir uns diesen, der auch nur einmal im Monat ist, auch mal anschauen. Davor waren wir noch auf der Suche nach was zu essen, und wurden auch ziemlich schnelle günstig. Wer bisher geglaubt hat, dass wir die ganzen Zeit schon recht erfolgreich bei der Suche nach günstigen Essensangeboten waren, darf sich nun nochmal eines besseren belehren lassen, denn heute konnten wir sogar ganz umsonst essen. :-D Direkt neben der Harbour Bridge gibt es eine kleine Kirche, und deren Gemeindemitglieder haben mal eben ein "Free Barbecue" veranstaltet! Und zwar für jeden der vorbeikam, ohne Hintergedanken, ohne, dass man sich irgendwelche biblischen Weisheiten anhören musste oder so, sondern einfach, weil sie sich dachten, dass das doch mal eine tolle Aktion wäre. Fanden wir auf jeden Fall auch! :-) Nach dem Marktbesuch haben wir den Rückweg über die Brücke angetreten, und dabei schon schnell festgestellt, dass der Himmel verdächtig dunkel wurde. Ganz optimistisch sind wir aber mal davon ausgegangen, dass es schon gutgehen wird, und wir trockenen Fußes drüben wieder ankommen. Kein Glück gehabt diesmal, ca. 200m bevor wir den Pylon (einer dieser Türme an der Brücke, wo man sich auch unterstellen konnte) erreicht hatten, erwischte uns ein winziger Wolkenbruch, und zwar so einer, bei dem aufgrund von Sturmböen auch kein Schirm und keine Regenjacke was geholfen hat. Innerhalb von Sekunden waren unsere Hosen also komplett nass, und da hat es dann auch nicht mehr viel geholfen, dass das Schauer insgesamt nur knapp  5 Minuten gedauert hat. Um uns aufzuwärmen und zu trocknen, sind wir danach zu "Pancakes on The Rocks" gegangen, einem, wieder der Name schon sagt, Pancakes-Restaurant im Stadtteil The Rocks. ;-) War auf jeden Fall sehr schokoladig und sehr lecker! Erstaunlicherweise sind wir dann auch relativ schnell wieder getrocknet, so dass wir den Tag dann noch mit einer kleinen Tour über den Markt dort beschließen konnten.
Pancakes on The Rocks
Am Montag drauf war dann der erste Osterferientag, und ich mal gespannt, wer den Kampf um die X-Box- und PS4-Spielzeiten gewinnen würde. ;-) Aber anders als in meiner alten Familie haben die Eltern ja nichts dagegen, wenn ich mit den Kindern auch Auto fahre, und wir was unternehmen, also wird's hoffentlich ganz abwechslungsreich! ;-)

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